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Großer Preis von Belgien: Zeitstrafe für Hamilton - McLaren protestiert

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Das Rennen in Spa-Francorchamps  

Zeitstrafe für Hamilton - McLaren protestiert

07.09.2008, 20:16 Uhr | Norman Gosch, jm, t-online.de, sid

Lewis Hamilton (vorne) überholt Kimi Räikkönen. (Foto: Reuters)Lewis Hamilton (vorne) überholt Kimi Räikkönen. (Foto: Reuters) Auf den grandiosen Triumph folgte der späte Schock: Zweieinhalb Stunden nach seinem Husarenritt im Regen-Chaos auf der Ardennen-Achterbahn Spa-Francorchamps hat Teufelskerl Lewis Hamilton seinen Sieg am Grünen Tisch verloren. Die Rennkommissare ahndeten eine Abkürzung des Briten beim Großen Preis von Belgien durch eine Schikane im packenden Finalduell mit Ferrari-Rivale Kimi Räikkönen, der kurz darauf ausschied, mit einer Zeitstrafe von 25 Sekunden.

Dadurch fiel der McLaren-Mercedes-Mann vom ersten auf den dritten Rang zurück. Lachender Dritter war Felipe Massa im zweiten Ferrari. Der ursprünglich zweitplatzierte Brasilianer bekam so nachträglich den Sieg beim 13. Saisonlauf zur Formel-1-Weltmeisterschaft geschenkt.

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McLaren legt Protest ein

"Ich verstehe die Argumente nicht", kritisierte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug das für Hamilton und das britisch-deutsche Team folgenschwere Urteil. "Ich hätte nie damit gerechnet." Die drei Rennstewarts bewerteten Hamiltons Aktion als regelwidrige Vorteilsverschaffung. Normalerweise werde ein solches Vergehen mit einer Durchfahrtstrafe bestraft. Da dies wegen des späten Zeitpunkts des Rennens - es lief bereits die vorletzte Runde - nicht mehr möglich war, entschieden sie sich für die 25 Sekunden. McLaren-Mercedes legte gegen den Schiedsspruch Protest ein. "Wir haben alle unsere Daten angeschaut und auch den Rennkommissaren der FIA zugänglich gemacht. Es hat sich gezeigt, dass Lewis vom Gas gegangen und 6 km/h langsamer als Kimi war, als sie die Start- und Ziellinie überquerten."

Hamilton: "Da war nichts falsch dabei"

Im Chaos der letzten Runden auf regennasser Fahrbahn behielt Hamilton den Überblick und feierte seinen vermeintlichen Sieg ausgiebig. "Es war eine der aufregendsten Erfahrungen meines Lebens, eines der spannendsten Rennen meiner Karriere. Ich liebe diese Kämpfe. Es war ein Riesenspaß", sagte der 23-Jährige nach der Siegerehrung. Der Spaß dürfte ihm nach dem Urteil der Rennkommissare vergangen sein. Als er nach dem Rennen auf die Szene angesprochen wurde, die nun zur Bestrafung führte, war er sich noch keiner Schuld bewusst: "Wenn so etwas bestraft würde, wäre etwas verkehrt. Ich war an ihm (Räikkönen, d. Red.) dran, er hat seine Position verteidigt, was fair war. Ich wusste dann, dass ich ihn erstmal wieder vorbeilassen musste, habe aber zum Glück nicht zu viel Raum verloren. Es war ein toller Kampf, da war nichts falsch dabei."

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Spektakuläre Jagd von Heidfeld

Des einen Leid ist des anderen Freud. Besonders Ferrari-Pilot Felipe Massa profitiert nun von der Strafe gegen Hamilton, denn er ist der neue Sieger von Spa und in der WM-Wertung wieder ganz nah dran am Briten. Doch auch BMW-Pilot Nick Heidfeld gehört zu den nachträglichen Gewinnern. Schon sein Ritt auf den vorerst dritten Rang war spektakulär, nun ist er sogar Zweiter. Dessen Team rief den Deutschen - zu diesem Zeitpunkt auf Rang acht liegend - unmittelbar nach Einsetzen des Regens noch einmal in die Box, verpasste seinem Boliden einen Satz Intermediate-Reifen. Die absolut richtige Entscheidung, denn Heidfeld fuhr in der letzten Rennrunde gute 30 Sekunden schneller als der Mann an der Spitze, Lewis Hamilton.

Spannung von Beginn an

Der 13. von insgesamt 18. Grand Prix der Saison 2008 war von Beginn an spannend. Räikkönen schnappte sich beim Start gleich die vor ihm gestarteten Kovalainen und Massa und machte sich auf die Verfolgung Hamiltons. Die Startphase war heikel, während Fahrer wie Jarno Trulli oder Sebastien Bourdais wahrlich durchs Feld nach vorn flogen, büßte Heidfeld einige Plätze ein. Am weitesten zurück fiel Kovalainen, für den sich das Rennen alles andere als zufrieden stellend entwickeln sollte.

Dreher von Hamilton, Räikkönen schlägt zu

Szene des Rennens: Hamilton-Dreher, Räikkönen entwischt (Foto: Reuters)Szene des Rennens: Hamilton-Dreher, Räikkönen entwischt (Foto: Reuters) Nach seinem brillanten Start leistete sich Hamilton bereits in der zweiten Runde einen schwerwiegenden Fehler. In der Haarnadel nach Start und Ziel verbremste sich der Vize-Weltmeister, der Silberpfeil brach aus und drehte sich einmal um die eigene Achse. Dies brachte Räikkönen in aussichtsreiche Position. Der Finne kassierte Hamilton ausgangs der Eau Rouge und übernahm die Führungsrolle.

Durchfahrt-Strafe für Kovalainen

Hamiltons Teamkollege versuchte unterdessen, die beim Start verlorenen Plätze wieder gutzumachen. Mit Erfolg, der Silberpfeil ließ Kovalainen mit großen Schritten Position für Position zurückerobern. Allerdings biss sich der Finne an Mark Webber die Zähne aus. In der "Bus Stop" kam es zu einer leichten Berührung, als Kovalainen den Australier innen ausbremsen wollte. Die Rennleitung brummte dem McLaren-Piloten für seinen Faux-pas eine Durchfahrt-Strafe auf.

F2008 schlagartig nicht mehr zu bändigen

Dann kam die 41. Runde in Spa-Francorchamps: Die Ferrari-Fans waren - durch Räikkönen (Position eins) und Massa (Position drei) in Verzückung gebracht - gerade dabei, die kalt gestellten Sektflaschen zu öffnen, als der berüchtigte belgische Regen einsetzte. In Sekundenschnelle verwandelte sich die Strecke in eine Rutschbahn, der ausgerechnet der Führende zum Opfer fallen sollte. Bis zu diesem Zeitpunkt fehlerfrei durchs Rennen gekommen, war für Räikkönen der F2008 schlagartig nicht mehr zu bändigen.

Dreher und Crash in die Begrenzungsmauer

Kein Wunder, fehlte dem Finnen doch jeglicher Anhaltspunkt, wo auf den kommenden Metern belgischen Asphalts sich heimtückische Pfützen verbergen könnten. Und so kam es, wie es kommen musste. Räikkönen nahm den Fuß vom Gas, Hamilton nutze die Gunst der Stunde und zog am Iceman vorbei. Die beiden tauschten daraufhin noch einmal die Plätze, ehe Räikkönen sich nach einem Dreher mit einem Abflug in die Begrenzungsmauer endgültig verabschiedete - aus dem Rennen.

Pech für Glock

Timo Glock hat seinen ergatterten WM-Punkt nachträglich verloren. Die Rennkommissare bestraften den Toyota-Piloten nachträglich für ein Überholmanöver unter gelber Flagge. Der Wersauer erhielt eine Zeitstrafe von 25 Sekunden und rutschte damit von Platz acht hinter den australischen Red-Bull-Piloten Mark Webber auf Rang neun zurück. Glock hatte Webber kurz vor dem Ende überholt, als die Fahrer bereits mit gelben Flaggen an der Strecke zu langsamerem Fahren aufgefordert worden waren.

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