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Schwimmen - Olympia 2008: Beinamputierte du Toit schwimmt auf Platz 16

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Olympia 2008 - Schwimmen  

Natalie du Toit: "Mit Fast-Food und Icecream feiern"

20.08.2008, 13:18 Uhr | sid

Hat auch nach einer Beinamputation nicht aufgegeben: Schwimmerin Natalie du Toit. (Foto: Reuters)Hat auch nach einer Beinamputation nicht aufgegeben: Schwimmerin Natalie du Toit. (Foto: Reuters) Selten löste ein 16. Platz bei Olympia ein solches Medieninteresse aus, doch Natalie du Toit hat auch etwas Einmaliges vollbracht: Die Südafrikanerin bestritt als erste Beinamputierte einen Olympia-Wettkampf. "Für mich ging ein Traum in Erfüllung", sagte die Schwimmerin nach ihrem Rennen über die 10-Kilometer-Langstrecke.

Vor sieben Jahren verlor die in Kapstadt lebende Studentin ihr linkes Bein bei einem Unfall. Du Toit war mit ihrem Motorroller zum Training unterwegs, als eine Autofahrerin sie beim Ausparken erfasste.

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Schwimmen als Therapie

Das Schwimmen und damit ihren Olympia-Traum aufzugeben, kam für die 24-Jährige nie in Frage: "Im Wasser fühle ich mich komplett frei. Ich springe rein und schalte alles andere aus. Da denke ich nicht daran, dass mir ein Bein fehlt." Zudem bedeutet der Wettkampf mit Nicht-Behinderten für die fünfmalige Siegerin der Paralympics von Athen ein Stück zurückgewonnene Normalität.

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Mit Fast-Food ausspannen

Der einzige Moment, in dem sie sich behindert fühle, "ist, wenn ich zum Start gehe und meine Beinprothese abnehme". Mitleid will die WM-Vierte nicht: "Ich will im Leben nichts geschenkt bekommen." Nach Olympia nimmt die frühere Afrikameisterin in Peking auch die Paralympics mit sechs Disziplinen in Angriff. "Aber jetzt wird erstmal mit Fast-Food und Icecream gefeiert", sagte du Toit, die als Fahnenträgerin bei der Eröffnung die südafrikanische Mannschaft ins Olympiastadion führen durfte.

"Alles ist möglich"

An das enorme Interesse an ihrer Person hat sie sich inzwischen gewöhnt, sie nutzt es sogar für ihre Zwecke. Südafrikas Sportlerin des Jahres 2002, die in ihrer Heimat Motivationskurse abhält, möchte anderen Menschen ein Vorbild sein. "Ich habe eine Botschaft an alle: Ihr könnt alles erreichen, was ihr wollt. Ihr müsst nur hart genug dafür arbeiten."

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