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Olympia 2008 - Wasserball  

Bundestrainer Stamm lässt seine Zukunft offen

18.08.2008, 14:45 Uhr | dpa

Bundestrainer Hagen Stamm istnach dem Ausscheiden enttäuscht (Foto: imago)Bundestrainer Hagen Stamm istnach dem Ausscheiden enttäuscht (Foto: imago) Enttäuschung bei den deutschen Wasserballern. Nach dem K.O. der Nationalmannschaft im Kampf um die Medaillen des olympischen Wasserball-Turniers lässt Bundestrainer Hagen Stamm seine persönliche Zukunft offen. "Ich werde vier Wochen ins Land gehen lassen und dann weitersehen", sagte der 48-Jährige nach dem 7:8 (2:3, 1:2, 2:2, 2:1) gegen die USA.

Stamms Vertrag läuft nach Olympia aus, seine Spieler bangen um die weitere Zusammenarbeit.

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Kampf um goldene Ananas

"Ich hoffe, dass er weitermacht", warb der fünffache Torschütze Heiko Nossek um das Ja-Wort des früheren National-Centers Stamm, der nach der dritten Niederlage im entscheidenden fünften Vorrundenspiel fertig mit sich und der Welt war: "Meine Enttäuschung ist groß. Jetzt geht es nur noch um die goldene Blumenvase." Platz vier in der Gruppe B führt zwangsläufig zum Rückschlag: Vor vier Jahren in Athen kehrte die Stamm-Auswahl mit Rang fünf in die Weltklasse zurück, jetzt spielt der WM-Achte von 2007 um die Ränge sieben bis zehn.

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Wasserballer sollen Frust ertränken

Stamms Reaktion auf die knappe Niederlage gegen den Weltliga-Zweiten USA war wie häufig in solchen Situationen: Er wollte seine Schützlinge irgendwie moralisch aufbauen. "Ich werde die Jungs erstmal zum Biertrinken schicken. Sie sollen die Köpfe freibekommen." Das erste Platzierungsspiel steht erst am Freitag an.

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Zu wenige in Normalform

"Unsere Enttäuschung ist riesig groß, insgeheim hatten wir mit dem Halbfinale geliebäugelt", sagte Nossek, der nicht mit Kritik an seinen Mitspielern sparte: "Es geht nicht, dass nur einer trifft." Außer dem 26-Jährigen waren lediglich Thomas Schertwitis (Kasan/Russland), Moritz Oeler vom deutschen Meister Spandau 04 Berlin und der Duisburger Tobias Kreuzmann erfolgreich.

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Deutschland verpasst Sieg

Nach einem 2:5-Rückstand glich der zweimalige Europameister Deutschland zwar noch aus und zeigte dabei "eine wunderbare Moral" (Stamm). Doch spätestens mit dem 6:8 durch Adam Wright war die Sache entschieden und die Medaillenrunde verpasst. Nosseks 7:8 kam zu spät. Und selbst der nicht gegebene Ausgleichstreffer von Schertwitis 23 Sekunden vor Schluss hätte nichts mehr genützt, weil Deutschland zum Weiterkommen einen Sieg gebraucht hätte.

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