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Olympia 2008 - Triathlon: Jan Frodeno lässt die Konkurrenz stehen

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Olympia 2008 - Marathon  

Frodeno lässt beim Schlussspurt die Konkurrenz stehen

19.08.2008, 11:23 Uhr | dpa, t-online.de

Jan Frodeno freut sich über seinen Olympiasieg. (Foto: dpa)Jan Frodeno freut sich über seinen Olympiasieg. (Foto: dpa) Im Ziel schrie er seine Freude mit einem inbrünstigen "Deutschlaaaand" heraus, bei der Pressekonferenz blickte er ungläubig auf die glänzende Medaille: In der Hitzeschlacht von Peking hat Jan Frodeno acht Jahre nach dem Silber-Jubel von Stephan Vuckovic das erste Olympia-Gold für Deutschlands Triathleten erkämpft.

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Schönstes Geburtstagsgeschenk

"Ich konnte nicht glauben, was passiert ist. Das ist ein Moment, von dem man immer träumt", sagte Frodeno, der sich selbst einen Tag nach seinem 27. Geburtstag das schönste Geschenk machte. Etwa 150 Meter vor dem Ziel zog der Saarbrücker einen unwiderstehlichen Spurt an und ließ Sydney-Olympiasieger Simon Whitfield aus Kanada um fünf Sekunden hinter sich. Dritter wurde Bevan Docherty aus Neuseeland, der vor vier Jahren in Athen noch Silber geholt hatte.

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Tausende Trainingskilometer zahlen sich aus

"Es war ein sehr weiter, ein sehr langer Weg. Ich bin durch dick und dünn mit meinen Freunden und meiner Familie gegangen", sagte Frodeno, der von seinen Eltern angefeuert und nach dem Sieg überglücklich geherzt wurde. "Das kommt alles in einem Moment zusammen - innerhalb von diesen 90 Sekunden bei der Nationalhymne lässt du das ganze Leben an dir vorbeilaufen", beschrieb Frodeno den Moment der Siegerehrung. Grundlage für den Triumph waren Tausende von Trainings-Kilometern: 1100 im Wasser, 12.500 auf dem Rad und 4400 zu Fuß. Sie zahlen sich doppelt aus. "Mir fällt ein, dass ich ja ein paar ganz gut dotierte Prämien bekomme", meinte Frodeno schmunzelnd.

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Unger freut sich mit dem Sieger

Geschlagen geben musste sich bei Temperaturen von über 30 Grad und einer Luftfeuchtigkeit von über 80 Prozent Ex-Weltmeister Daniel Unger, der Sechster wurde. Christian Prochnow belegte Platz 15. "Ein vierter Platz wäre noch schlimmer gewesen. Ich habe ein gutes, aber kein sehr gutes Rennen gemacht", sagte der als einer der Topfavoriten ins Rennen gestartete Unger. Er freute sich im Ziel umso mehr mit Frodeno und nahm ihn mit einem lauten "Frodo" in die Arme. "Was für ein geiler Sprint", rief der ehemalige deutsche NOK-Chef Klaus Steinbach dem Sieger zu. Persönlich gratulieren konnte er ihm nicht. Ein übereifriger Volunteer versperrte ihm den Weg.

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Revanche für einen Landsmann

Auch der geschlagene Whitfield zollte Frodeno seinen Respekt: "Er war spektakulär." Der Kanadier weiß, wovon er spricht: Vor acht Jahren hatte er dem Deutschen Vuckovic den fast schon sicher geglaubten Olympiasieg noch entrissen.

Aus Fehlern gelernt

Frodeno hatte in diesem Jahr selbst bereits einige Rennen im Spurt verloren, nun waren die letzten Meter der Schlüssel zum Erfolg. "Daraus zieht man seine Lehren", sagte er. Taktisch clever blieb Frodeno, der zuvor noch keinen Weltcupsieg hatte landen können, von Beginn an in Schlagweite zur Konkurrenz um Weltmeister Javier Gomez, der am Ende Vierter wurde. Nach den 1,5 Kilometern Schwimmen im 27,2 Grad warmen Wasser des Stausees wechselte der gebürtige Kölner als Zwölfter aufs Rad: Auf der 40 Kilometer langen Strecke ließ sich Frodeno bei brütender Hitze nicht von Ausreißversuchen locken oder aus dem Konzept bringen.

Auf den letzten Metern nur noch "Augen zu und durch"

Nachdem eine Dreiergruppe zwischenzeitlich über 40 Sekunden auf dem Rad herausgefahren hatte, fiel die Entscheidung wie erwartet am Ende des 10-Kilometer-Laufs. "Augen zu und durch und nicht daran denken, dass die Besten der Welt neben dir sind", so Frodenos Devise für die letzten Meter.

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