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Ehrenkodex: Bundesliga geht auf Kuschelkurs

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Bundesliga  

Kuschelkurs der Liga: Ehrenkodex und Kaffeekränzchen

28.08.2008, 13:17 Uhr | t-online.de

Die Manager Uli Hoeneß (l.) und Klaus Allofs befürworten die Einführung  eines Ehrenkodex für die Bundesliga. (Foto: imago)Die Manager Uli Hoeneß (l.) und Klaus Allofs befürworten die Einführung eines Ehrenkodex für die Bundesliga. (Foto: imago) Die Deutsche Fußball-Liga geht auf Kuschelkurs. Ein Projekt zur Harmonisierung der Fußball-Bundesliga ist in Planung. Dabei soll die Liga schöner, der Umgang untereinander besser, aber der Ton gegenüber Schauspielern und Provokateuren schärfer werden.

Geplant ist ein gemeinsamer Ehrenkodex, dem sich alle Klubs anschließen sollen. Harmonie ist angesagt statt gegenseitigem Säbelrasseln vor den Spielen.

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Start mit Kaffee und Kuchen

Und so könnte das neue Bundesligawochenende aussehen: Eine Stunde vor Anpfiff herrscht in den Katakomben der Stadien eine entspannte Atmosphäre. Auf dem Tisch eine Kanne Kaffee, die Manager der Mannschaften genehmigen sich ein Stück Torte. Auch die Trainer und das Schiedsrichtergespann besprechen in großer Runde bei einer Tasse gemeinsam die anstehende Partie. Eine Vorstellung, die schon bald Wirklichkeit werden könnte, weil sie Teil des geplanten Ehrenkodex' ist.

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Freiwilliger Verhaltenskodex

Ins Spiel bringt die Idee der Geschäftsführer der DFL, Christian Seifert. Gerade die Diskussionen um Fallsucht und Schauspielerei würden ja immer wieder geführt, sagte er zu "WELT ONLINE": „Wir können niemandem etwas vorschreiben. Wenn sich aber so namhafte Manager wie Uli Hoeneß, Klaus Allofs und Heribert Bruchhagen beispielsweise auf einen freiwilligen Verhaltenskodex für ihre Mannschaften verständigen würden, dann hätte das Leitbildcharakter.“

Expertenrunde treibt Projekt voran

Vorangetrieben wird das Projekt von der Expertengruppe Sport der DFL. Neben Hoeneß, Allofs und Bruchhagen gehören auch DFB-Sportdirektor Matthias Sammer und Rudi Völler von Bayer Leverkusen der Runde an. „Die Bundesliga muss ihr sportliches Profil schärfen, auch deshalb werden wir die Expertengruppe weiter forcieren“, sagte Seifert.

Täter wird zum Opfer

Gesprächsbedarf ist definitiv vorhanden. Denn bereits nach dem zweiten Spieltag der jungen Saison wird in der Liga über Täter und Opfer diskutiert. So wollte Ivica Olic vom HSV recht plump einen Strafstoß schinden, wurde von Schiedsrichter Babak Rafati zu Recht mit der Gelben Karte verwarnt. Oder der neue Bayern-Kapitän Mark van Bommel, der im Spiel gegen Borussia Dortmund seinen Gegenspieler Hajnal schlug. Danach sagte er im Interview, dass alles nicht so schlimm gewesen sei und die Liga es sowieso auf ihn abgesehen hätte. Rollentausch vom Täter zum Opfer.

Vereins-Verantwortliche in der Pflicht

Und da will die DFL ansetzen. Trainer, Vorsitzende, Funktionäre sollen bei solchen Vergehen oder Fehltritten klar Stellung beziehen. HSV-Coach Martin Jol verurteilte im Nachhinein das Verhalten seines Stürmers Olic, Bayern-Boss Beckenbauer kritisierte Mark van Bommel. Klinsmann dagegen hielt sich mit einer Stellungnahme zurück. Das müsste sich nach dem neuen Ehrenkodex allerdings ändern.

Freiwilligkeit als K.-o.-Faktor

Und gerade das ist die Schwachstelle einer freiwilligen Vereinbarung. Geht es hart auf hart ist sich jeder selbst der Nächste, der Kodex könnte nicht mehr interessieren. Oder wie es Eintracht Frankfurts Vorstandsvorsitzender Heribert Bruchhagen ausdrückt: „Ein Ehrenkodex ist eine schöne Sache, er steht und fällt aber mit den Charakteren von Trainern und Managern. Eines der Grundprobleme ist, dass die Spieler zu wenige Korrektive haben.“ Bruchhagen führte schon 2002 als damaliger Geschäftsführer der DFL einen ähnlichen Kodex ein. Damals ging es um die zunehmende Rudelbildung. Die Absprache bewirkte tatsächlich einen Rückgang der Unsitte und lieferte auch einen Anstoß für neue Regeln. Längst werden die Anstifter mit Gelben Karten bedacht.

Härterer Umgang mit Sündern gefordert

Und so könnte auch eine neue Abmachung Regeländerungen anschieben. Der Chef der deutschen Schiedsrichter, Volker Roth, forderte kürzlich in „Sport-Bild“, Elferschindern wie Olic nicht nur Gelb, sondern gleich Rot zu zeigen. Und Bruchhagen plädiert für einen härteren Umgang mit Spielern, die sich eine Behandlungspause gönnen und so die Partie verzögern: „Sie sollten drei Minuten aus dem Spiel genommen werden, damit sie ihre Schmerzen auch wirklich auskurieren können. Mit dieser Maßnahme würden sich Behandlungen auf dem Platz umgehend auf ein Minimum reduzieren.“

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