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Schwimmen - Olympia 2008: Britta Steffen erreicht das Ziel ihrer Träume

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Olympia 2008 - Schwimmen  

Britta Steffen erreicht das Ziel ihrer Träume

15.08.2008, 12:36 Uhr | dpa

Britta Steffen reckt die Siegesfaust in die Höhe. (Foto: dpa)Britta Steffen reckt die Siegesfaust in die Höhe. (Foto: dpa) Britta Steffen genoss den großen Moment im Wasser. Ganz in sich gekehrt, in Gedanken weit weg. Die Halle tobte, und sie hatte keine Ahnung. "Ich habe nur gedacht: Das genießt du jetzt, egal, was auf der Anzeigetafel steht."

Als sie die eins sah, wusste sie, dass sie am Ziel ihrer Träume war: Gold über 100 Meter Freistil - und "alles war schön". Die Gefühle der 24-Jährigen fuhren Achterbahn: "Zwischen Mama, Papa, ich hab's geschafft und ho, ich habe es mir selbst bewiesen, war alles dabei." Sie umarmte ihre Konkurrentin auf Bahn acht, streckte endlich den Arm zum Zeichen des Sieges in den Himmel.

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Cheftrainer: "Ziehe den Hut vor ihr"

Auf der Tribüne trommelte Michael Vesper mit der Faust auf den Tisch. "Das glaube ich nicht", brüllte der Chef der Mission der deutschen Olympia-Mannschaft immer wieder, "das glaube ich nicht." Aber es war wahr. Britta Steffen hatte Deutschlands Schwimmer 16 Jahre nach Dagmar Hase 1992 in Barcelona in 53,12 Sekunden wieder einen Olympiasieg geschenkt. Cheftrainer Örjan Madsen war begeistert: "Ich ziehe den Hut vor ihr. Sie hat ihr Rennen gemacht, sie hat ihre Stärken ausgespielt und sich durch nichts verrückt machen lassen. Sie ist ein Siegertyp." Schwimmer-Chefin Christa Thiel: "Das war sensationell."


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Vom letzten Platz an die Spitze

Britta Steffen brauchte lange, um zu begreifen, was da im Pekinger Wasserwürfel abgelaufen war. Nach 50 Metern war sie Letzte - dann ging die Post ab: Der australischen Favoritin und Weltrekordlerin Lisbeth Trickett blieb nach einem unwiderstehlichen Spurt von Steffen in 53,16 Sekunden nur Silber. Bronze ging an die US-Amerikanerin Natalie Coughlin (53,39). "Mein Trainer hat gesagt, ich soll auf den zweiten 50 Metern durchziehen, und das habe ich gemacht. Das ist so geil", sagte die Olympiasiegerin.

Kaum ein Auge zugetan

Im Halbfinale hatte sie hoch um eine Außenbahn gepokert, im Finale raubte sie der favorisierten Trickett mit ihrer Aufholjagd den Nerv. Es war "ein Wahnsinnsgefühl". Das Erfolgsrezept: "Ich bin mit Augen zu geschwommen." Bei der Siegerehrung konnte sie nur mit Mühe die Tränen unterdrücken. Der Stress an Land war größer als im Wasser. Britta Steffen wollte endlich mit Freund und Eltern telefonieren. Sie hatte die Nacht davor kaum eine Auge zugetan. Um zwei war sie wach, vertrieb sich die Zeit mit Lesen und Musik: "In Gedanken bin ich immer wieder das Rennen geschwommen."

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Warnatzsch: "Jetzt fühle ich Stolz"

Ihr Trainer Norbert Warnatzsch, der auch Franziska van Almsick betreute, blieb im ganzen Getümmel gelassen. "Das hat sie gut gemacht, gekämpft bis zur Goldmedaille." Einen großen Anteil am Erfolg seines Schützlings habe Steffens persönliche Psychologin, die auch in Peking dabei ist. Warnatzsch: "Es war doch ein ganz schöner Druck da bis zum goldenen Ende. Jetzt fühle ich Stolz, Glück, Erleichterung, Befreiung." Starke Nerven waren gefordert: "Ein bisschen schneller hätte sie schon angehen können."

Medaille soll nicht von Problemen ablenken

Mit ihrem Befreiungsschlag verhinderte Britta Steffen für die deutschen Schwimmer die drohende erste olympische Nullnummer seit 1932 in Los Angeles. Der scheidende Cheftrainer Madsen dachte deshalb auch an die Zukunft: "Diese Goldmedaille ist ein großes Pflaster auf die Wunde. Sie darf nicht dazu dienen, den Teppich über die Probleme zu decken. Wir müssen akzeptieren, dass wir da sind, wo wir sind, nämlich ziemlich weit unten." Die Chance für einen Neuanfang heißt Arbeit: "Mehr, härter und konsequenter."

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