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Taekwondo - Olympia 2008: Manz und sein Trainer hadern mit den Punktrichtern

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Olympia 2008 - Taekwondo  

Manz und sein Trainer hadern mit den Punktrichtern

21.08.2008, 17:53 Uhr | dpa

Trainer Waldemar Helm (li.) tröstet seinen Schützling Daniel Manz. (Foto: Reuters)Trainer Waldemar Helm (li.) tröstet seinen Schützling Daniel Manz. (Foto: Reuters) Der verlorene Kampf um Bronze von Daniel Manz hat Taekwondo-Trainer Waldemar Helm in Rage gebracht. "Das ist eine gestohlene Bronzemedaille", schimpfte der Männer-Bundestrainer nach dem kleinen Finale in der 68-Kilo-Klasse. "Der Heimvorteil hat den Ausschlag gegeben."

Kurz zuvor hatte sein Schützling aus Friedrichshafen gegen Weltmeister Sung Yu-Chi aus Taiwan umstritten mit 3:4 verloren. Acht Sekunden vor Kampfende erhielt der von 6000 Chinesen gefeierte Landsmann den Siegpunkt zugesprochen. Manz stürzte aus der Halle und wollte das Ergebnis nicht kommentieren. "Das muss ich erst verarbeiten", sagte er und entschwand. Das Reden überließ er seinem Trainer.

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Helm: "Daniel gehört die Zukunft"

"Daniel war besser", zürnte Helm. "Mindestens zwei Punkte hätte er mehr bekommen müssen, der Taiwaner dagegen einen weniger." Der Coach zollte seinem Schützling Anerkennung. "Er ist psychisch sehr stark. Ihm gehört die Zukunft. In vier Jahren macht er eine Medaille."

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Elektronische Hilfe für mehr Gerechtigkeit

Taekwondo hat ein großes Manko: Die Punktevergabe gibt Rätsel auf und entbehrt einer objektiven Grundlage. Klare Körper- oder Kopftreffer werden von den vier Punktrichtern gelegentlich ignoriert. Sportler fühlen sich nicht selten verschaukelt. Dass beim Taekwondo bald die elektronische Treffererfassung ähnlich wie beim Fechten Einzug halten wird, sieht Manz deshalb als große Erleichterung an. "Es wird Zeit. Es muss gerecht zugehen", sagte er.

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Gold für Südkoreaner Son Taejin

Manz war nach Pleiten der Europameister Levent Tuncat und Sümeyye Gülec am Vortag der erste deutsche Taekwondo-Kämpfer, der Siege bei Olympia verbuchen konnte. Im Auftakt-Gefecht hatte er den Kirgisen Rasul Abduram mit 1:0 und in der Trostrunde Vizeweltmeister Nesar Ahmad Bahave aus Afghanistan mit 4:3 bezwungen. Gegen Ex-Weltmeister Mark Lopez aus den USA gab es dagegen im Viertelfinale eine 1:3-Niederlage. Gold eroberte der Südkoreaner Son Taejin durch ein 3:2 im Finale gegen Lopez. In der 57-Kilo-Klasse der Frauen wurde Lim Sujeong Olympiasiegerin durch ein 1:0 über die Türkin Azize Tanrikulu.

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