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Olympia 2008: Pekinger Organisationskomitee schimpft über Presse

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Olympia 2008 - BOCOG/IOC  

"Die Geschichte wird zeigen, wie China wirklich ist."

22.08.2008, 14:28 Uhr | dpa

Hat die Nerven verloren: BOCOG-Generalsekretär Wang Wei. (Foto: afp)Hat die Nerven verloren: BOCOG-Generalsekretär Wang Wei. (Foto: afp) Zwischen den Olympia-Machern und der internationalen Presse kracht es gewaltig. Auf einer Pressekonferenz des Pekinger Organisationskomitees BOCOG explodierte Generalsekretär Wang Wei nach einer neuerlichen Frage zu chinesischen Repressalien in Tibet: "Das zeigt, wie voreingenommen manche Medien sind und wie wenig sie von China verstehen."

Für kritische Berichterstattung machte Wang Sensationsgier verantwortlich: "Die Medien wollen jeden Tag ihre Artikel schreiben. Aber sie sollen die Wahrheit schreiben." Unterstützung bekam Wang Wei von Giselle Davies, Chefsprecherin des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), die ebenfalls an der Pressekonferenz teilnahm.

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War es falsch Peking die Spiele zu geben?

Genervt von ständigen Fragen zu Menschenrechtsverletzungen, Tibet und Protesten attackierte der BOCOG-Generalsekretär die ausländischen Journalisten: "Die Geschichte wird zeigen, wie China wirklich ist." Der Streit hat eine tiefere Bedeutung: Es wird um das historische Erbe Pekings gerungen - ob es richtig oder falsch war, Olympia 2001 an China zu geben. Das IOC glaubt, dass die chinesischen Spiele trotz negativen politischen Echos positiv in die Historie eingehen werden.

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Abenteuerliche Erklärungen

Momentan ist es allerdings schwierig, die wahre Lage in Tibet zu erforschen, denn das größte Hochland der Welt wird immer noch weitgehend abgeschottet; sogar der Informationsfluss der tibetischen Exilregierung in Indien ist versiegt. Für die Einschränkungen fand Wang am Freitag eine neue Begründung: Neben der öffentlichen Sicherheit werde der Umweltschutz in Tibet durch zu viele Besucher gefährdet.

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IOC verteidigt China weiterhin

Davies stellte sich trotz einzelner Kritik an Verhaftungen, Menschenrechtsverletzungen und Zensur auf die Seite der chinesischen Organisatoren. China habe "große Fortschritte" gemacht. Und unter Verweis auf die erstklassige Organisation der Spiele bekräftigt die zierliche Britin: "Wir sehen uns bestätigt, dass es die richtige Entscheidung war, nach China zu kommen." Denn jede andere Aussage würde bedeuten, dass das IOC selbst die Vergabe der Spiele an Peking nachträglich in Frage stellt.

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