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Pferdesport - Olympia 2008: Ahlmann will Doping-Sperre nicht akzeptieren

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Olympia Pferdesport - Doping  

Ahlmann will Sperre nicht akzeptieren

24.08.2008, 21:55 Uhr | dpa

Christian Ahlmann (Foto: dpa)Christian Ahlmann (Foto: dpa) Als Christian Ahlmann um Punkt elf Uhr in einem Hotel in Marl eintrifft, sieht man ihm die Strapazen der vergangenen Tage nicht an. Nur das Lächeln in Richtung der Kameras wirkt etwas gequält. Drei Tage nach der positiven Doping-Probe bei seinem Pferd Cöster und dem Ausschluss von den Olympischen Spielen verliest der 33 Jahre alte Springreiter eine Erklärung, in der das Wort Doping nicht vorkommt. "Ich bin über den positiven Befund überrascht", erklärte Ahlmann und kündigt an, gegen die vom Internationalen Reiterverband FEI ausgesprochene weltweite Wettkampf-Sperre vorzugehen: "Ich werde den FEI-Entscheid vor dem Internationalen Sportgerichtshof anfechten."

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Ahlmann: "Ich war gutgläubig"

Bei einer Doping-Kontrolle in Hongkong war bei seinem Olympia-Pferd Cöster die verbotene Substanz Capsaicin gefunden worden. Sie ist in dem Mittel Equi-Block enthalten, mit dem auch die ebenfalls suspendierten Springreiter Denis Lynch und Bernardo Alves ihre Pferde behandelt haben sollen. "Ich war gutgläubig der Meinung, dass die Verwendung dieser Salbe keine verbotene Medikation darstellt", erklärt Ahlmann.

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Keiner Schuld bewusst

Mit Nachdruck weist er daraufhin, dass er sich keiner Schuld bewusst sei. Keinesfalls fühle er sich als Dopingsünder. Zum Beweis hält er die Tube mit der Salbe in die Kameras: "Wie Sie sehen, steht auf dem Behälter 'Does not test positive'. Falls ich einen Fehler gemacht habe, tut mir dies aufrichtig leid. Ich bin mir aber keines Fehlverhaltens bewusst gewesen."

Ahlmann verwendet diese Salbe schon lange

Immerhin verwende er die Salbe seit vielen Jahren zur Pflege seiner Pferde und sei nie positiv getestet worden. Daher habe er den Einsatz des Mittels im Rahmen von Olympia auch niemandem mitgeteilt. Davon gewusst hätten nur er und die Pflegerin von Cöster. Den positiven Befund von Hongkong könne er sich nicht erklären. "Vielleicht gibt es dort andere Laborverfahren?", sagt er.

Sperre "unfair und gesetzeswidrig"

Cöster sei seit seinem Hexenschuss im Juni beim Turnier in Cannes täglich mit diesem Mittel eingerieben worden, berichtet Ahlmann. Auf keinen Fall seien die Beine des Pferdes mit Equi-Block eingerieben worden. Dies werde auch dadurch untermauert, dass die Beine und Gamaschen des Pferdes ohne Beanstandungen untersucht worden seien. Dass die FEI gegen ihn eine weltweite Sperre verhängt habe, erachte er als unfair und gesetzeswidrig. "Mehr kann ich dazu im Moment nicht sagen", erklärt Ahlmann.

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