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Olympia 2008 - Handball  

Frühes Scheitern kommt nicht überraschend

18.08.2008, 21:07 Uhr | t-online.de

Die größte Baustelle von Bundestrainer Heiner Brand ist die Spielmacherposition. (Foto: Reuters)  Die größte Baustelle von Bundestrainer Heiner Brand ist die Spielmacherposition. (Foto: Reuters) Aus Peking berichtet Arne Henkes

18 Monate nach dem sensationellen Triumph bei der Weltmeisterschaft im eigenen Land sind die deutschen Handballer auf dem Boden der Tatsachen angekommen. Die Enttäuschung schien sich in Grenzen zu halten, stattdessen ging Bundestrainer Heiner Brand sofort zur Analyse über: Die Ursachen für das Ausscheiden machte er im Angriff aus. Am Ende steht die Erkenntnis, dass das frühe Scheitern keinesfalls überraschend kommt.

Natürlich fehlten Spieler wie Pascal Hens, Oleg Velyky und auch Lars Kaufmann. Aber Brand hat in den letzten Jahren gelernt, mit dem Spielermaterial auszukommen, dass ihm nach Abzug aller Verletzten zur Verfügung steht. Daher verlor der Bundestrainer auch kein Wort über das Fernbleiben von Markus Baur.

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Bitter mit gutem Turnier

Im Tor überzeugte Johannes Bitter über weite Strecken, die Wachablösung zwischen den deutschen Pfosten ist damit wohl endgültig vollzogen. Die vom ehemaligen Abwehrspezialisten Brand getrimmte 6:0-Abwehr kam zwar nicht an die WM-Form heran, doch im Schnitt 26 Gegentore zeugen von der Qualität von Oliver Roggisch und Co.

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Kraus führt Torjägerliste an

Bleibt das Sorgenkind, der Angriff. Im Vorfeld war viel über Michael Kraus diskutiert worden. Nach der EM von Brand aus disziplinarischen Gründen suspendiert, war der Lemgoer der Aktivposten im deutschen Angriffsspiel und genau daran krankte die deutsche Offensive: Mit 38 Treffern führt der explosive Kraus die Torjägerliste nach der Vorrunde an. Im Grunde traf der 24-Jährige aus allen Lagen, nur in der ihm zugedachten Rolle als Spielgestalter war er überfordert. Vielleicht weil er kein klassischer Spielmacher sein kann, oder sein will?

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Glandorf hängt in der Luft

Holger Glandorf und bis zu seiner Verletzung Pascal Hens, hingen in der Luft, wenn Kraus kraftvoll durch des Gegners Defensive preschte. Es schien, als wollte der WM-Held die verunsicherte Mannschaft im Alleingang in die nächste Runde schießen und dabei die Erinnerungen an die EM in Norwegen zunichte machen. Nach der Verletzung von Hens rückte Kraus auf die Königsposition im linken Rückraum und zeigte, dass er hier seine Stärken noch besser zur Geltung bringen kann.

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Köhrmann wirkt hilflos

An der Grundvoraussetzung im deutschen Spiel änderte sich durch den erzwungenen Positionswechsel wenig. Oliver Köhrmann wirkte in der Spielmacher-Rolle noch hilfloser, in der Folge verhungerten die Kreisläufer und die Last des Torewerfens lastete alleine auf den Schultern des WM-Helden.

Wer soll das Spiel lenken?

Man kann sicher keinem Spieler vorwerfen, zu viele Tore zu werfen. Aber Brand wird sich fragen müssen, wie er seine Mannschaft auf den Erfolgsweg zurückführt. Er braucht einen verlängerten Arm auf dem Feld, der die Fäden im Angriffsspiel für ihn zieht, einen neuen Markus Baur. Dabei hat er zwei Möglichkeiten: Er feilt weiter an dem Rohdiamanten Kraus und beraubt ihm damit möglicherweise seines explosiven Dranges zum Tor oder er sucht sich einen neuen Mann für die Rolle des Spielgestalters. Aufgrund dieser Probleme kommt das unglückliche Ausscheiden des Weltmeisters wenig überraschend.

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