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Großer Preis von Belgien: Räikkönen verabschiedet sich aus dem Titelkampf

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Das Rennen in Spa-Francorchamps  

Räikkönen verabschiedet sich aus dem Titelkampf

07.09.2008, 15:56 Uhr | Norman Gosch, dpa, t-online.de

Das Ende eines Traumes: Kimi Räikkönens gecrashter Ferrari (Foto: xpb.cc)Das Ende eines Traumes: Kimi Räikkönens gecrashter Ferrari (Foto: xpb.cc) Als Weltmeister konnte Kimi Räikkönen Ferrari-Superstar Michael Schumacher beerben - den Titel "Regengott" wird der Finne dem Deutschen aber wohl nie entreißen können. Ein Wolkenbruch im belgischen Spa-Francorchamps beendete Räikkönens Traum vom vierten Sieg hintereinander auf dem Ardennen-Kurs. Nachdem der Ferrari-Pilot über 41 Runden ein perfektes Rennen ablieferte, stand am Ende doch wieder Lewis Hamilton ganz oben auf dem Podium.

Flankiert wurde der Brite dabei vom zweiten Ferrari-Fahrer Felipe Massa und Nick Heidfeld. Der BMW-Sauber-Pilot legte auf den letzten Runden des Rennens auf Intermediate-Reifen eine unglaubliche Verfolgungsjagd hin, die schließlich mit 6 Punkten für die WM-Wertung belohnt wurde.

Ergebnisse Das Rennen im Überblick
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F2008 schlagartig nicht mehr zu bändigen

Es war die 41. Runde in Spa-Francorchamps: Die Ferrari-Fans waren - durch Räikkönen (Position eins) und Massa (Position drei) in Verzückung gebracht - gerade dabei, die kalt gestellten Sektflaschen zu öffnen, als der berüchtigte belgische Regen einsetzte. In Sekundenschnelle verwandelte sich die Strecke in eine Rutschbahn, der ausgerechnet der Führende zum Opfer fallen sollte. Bis zu diesem Zeitpunkt fehlerfrei durchs Rennen gekommen, war für Räikkönen der F2008 schlagartig nicht mehr zu bändigen.

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Dreher und Crash in die Begrenzungsmauer

Kein Wunder, fehlte dem Finnen doch jeglicher Anhaltspunkt, wo auf den kommenden Metern belgischen Asphalts sich heimtückische Pfützen verbergen könnten. Und so kam es, wie es kommen musste. Räikkönen nahm den Fuß vom Gas, Hamilton nutze die Gunst der Stunde und zog am Iceman vorbei. Die beiden tauschten daraufhin noch einmal die Plätze, ehe Räikkönen sich nach einem Dreher mit einem Abflug in die Begrenzungsmauer endgültig verabschiedete - aus dem Rennen und wahrscheinlich auch aus dem Kampf um die WM-Krone.

Auf Intermediates in Richtung Podium

Nicht minder spektakulär war der Auftritt von Nick Heidfeld. Dessen Team rief den Deutschen - zu diesem Zeitpunkt auf Rang acht liegend - unmittelbar nach Einsetzen des Regens noch einmal in die Box, verpasste seinem Boliden einen Satz Intermediate-Reifen. Die absolut richtige Entscheidung, denn Heidfeld fuhr in der letzten Rennrunde gute 30 Sekunden schneller als der Mann an der Spitze, Lewis Hamilton. Und so machte Heidfeld Platz um Platz gut, um am Ende hinter Massa als Dritter die Zielflagge zu sehen.

Spannung von Beginn an

Der 13. von insgesamt 18. Grand Prix der Saison 2008 war von Beginn an spannend. Räikkönen schnappte sich beim Start gleich die vor ihm gestarteten Kovalainen und Massa und machte sich auf die Verfolgung Hamiltons. Die Startphase war heikel, während Fahrer wie Jarno Trulli oder Sebastien Bourdais wahrlich durchs Feld nach vorn flogen, büßte Heidfeld einige Plätze ein. Am weitesten zurück fiel Kovalainen, für den sich das Rennen alles andere als zufrieden stellend entwickeln sollte.

Dreher von Hamilton, Räikkönen schlägt zu

Szene des Rennens: Hamilton-Dreher, Räikkönen entwischt (Foto: Reuters)Szene des Rennens: Hamilton-Dreher, Räikkönen entwischt (Foto: Reuters) Nach seinem brillanten Start leistete sich Hamilton bereits in der zweiten Runde einen schwerwiegenden Fehler. In der Haarnadel nach Start und Ziel verbremste sich der Vize-Weltmeister, der Silberpfeil brach aus und drehte sich einmal um die eigene Achse. Dies brachte Räikkönen in aussichtsreiche Position. Der Finne kassierte Hamilton ausgangs der Eau Rouge und übernahm die Führungsrolle.

Durchfahrt-Strafe für Kovalainen

Hamiltons Teamkollege versuchte unterdessen, die beim Start verlorenen Plätze wieder gutzumachen. Mit Erfolg, der Silberpfeil ließ Kovalainen mit großen Schritten Position für Position zurückerobern. Allerdings biss sich der Finne an Mark Webber die Zähne aus. In der "Bus Stop" kam es zu einer leichten Berührung, als Kovalainen den Australier innen ausbremsen wollte. Die Rennleitung brummte dem McLaren-Piloten für seinen Fauxpas eine Durchfahrt-Strafe auf.

Blitzschnell mit teils zerstörtem Frontflügel

Während Räikkönen an der Spitze einsam seine Runden drehte, entwickelte sich Bourdais zum Mann des Rennens. Kurz nach dem Start war der Franzose auf den Toyota von Trulli aufgefahren, zerstörte sich dabei Teile seines Frontflügels. Dennoch war der Toro Rosso in der Lage, Spitzenzeiten auf den belgischen Asphalt zu brennen und somit einen hervorragenden fünften Platz zu verteidigen. Selbst der normalerweise deutlich stärkere Robert Kubica im BMW Sauber fand keinen Weg vorbei.

Räikkönen 23 Punkte hinter Hamilton

Erst als der Regen einsetzte, wurde das Feld noch einmal komplett durcheinander gewürfelt. In der Fahrerwertung führt Hamilton weiterhin vor Massa, der Brite konnte seinen Vorsprung allerdings um weitere zwei Punkte auf nun acht ausbauen. Räikkönen unterdessen fiel hinter Kubica auf Rang vier zurück. Dem Finnen fehlen nun 23 Punkte auf Hamilton - bei noch fünf ausstehenden Rennen rein rechnerisch machbar.

Pech für Glock

Timo Glock hat seinen ergatterten WM-Punkt nachträglich verloren. Die Rennkommissare bestraften den Toyota-Piloten nachträglich für ein Überholmanöver unter gelber Flagge. Der Wersauer erhielt eine Zeitstrafe von 25 Sekunden und rutschte damit von Platz acht hinter den australischen Red-Bull-Piloten Mark Webber auf Rang neun zurück. Glock hatte Webber kurz vor dem Ende überholt, als die Fahrer bereits mit gelben Flaggen an der Strecke zu langsamerem Fahren aufgefordert worden waren.

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