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Frauenfußball - Olympia 2008: Bajramaj sichert Deutschland Bronzemedaille

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Fussball  

Bajramaj sichert Deutschland Bronzemedaille

21.08.2008, 16:40 Uhr | sid, dpa

Sie war der Matchwinner im Kampf um Bronze: Die deutsche Fatmire Bajramaj. (Foto: afp)Sie war der Matchwinner im Kampf um Bronze: Die deutsche Fatmire Bajramaj. (Foto: afp) Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft hat sich mit dem Gewinn der Bronzemedaille für den geplatzten Traum vom ersten Olympia-Gold entschädigt. Die Mannschaft von Silvia Neid setzte sich im Spiel um Platz drei dank zweier Tore von Fatmire Bajramaj in der 68. und 87. Minute mit 2:0 (0:0) gegen Japan durch und sicherte sich nach 2000 und 2004 zum dritten Mal Rang drei.

"Ich freue mich sehr, dass es mit Bronze doch geklappt hat und wir den deutschen Medaillenspiegel etwas anheben konnten. Natürlich gibt es einiges, was in Zukunft zu verbessern ist. Aber so sind wir nicht ganz umsonst hierhergefahren", sagte Neid. Im Finale besiegte die USA Brasilien mit 1:0 durch einen Treffer von Carli Lloyd.

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Japan überraschend stark

"Ich bin überzeugt, dass ihr Bronze holt", hatte der Präsident des deutschen Fußball Bundes (DFB), Theo Zwanziger, die Mannschaft vor dem Spiel auf die schwere Aufgabe eingeschworen. Doch unter den Augen des Verbandsbosses und weiterer 49.285 Fans im Pekinger Arbeiterstadion diktierte zunächst Japan das Geschehen. Die Asiatinnen spielten quirliger und selbstbewusster, Deutschland bei seinen wenigen Gegenstößen zu schlampig.

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Angerer wieder überragend

Die deutsche Auswahl hatte Glück, dass sie Mitte der ersten Hälfte nicht in Rückstand geriet, als Japan drei gute Möglichkeiten innerhalb von nur 60 Sekunden vergab: Zweimal rettete Torfrau Nadine Angerer, die trotz einer Bauchmuskelzerrung von Beginn an spielte. Bei der dritten Gelegenheit klärte Melanie Behringer auf der Linie.

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Offensive Durchschlagskraft fehlt

Von der deutschen Offensivabteilung war lange nichts zu sehen. Nicht von Sandra Smisek, die wieder für Anja Mittag ran durfte. Und auch nicht von Birgit Prinz in ihrem 19. und letzten Olympia-Spiel. Mit Ariane Hingst gab bezeichnenderweise eine Verteidigerin den ersten deutschen Torschuss ab (30.). Kurz vor der Pause setzte sich Prinz erstmals durch, hinter ihren Kopfball brachte sie jedoch keinen Druck - er landete neben dem Tor.

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Schwächen im Mittelfeld

Neid reagierte auf die durchwachsene Leistung und ließ nach der Pause erstmals Conny Pohlers für Smisek ran. Doch die ersten Torchancen hatte wieder Japan, Angerer hielt jeweils sicher. Prinz und Pohlers bekamen indes kaum Bälle aus dem Mittelfeld, wo Renate Lingor in ihrem letzten Länderspiel nicht effektiv genug arbeitete.

Bajramaj sorgt für deutschen Jubel

Wenn die deutsche Auswahl dann doch mal in Tornähe auftauchte, fehlte oftmals das Glück. Etwa bei Pohlers Schuss, der in der Abwehr hängenblieb (57.). Der erste gut heraus gespielte Angriff führte elf Minuten später jedoch zur Führung: Pohlers flankte von rechts, Kerstin Garefrekes köpfte, die japanische Torfrau wehrte viel zu kurz ab - und die eingewechselte Bajramaj vollstreckte mit links aus spitzem Winkel.

Chinesen pfeifen Japan aus

Das Tor wirkte befreiend auf die favorisierte deutsche Elf. Endlich funktionierten Spielzüge, endlich kamen Bälle aus der Zentrale und die Stürmerinnen in Schussposition. Garefrekes hatte in der 78. Minute das 2:0 auf dem Kopf, verfehlte das Tor aber knapp. Wiederum Bajramaj machte den Sieg mit ihrem zweiten Treffer perfekt. Die nun immer selteneren Angriffe der Japanerinnen wurden vom überwiegend chinesischen Publikum mit Buh-Rufen begleitet, die Fans sehnten den deutschen Sieg herbei.

USA: Mit starker Defensive zum Titel

Die Fußball-Frauen der USA haben Brasiliens Ballkünstlerinnen entzaubert und durch einen 1:0-Endspielsieg zum dritten Mal nach 1996 und 2004 Olympia-Gold gewonnen. In der Final-Neuauflage der Spiele von Athen war es Lloyd, die vor 51.612 Zuschauern in der sechsten Minute der Verlängerung für den goldenen Treffer sorgte. Wie schon beim 4:1-Sieg im Halbfinale gegen Deutschland brillierten die brasilianischen Ballzauberinnen technisch und spielerisch. Allerdings ließ die kompakte US-Defensive den schnellen Stürmerinnen Marta und Cristiane nur wenig Raum, so dass Chancen Mangelware blieben.

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