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Olympia 2008: Polizei schaut auf Schwarzmarkt weg

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Olympia 2008 - Hintergrund  

Polizei schaut auf Schwarzmarkt weg

14.08.2008, 14:29 Uhr | dpa

Der Schwarzhandel blüht in Peking. (Foto: imago)Der Schwarzhandel blüht in Peking. (Foto: imago) Im Kampf um die Tickets für die Olympischen Spiele findet in Peking ein gesetzlich legitimierter Schwarzhandel statt. Immer wieder bieten Händler ihre Karten feil - für Preise von umgerechnet bis zu mehreren hundert Euro.

Die anwesende Polizei sieht zu. Gelegentlich marschiert eine Streife durch die Menge - ohne beachtet zu werden. Und wem der Handel auf der Straße trotzdem zu riskant ist, der wird im Internet fündig.

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Leere Worte vom Olympia-OK

Das Olympia-Organisationskomitee BOCOG wollte eigentlich einschreiten. "Wir werden streng gegen Schwarzhandel vorgehen", hatte Sicherheitschef Liu Shaowu bei einer Pressekonferenz gesagt. Verstöße würden "nach Recht und Gesetz geahndet". Doch die Order scheint nicht bis zu den Polizisten durchgedrungen zu sein.

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Offiziell ist Olympia ausverkauft

Die Preise liegen mindestens um das Zehnfache über den regulären Verkaufspreisen - die außerordentlich niedrig waren. "Ticket, Ticket", zischeln die Verkäufer Ausländern zu. Verkäufer und Fans feilschen ausgiebig. Das größte Angebot gibt es für Wettbewerbe, in denen chinesische Sportler keine großen Chancen haben. Offiziell sind die knapp sieben Millionen Eintrittskarten längst verkauft. Für viele Wettbewerbe kosteten die Karten umgerechnet weniger als zehn Euro.

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Internethandel floriert

"Ich wollte unbedingt noch Olympia-Tickets haben", sagt ein Pekinger Student. Werden die Karten nicht direkt auf der Straße angeboten und verkauft, verabreden sich Händler und Kunde über das Internet. Der 23-Jährige hat sich mit einem Schwarzhändler im Nordwesten Pekings verabredet. "Der Deal ging dann ganz schnell", sagt er. 600 Renminbi (59 Euro) zahlte er für zwei Baseball-Tickets, die ursprünglich nur 60 Renminbi (6 Euro) kosten. "Man muss nur schnell sein, da Angebote nach wenigen Minuten gesperrt werden", sagt der junge Mann. Am Sonntag fand er so die Nachricht einer Person, die Eintrittskarten für Baseballspiele verkaufen wollte. Eine Telefonnummer war angegeben. Per Handy wurden Preis und Übergabeort ausgehandelt. Einen Tag später kann er nun die Billetts in den Händen halten.

Kampf gegen Windmühlen

Der Handel über das Internet ist auch für das Organisationskomitee BOCOG nicht neu. Am 1. August meldete BOCOG einen großen Erfolg im Kampf gegen den illegalen Verkauf im Netz. Acht verschiedene Internetplattformen seien nun frei von illegalen Angeboten, hieß es damals. Doch kurz darauf waren wieder zahlreiche Offerten für Karten auf den Seiten zu finden.

Hohe Gewinnspanne

"Hätte ich früh genug selbst Tickets gekauft, wäre ich jetzt reich", sagt der Student. Mit dem Verkauf könne man nun ein Vermögen verdienen. Schließlich gebe es keine legalen Möglichkeiten mehr, Karten zu kaufen. "Ich bin jedenfalls froh, dass ich doch noch eine bekommen habe - egal wie."

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