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FC Bayern München steht am Rande des Weltuntergangs

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FC Bayern München  

FC Bayern steht am Rande des Weltuntergangs

25.08.2008, 11:36 Uhr | t-online.de

Läuft noch nicht rund beim FC Bayern: Uli Hoeneß (l.) und Jürgen Klinsmann (Foto: imago)Läuft noch nicht rund beim FC Bayern: Uli Hoeneß (l.) und Jürgen Klinsmann (Foto: imago) "Klinsi vergrault Poldi“, schreibt die "Bild“-Zeitung. Die Münchner Tageszeitung "tz“ berichtet über den "Problem-Kapitän“ Mark van Bommel. Während die "Welt“ titelt: "Präsident Beckenbauer verliert bald die Geduld“, fasst der "kicker“ den Start des FC Bayern München in die 46. Bundesliga-Saison kurz und knapp zusammen: "Der Stotter-Start“. So schlecht wie seit 1999 nicht mehr ist der deutsche Rekordmeister in die neue Spielzeit gestartet.

Zwei Remis nach zwei Spieltagen, Platz zehn und bereits vier Punkte Rückstand auf Tabellenführer Hoffenheim. Überall ächzt und stöhnt es im Bayern-Getriebe. Sollte das Team von Jürgen Klinsmann  das nächste Heimspiel gegen Hertha BSC nicht gewinnen, drohen einige schwelende Feuerchen zu einem lodernden Flächenbrand auszuarten.

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Kapitän als schlechtes Vorbild

Ein engagierter Auftritt in der zweiten Hälfte und der Treffer von Tim Borowski zum 1:1-Endstand bei Borussia Dortmund rettete vorläufig die heile Bayern-Welt. Schließlich musste der FC Bayern nach dem Platzverweis von Mark van Bommel ab der 23. Minute in Unterzahl agieren. Innerhalb von 187 Sekunden sah der neue Kapitän Gelb und Gelb-Rot, nachdem er zunächst Sebastian Kehl böse abgrätsche und anschließend Tamas Hajnal mit dem Arm am Kopf traf. In den letzten zehn Bundesliga-Partien flog der Mittelfeldspieler damit zum dritten Mal vom Platz.

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Kaiser rüffelt van Bommel

"Das ist sein unbeherrschter Charakter. Der ist in jedem Spiel gefährdet“, analysierte Beckenbauer. Doch ausgerechnet diesen unbeherrschten Charakter hat Klinsmann vor Rundenbeginn zum Kapitän gemacht. Die Aktion van Bommels war allerdings alles andere als vorbildlich. Ein Spieler wie Philipp Lahm, die sich ebenfalls Hoffnungen auf das Kapitänsamt gemacht hatte, dürfte sich so seine Gedanken machen. Fakt ist: van Bommel hat mit seinem Verhalten seine neue Führungsrolle nicht gestärkt und ist nach Klinsmanns Vertrauensbeweis seinem Trainer in den Rücken gefallen. "Ich muss jetzt mehr Vorbild sein und mich mehr im Griff haben“, sagte der Niederländer noch vor ein  paar Tagen. Lange hielt er sich nicht an diesen Vorsatz.

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Schiedsrichter Fandel stellt van Bommel in Dortmund vom Platz. (Foto: dpa)Schiedsrichter Fandel stellt van Bommel in Dortmund vom Platz. (Foto: dpa)

Podolski schmeißt die Türen zu

Ein anderer Konfliktherd droht mit Lukas Podolski. Der Nationalstürmer musste auf der Bank schmoren und durfte erst ab der 77. Minute mitspielen. Trotz der guten Form Poldis wurden ihm der chronisch formschwache Miroslav Klose und Luca Toni vorgezogen. Der zuletzt verletzte Italiener bestritt zuvor kein einziges Testspiel und war gerade ein paar Tage im Training. Podolski rannte wutentbrannt bereits acht Minuten nach Spielende aus der Kabine in den Mannschaftsbus, knallte zwei Türen zu und raunte – wie die "Bild“ berichtet - das vereinseigene TV-Team an, das um eine Interview bat. "Hab ich von Beginn an gespielt oder was? Sucht euch einen anderen.“

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Beckenbauers leise Kritik

Dagegen plauderte Präsident Beckenbauer umso lieber. Zwar gibt sich der Kaiser noch zurückhaltend, doch wer ihn kennt, weiß, dass es bei ihm innerlich anders aussieht. Insbesondere mit dem Defensiv-Verhalten haderte Beckenbauer. „Diese Fehler müssen abgestellt werden, ich hoffe Jürgen tut es.“

Hoeneß bittet um Geduld

Die Bayern selbst wissen, dass jetzt allmählich Siege hermüssen. "Wir sind noch lange nicht da, wo wir hinwollen. Nächste Woche machen wir das besser“, sagte Bastian Schweinsteiger. "Die holprigen Zeiten sind bald vorbei“, mahnt Manger Uli Hoeneß zur Geduld. Immerhin hatten die Bayern-Verantwortlichen im Vorfeld angekündigt, dass es zu Beginn nicht immer rund laufen werde. Schließlich fehlt mit Franck Ribéry immer noch ein unersetzbarer Schlüsselspieler.

Gegen Hertha unter Druck

Auch Klinsmann weiß, was die Stunde geschlagen hat. "Wir müssen am Sonntag mit einem Dreier richtig loslegen“. Dann trifft der FC Bayern auf Hertha BSC Berlin. Van Bommel wird nicht dabei sein. Immerhin hat der Kapitän die Zeichen der Zeit erkannt: "Wenn man beim FC Bayern verliert, ist das wie ein Weltuntergang. Wenn man unentschieden spielt, ist es so, als stünde man kurz davor.“

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