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Olympia 2008. Fabian Hambüchen spricht über "diese verdammte Goldmedaille"

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Olympia 2008 - Turnen  

Hambüchen: „Diese verdammte Goldmedaille“

19.08.2008, 17:44 Uhr | t-online.de

Aus Peking berichtet Arne Henkes

Fabian Hambüchen freut sich über Bronze (Foto: ddp) Es sollte Fabian Hambüchens goldener Olympia-Moment werden, am Ende sprang am Reck für den Favoriten die Bronzemedaille heraus. Der Welt- und Europameister belegte hinter dem chinesischen Mannschafts-Weltmeister Zou Kai aus China und Jonathan Horton aus den USA den dritten Platz. Im t-online.de-Interview spricht Hambüchen über seine Gefühle nach dem Finale.

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Herr Hambüchen, nach drei vierten Plätzen bei diesen Spielen. Was ist das für ein Gefühl, die Bronzemedaille gewonnen zu haben?

Hambüchen: Es ist schwer und kompliziert zu sagen, ich war in der letzten Zeit so fixiert auf diese verdammte Goldmedaille, dass ich mich noch gar nicht richtig über Bronze freuen kann. Dabei ist das ein Riesenerfolg.

Haben Sie den Druck gespürt?

Klar habe ich gemerkt, dass der Druck nicht kleiner wurde in den letzten Tagen. Ich habe mich einfach zu sehr auf Gold konzentriert, das war eine fast dumme Einstellung, die ich da hatte. Man kann sich das erhoffen oder wünschen, aber wenn man sich dann so darauf fixiert und sich im ersten Moment gar nicht über Bronze freut, muss man sich fragen, was man die letzten Tage, Wochen, Monate gemacht hat. Aber es ist klar woher das kommt, wenn die ganze Zeit nur von Gold geredet wird. Da dreht man selbst irgendwann am Rad. Von daher bin ich glücklich mit der Bronzemedaille und hebe mir noch was auf für London. Wenn es da klappt, wäre es traumhaft. Falls nicht, habe ich zumindest einmal in meinem Leben eine Bronzemedaille bei den Olympischen Spielen gewonnen.

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Was haben Sie gedacht, als sie merkten, dass es bei Ihnen nicht optimal läuft?

In dem Moment hat sich gar nichts mehr in meinem Kopf abgespielt. Da wollte ich die Übung einfach nur fertig turnen und den Abgang stehen. Nach der Übung dachte ich dann, das war's, Medaille adé.

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Wie haben Sie den Wettkampf dann weiter verfolgt?

Wie gesagt, ich habe gar nicht mehr an eine Medaille geglaubt. Aber als einer nach dem anderen runtergepurzelt ist und ich vor dem letzten Turner noch auf drei lag, ging mir schon ganz schön die Pumpe.

Wie angespannt waren Sie vor dem Finale?

Ach, das war gar nicht so schlimm. Da ich vorher das Barrenfinale hatte, war ich relativ warm und hab mich gut gefühlt. Das war keine Sache der Nervosität, weshalb es nicht geklappt hat.

Woran hat es dann gelegen?

Es war einfach nicht unsere Woche, es waren einfach nicht unsere optimalen Olympischen Spiele. Aber ich kann von Glück reden, dass ich noch so jung bin, dann kann ich in vier Jahren in London noch mal angreifen.

Was haben Sie Goldmedaillengewinner Zou Kai gesagt, Sie haben sehr lange mit ihm geredet?

(Lacht) Man muss sehr langsam mit ihm reden, damit er es überhaupt versteht. Deswegen sah es vielleicht etwas länger aus, als es wirklich war. Ich habe ihm gratuliert und ihm gesagt, dass er es verdient hat. Er hat es echt verdient mit der Übung, genauso wie es Jonathan Horton verdient hat Silber zu holen.

Sie sind direkt nach der Übung zu Igor Cassina gegangen. Wussten Sie da schon, dass es für Bronze reicht?

Sicher war ich da noch nicht. Ich habe ihm einfach gesagt, dass es mir Leid tut, dass er nicht durchgekommen ist. Und er hat nur gesagt, dass es ihm auch für mich Leid tut und dann haben wir einfach nur abgewartet. Ich wünsche es keinem Turner, dass er seine Übung verpatzt, erst recht nicht Igor. Seit Athen verstehe ich mich mit ihm richtig gut.

Wie schlimm wäre es für Sie gewesen nach drei vierten Plätzen auch in diesem Wettbewerb mit leeren Händen dazustehen?

Heute habe ich vor dem Barrenfinale zu Thomas Andergasser gesagt, pass' auf ich lande auf dem vierten und platsch, ist es passiert. Nach der Reckübung hätte es nach meiner Rechnung auch der vierten Platz werden müssen. Doch jetzt bin ich doch der Dritte und freue mich riesig, aber ich brauche einfach noch ein bisschen Zeit.

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