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Großer Preis von Belgien: Wieder profitiert Ferrari vom FIA-Urteil - nur Zufall?

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Formel 1 - Skandalurteil  

Und wieder profitiert Ferrari - nur Zufall?

08.09.2008, 10:49 Uhr | Julian Moering, t-online.de

Nachträglicher Sieger Felipe Massa (li.), nachträglicher Verlierer Lewis Hamilton. (Foto: imago)Nachträglicher Sieger Felipe Massa (li.), nachträglicher Verlierer Lewis Hamilton. (Foto: imago) Das Rennen von Spa ist vorbei, die Diskussionen laufen dagegen auf Hochtouren. Die Zeitstrafe gegen McLaren-Pilot Lewis Hamilton und die damit verbundene Rückstufung des WM-Führenden von Platz eins auf den dritten Rang erhitzt immer noch die Gemüter.

Die Funktionäre des Automobil-Weltverbandes FIA glauben, richtig gehandelt zu haben, die McLaren-Verantwortlichen und mit ihnen viele Experten sprechen von einem Skandalurteil. Kein Wunder, denn wieder einmal sind es die "Roten" aus Maranello, die ihren Vorteil daraus ziehen. Ferrari-Pilot Felipe Massa, nachträglich zum Sieger erklärt, ist dadurch auf zwei Punkte an WM-Spitzenreiter Hamilton herangerückt. Eine massiver Eingriff seitens der FIA in die laufende WM und bei weitem nicht die erste Strafe gegen McLaren in dieser Saison. Auch der Großteil der t-online.de-User wittert hinter dem Urteil einen Skandal.

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Mit zweierlei Maß gemessen

Schon im letzten Jahr hat die FIA maßgeblich zur Entscheidung der Konstrukteurs-WM beigetragen. McLaren bekam nach der Spionage-Affäre als Spitzenreiter alle Punkte aberkannt, schon damals profitierte Ferrari und holte den Titel. In Valencia wurde Massa in dieser Saison nur mit einer Geldstrafe belegt, als er in der Boxengasse Adrian Sutil fast gerammt hätte. Da drängt sich der Eindruck auf, dass hier mit zweierlei Maß gemessen wird. Auch das aktuelle Urteil der FIA, oder der "Ferrari Interessen Assoziation", wie t-online.de-User biker schreibt, sorgt vielerorts für Magengrummeln.

Rennbericht Zeitstrafe für Hamilton - McLaren protestiert
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"Schande für den Motorsport"

Viele User sehen erneut eine Bevorteilung der Roten und reagieren emotional. "Da kann man wieder mal sehen, wie Ferrari bevorzugt wird. Hamilton hat sich korrekt und fair verhalten, aber die Ferrari-Lobby hat eben großen Einfluss", glaubt Megane. User watzmann spricht sogar von einer "Schande für den Motorsport" und Ollis unterbreitet einen ungewöhnlichen Vorschlag: "Dann sollen doch die hohen Herren der F1 gleich am Saisonbeginn verkünden, dass Ferrari beide Titel gewinnt. Dann kann man sich doch solch fragwürdige Entscheidungen sparen."

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"Ein weiterer Sargnagel für die Formel 1"

Lolek ist Ferrari-Fan, kann die Entscheidung aber trotzdem nicht nachvollziehen: "Obwohl ich Ferarri die Daumen drücke, finde ich Ihren Einspruch respektlos. Hätte Hamilton nicht abgekürzt, wäre er Räikkönen ins Auto gekracht und dann hätte er genauso eine Strafe bekommen. Raikönnen hat sich auch nicht ganz fair verhalten." Auch Ferrari-Sympathisant PWB ist mit der Entscheidung der FIA nicht einverstanden: "Ein weiterer Sargnagel für die F1. Als Ferrari-Anhänger muss ich eingestehen, dass Hamilton sich im Chaos absolut richtig verhalten hat. Er hat Räikkönen wieder vorbei gelassen, damit war der Vorteil egalisiert. Anschließend hat Hamilton regelkonform überholt."

"Strafe ist die einzige und logische Schlussfolgerung"

Bei allem Unverständnis gibt es aber auch User, die die Zeitstrafe gegen Hamilton als durchaus gerechtfertigt ansehen. Dragon schreibt: "Richtige Entscheidung. Hamilton wäre bei fairer Fahrt nicht in der Position gewesen, Kimi überholen zu können. Wann lernt er endlich, sich an die Regeln zu halten." Für Lucky Strike ist die Strafe gar "die einzige und logische Schlussfolgerung". Auch bubi hält die Entscheidung der Rennkommissare für "absolut in Ordnung" und hat auch gleich noch einen Vorschlag für die Zukunft parat: "In diese Schikanen würde ich sogar Nägel einbauen, damit solche unfairen Gesten gleich bestraft würden. Damit bliebe den Funktionären am grünen Tisch die Arbeit erspart und der Gerechtigkeit wäre sofort Genüge getan."

Eine Woche Zeit für McLaren

Unterdessen hat die FIA angekündigt, "so schnell wie möglich" über den McLaren-Mercedes-Protest zu entscheiden. Zunächst habe der Formel-1-Rennstall aber noch eine Woche Zeit, seinen Protest zu begründen. Danach werde das Berufungsgericht der FIA einen Termin für eine Verhandlung ansetzen. Dort werden die Richter darüber befinden, ob eine Berufung überhaupt zulässig ist.

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