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Bundesliga - 50+1-Kontroverse: Kind erwägt Klage gegen die DFL

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Bundesliga - 50+1-Kontroverse  

50+1-Regel: Kind erwägt Klage gegen die DFL

16.08.2008, 13:36 Uhr | dpa

Will den deutschen Profi-Fußball international konkurrenzfähiger machen: Martin Kind. (Foto: imago)Will den deutschen Profi-Fußball international konkurrenzfähiger machen: Martin Kind. (Foto: imago) Die nächste Runde ist eröffnet: In der Diskussion um die Öffnung der Bundesliga für den internationalen Kapitalmarkt hat sich Martin Kind zu Wort gemeldet. Der Vorstandsvorsitzende von Hannover 96 forderte wiederholt die Abschaffung der 50+1-Regel im deutschen Profifußball und hält eine Klage gegen die Deutsche Fußball-Liga (DFL) für möglich.

Hertha BSC Berlins Manager Dieter Hoeneß dagegen wehrt sich gegen die Möglichkeit einer mehrheitlichen Übernahme durch einen Investor.

50+1-Regel DFL entscheidet Endes des Jahres

International konkurrenzfähiger?

Die 50+1-Regel besagt, dass die Vereine eine Aktienmehrheit an ausgegliederten Spielbetriebs-Gesellschaften behalten müssen. Kind hält dies für überholt und verspricht sich von der Abschaffung der Regel eine verbesserte Konkurrenzsituation für die Vereine im internationalen Vergleich. "Das Anforderungsprofil an einen Profi-Klub hat sich fundamental verändert. Wir sprechen hier über mittlere bis große mittelständische Unternehmen. Wichtig ist doch: Jeder Verein könnte doch immer noch selbst entscheiden, ob er Anteile verkauft oder nicht", sagte Kind der Zeitung "Die Welt".

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Unterstützung von Hopp

Für eine Abschaffung der Regel wäre jeweils eine Zweidrittel-Mehrheit der Mitgliederversammlungen des Ligaverbandes und des Deutschen Fußball-Bundes notwendig. Kind geht davon aus, dass noch in diesem Jahr eine Entscheidung fällt. Sollte die Regel bestehen bleiben, äußerte er die Möglichkeit einer Klage gegen die DFL: "Mit unserem Verein wollen wir alles im Konsens regeln. Aber die Möglichkeit einer Klage gibt es natürlich." Unterstützung erhielt Kind durch Dietmar Hopp. Der milliardenschwere Mäzen von 1899 Hoffenheim hält derzeit 49 Prozent der Spielbetriebs-GmbH Hoffenheims.

Hoeneß-Brüder entschieden dagegen

Dagegen bekräftige Hoeneß seine Ablehnung gegen einen mehrheitlichen Investor-Einstieg. "Eine Übernahme von Hertha ist undenkbar", sagte er der "Berliner Zeitung". Hoeneß schloss ein generelles Investment eines "strategischen Partners" jedoch nicht aus: "Es muss zusammen passen, wem man vielleicht 30 Prozent der Anteile verkauft." Auch der Manager von Branchenprimus Bayern München, Uli Hoeneß, gilt als vehementer Befürworter der 50+1-Regel. Dennoch hat der Bruder des Hertha-Managers 2002 zehn Prozent der Anteile der Bayern München AG an adidas verkauft.

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