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Handball - Olympia 2008: Deutschen Damen droht das Aus

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Olympische Spiele - Handball  

Handball-Frauen droht das Aus

15.08.2008, 13:47 Uhr | dpa

Enttäuschung pur bei den deutschen Handball-Frauen (Foto: AFP)Enttäuschung pur bei den deutschen Handball-Frauen (Foto: AFP) Den deutschen Handball-Frauen hilft nur noch ein Wunder: Nach der dritten Turnier-Niederlage kann der WM-Dritte nicht mehr aus eigener Kraft das Viertelfinale bei den Olympischen Spielen in Peking erreichen. Nach dem 26:27 (13:13) gegen Schweden ist das Olympia-Aus der Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) kaum noch abzuwenden.

Für den angestrebten Einzug in die K.o.-Runde bei der Rückkehr zu den Olympischen Spielen nach zwölf Jahren muss der EM-Vierte am letzten Spieltag am Sonntag ausgerechnet gegen Weltmeister Russland gewinnen und auf eine Punkteteilung zwischen Schweden und Brasilien hoffen.

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"Niederlage ist jammerschade"

"Wir glauben an ein Wunder. Denn das ist Sport", sagte Bundestrainer Armin Emrich. Doch auch er weiß, "dass alles an einem seidenen Faden hängt". Im Moment seien sie die Unglücklichen. "Diese zweite Niederlage mit einem Tor ist jammerschade", klagte er. Schon den Ungarinnen hatte sich sein Team mit 24:25 knapp geschlagen geben müssen. Zuvor hatten sich die Deutschen gegen Brasilien (24:22) durchgesetzt und deutlich gegen Südkorea (20:30) verloren.

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Tränen der Enttäuschung

Gegen die Schwedinnen warfen vor nur 2000 Zuschauern im Olympic Sports Center Nina Wörz und Anja Althaus (je 5) die meisten Tore. Kreisläuferin Althaus musste in der 58. Minute nach ihrer dritten Zeitstrafe mit Rot vorzeitig vom Feld. Nach dem Schlusspfiff wirkten die deutschen Spielerinnen geschockt, starrten vor sich hin, einige weinten. "Das ist ohne Worte. Wir haben uns hier wieder einmal verprügeln lassen", sagte Abwehrchefin Stefanie Melbeck.

Angriff pomadig, Abwehr löchrig

Böse überrascht vom vorangegangenen 33:32-Erfolg Brasiliens über den Olympia-Zweiten Südkorea wirkten die deutschen Frauen lange Zeit wie gelähmt und fanden überhaupt nicht ins Spiel. Von Beginn an lief der WM-Dritte einem Zwei-Tore-Rückstand hinterher. Nur dank der guten Torhüterin Sabine Englert hielt sich der Rückstand in Grenzen. Das Angriffsspiel war pomadig, die Abwehr präsentierte sich löchrig und bot den Schwedinnen immer wieder beste Torchancen. Allerdings nutzten die Skandinavierinnen, gegen die die deutsche Mannschaft in der Olympia-Vorbereitung 21:21 und 27:24 gespielt hatte, die Möglichkeiten nicht konsequent.

Sogar in Führung gegangen

Das eröffnete der DHB-Auswahl die Chance, das Spiel wenigstens offen zu gestalten. Beim 6:6 (11.) glich der EM-Vierte erstmals aus. Allerdings krankte das deutsche Spiel wie schon in den ersten drei Vorrundenpartien an der schwachen Torausbeute. Nacheinander verwarfen Nadine Krause, Grit Jurack und Anna Loerper jeweils Siebenmeter. Allerdings hatte das Team von Bundestrainer Emrich Glück, dass auch die Schwedinnen fahrlässig mit ihren Torchancen umgingen. So kam Emrichs Mannschaft trotz schwachen Spiels beim 12:11 (27.) zur ersten Führung, büßte diese aber bis zur Pause wieder ein.

Mangelnde Durchschlagskraft entscheidend

Mit wesentlich mehr Schwung kam die deutsche Mannschaft aus der Kabine. Vier Treffer in Folge bescherte dem Olympia-Rückkehrer eine scheinbar beruhigende und komfortable 17:14-Führung (38.). Sicherheit aber kehrte trotzdem nicht ins Spiel ein. Durch mangelnde Durchschlagskraft im Angriff gingen viele Bälle und dann auch der Vorsprung wieder verloren. Allerdings bewies der EM-Vierte Leidenschaft und ließ sich davon nicht demoralisieren, kämpfte gegen die drohenden Niederlage, unterlag am Ende aber unglücklich.

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