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Olympia 2008 - Reiten  

Deutsche Springreiter gehen in Hongkong unter

18.08.2008, 18:26 Uhr | t-online.de, dpa

Meredith Michaels-Beerbaum (Foto: ddp) Schlappe Aufholjagd, keine Medaille - stattdessen ein Debakel: Die deutschen Springreiter haben in der finalen Runde des Mannschafts-Wettbewerbs erneut bitter enttäuscht und sind nach Platz fünf erstmals seit 1992 in Barcelona ohne Medaille geblieben.

Die Topfavoriten versäumten in Hongkong nach dem völlig verpatzten Auftakt die Wiedergutmachung und mussten zusehen, wie sich die Equipe der USA im Stechen gegen Kanada Gold holte. Bronze gewann Norwegen.

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Trainer und Reiter völlig frustriert

Der viermalige Olympiasieger Ludger Beerbaum fand klare Worte für die Pleite: "Man muss deutlich sagen, wir haben total versagt. Wir könnten auch noch drei Tage reiten. Dann käme auch nichts dabei raus." Auch Bundestrainer Kurt Gravemeier war am Boden zerstört: "Das ist die bitterste Niederlage meiner Karriere."

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Siegerpodest klar verpasst

Schon nach dem schwachen Auftritt am Sonntag mit dem achten Rang waren die Medaillen in weite Ferne gerückt. Christian Ahlmann mit seinem Pferd Cöster, Marco Kutscher mit Cornet Obolensky, Meredith Michaels-Beerbaum mit Shutterfly und Beerbaum mit All Inclusive hatten sich für das Finale trotzdem viel vorgenommen. Doch auch eine Videoanalyse ihrer verkorksten Ritte brachte offenbar nicht mehr die notwendigen Erkenntnisse. Mit 34 Strafpunkten verpasste die erfolgsverwöhnte Equipe das Siegerpodest deutlich.

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Risiko wird nicht belohnt

Bei dem ersten deutschen Starter Ahlmann sah es lange gut aus. Doch am letzten Hindernis fiel eine Stange. Kutscher lieferte mit 19 Strafpunkten wie schon am Vortag das Streichergebnis. "Ein bisschen Risiko musste ich gehen. Das ist in die Hose gegangen", sagte der Olympia-Dritte von Athen. Auch die deutsche Meisterin Michaels-Beerbaum blieb nicht ohne Abwurf.

Quali für die Einzelwertung geschafft

Deutschlands Vorreiter Beerbaum machte es auch nicht besser: Wegen einer Verweigerung und mit Zeitfehler kam der 44-Jährige auf sechs Strafpunkte. "Cornet war ein totaler Aussetzer. Die anderen waren wenigstens gut", sagte Gravemeier. Immerhin schafften Michaels-Beerbaum (16.), Ahlmann (31.) und Beerbaum (33.) den Sprung unter die besten 35 und qualifizierten sich für das Einzel-Finale. Ein Trost: Dann geht es wieder bei Null los. Dass die deutsche Mannschaft überhaupt noch die Schlussrunde erreicht hatte, hatte sie am Vorabend dem Australier Matt Williams zu verdanken. Der letzte Reiter des Außenseiter-Teams verhalf den strauchelnden Favoriten nach einem Abwurf zum Sprung in die zweite Runde.

Keine fehlerfreie Runde

Die deutschen Springreiter hatten bereits in der ersten Einzel-Qualifikation schwer enttäuscht und aufgrund einer unverständlichen Taktik mit langsamen Ritten reichlich Strafpunkte gesammelt, so dass es in den insgesamt acht Runden vor dem letzten Tag des Mannschafts-Wettbewerbes keine einzige fehlerfreie Runde gab. "Das geht natürlich nicht", sagte Gravemeier: "Aber ich habe keine Erklärung dafür."

Ärger um Whitacker

Aufregung hatte es kurz vor dem Start noch um die Start-Genehmigung von John Whitaker gegeben. Der Brite hatte am Sonntag auf einen Start verzichtet, weil sein Pferd Peppermill Rückenschmerzen hatte. Die Ground Jury stimmte einem Start am Montag zunächst zu, doch nach einem Protest verhinderte die letzte Instanz, das Appeal Commitee, Whitakers Ritt mit Verweis auf das Regelwerk. Während sieben Nationen den Protest unterstützten, verzichtete der deutsche Verband FN. "Wir finden das unsportlich", sagte FN-Generalsekretär Hanfried Haring: "So etwas kann jedem mal passieren."

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