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Tennis - Olympia 2008: Blake schmeißt Federer aus dem Turnier

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Olympia 2008 - Tennis  

Blake schmeißt Federer aus dem Turnier

14.08.2008, 17:33 Uhr | dpa

Ist im Viertelfinale ausgeschieden: Tennisstar Roger Federer (Foto: dpa)Ist im Viertelfinale ausgeschieden: Tennisstar Roger Federer (Foto: dpa) Faustdicke Überraschung: Roger Federer ist beim olympischen Tennisturnier sensationell im Viertelfinale ausgeschieden. Der Schweizer unterlag nach stundenlanger Wartezeit im Regen von Peking mit 4:6, 6:7 (2:7) gegen den Amerikaner James Blake und muss seinen Traum von einer Medaille im Einzel begraben.

Zuvor hatte Federer gegen den 28-Jährigen in acht Vergleichen überhaupt nur einen Satz abgegeben. Das Seuchenjahr des 27-Jährigen, das mit der Finalniederlage in Wimbledon gegen den Spanier Rafael Nadal einen ersten Höhepunkt hatte, setzte sich auch bei Federers dritten Olympischen Spielen fort.

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Leidensgeschichte Olympia

"Ich bin einfach nur enttäuscht", sagte Federer und flüchtete nach dem erneuten Olympia-Aus in die Kabine. In Sydney 2000 scheiterte er im Halbfinale an Thomas Haas und unterlag dann im Spiel um Platz drei dem Franzosen Arnaud Di Pasquale. Vor vier Jahren in Athen kam das Aus schon in der zweiten Runde gegen den Tschechen Tomas Berdych. Auf dem Weg zu seiner ersten Medaille bekommt es Blake mit dem Olympia-Dritten von 2004, Fernando Gonzalez, oder Paul-Henri Mathieu zu tun.

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Hoffnung auf Doppel

Mit hängendem Kopf trottete Federer nach nur 91 Minuten vom Hartplatz des Olympic-Green-Tennis-Centers. Nur mühsam gelang es ihm, sich bei den rund 8.000 Zuschauern in der Arena winkend zu verabschieden. Der Stachel saß tief, denn der Olympiasieg sollte die bisher verkorkste Saison ohne großen Titel retten. Die einzigen Hoffnungen sind nun das olympische Doppel mit seinem Landsmann Stanislas Wawrinka sowie die US Open, bei denen er in New York seinen Titel verteidigen will.

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Blake überglücklich

Die Arme gen Himmel gereckt und mit einem lauten Jubelschrei feierte der 28-jährige Blake seinen ersten Erfolg gegen den bis dato übermächtigen Federer. Nicht im Traum habe er daran gedacht, die Partie gegen seinen Angstgegner gewinnen zu können, verriet er. "Es ist unglücklich für ihn. Aber ich kann meinen Kindern und Enkeln eines Tages davon erzählen, dass ich den besten Spieler der Welt geschlagen habe. Das war mein Tag", sagte Blake.

Zu viele Fehler des Schweizers

Federer gelang es zu keiner Zeit, seine hohe Fehlerquote einzudämmen und verkrampfte mehr und mehr. Im zweiten Durchgang schien die Entscheidung schon gefallen zu sein, als der kahlköpfige Blake mit 3:0 davonzog. Doch Federer schaffte den Ausgleich und puschte sich in ungewöhnlich lauter Manier. "Come on", hallte es immer wieder durch die Arena, doch der Erfolg blieb aus.

Nadal neue Nummer eins

Zu allem Überfluss verliert Federer am 18. August nach 237 Wochen in Folge die Führung in der Weltrangliste an seinen schärfsten Konkurrenten Rafael Nadal. Am 2. Februar 2004 hatte er den Platz an der Sonne von Andy Roddick ergattert. Nur die Legenden Pete Sampras (286), Ivan Lendl (270) und Jimmy Connors (268) standen länger ganz oben.
Zeitplan Alle Olympia-Entscheidungen im Überblick

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