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Paralympics 2008: Dressurreiterin Britta Näpel holt Gold

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Paralympics 2008  

Näpel bricht den Bann - Medaillenregen für Deutschland

08.09.2008, 17:46 Uhr | dpa

Britta Näpel freut sich über ihre paralympische Goldmedaille (Foto: imago)Britta Näpel freut sich über ihre paralympische Goldmedaille (Foto: imago) Dressurreiterin Britta Näpel hat das deutsche Team bei den Paralympics in die Goldspur geführt. Die Weltmeisterin holte das erste Gold für Deutschland, sechs silberne und zwei bronzene Medaillen folgten am zweiten Wettkampftag. Bei den Reiter-Wettkämpfen, die wie schon bei Olympia in Hongkong stattfinden, siegte sie auf Cherubin in der Individualprüfung der Startklasse Grad II.

Zweite wurde Lauren Barwick aus Kanada vor der Dänin Caroline Neilsen. "Ich bin sprachlos. Es ist wirklich ein Traum wahr geworden", sagte die spastisch gelähmte Athletin. "Ich habe mich gestern schrecklich gefühlt, weil Cherubin nicht das tun wollte, was ich wollte. Es lag vermutlich an der Hitze hier."

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Bundespräsident Köhler ist begeistert

"Unsere Medaillenausbeute ist ein Riesenerfolg", sagte Chef de Mission Karl Quade, "so einen guten Auftakt haben wir uns gewünscht." Die ersten acht Podestplätze belegten Athletinnen, die Frauenpower zeigten und auch Horst Köhler begeisterten. Der Bundespräsident hob am Ende seines dreitägigen Besuchs in Peking die Bedeutung des Sports hervor: "Es lohnt sich, für Athleten mit Behinderung mehr zu tun." Für ihn selbst bleibe der Einsatz für den Behindertensport "Daueraufgabe".

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Bronze für "Miss Paralympics"

Für unermüdlichen Einsatz für den Leistungssport der Gehandicapten steht die 55 Jahre alte Marianne Buggenhagen bei ihren fünften Paralympics. Die querschnittsgelähmte Berlinerin, die 1994 vor Franziska van Almsick und Steffi Graf zu Deutschlands "Sportlerin des Jahres" gewählt worden war, holte trotz gerade erst überstandener Schulteroperation mit einer Weite von 8,54 Metern Bronze im Kugelstoßen.

Buggenhagen will Vorbild sein

Marianne Buggenhagen (Foto: imago)Marianne Buggenhagen (Foto: imago) "Es sind definitiv meine letzten Spiele", sagte die Topathletin, die mit ihren acht Goldmedaillen bei Paralympics Maßstäbe gesetzt hat. Sich selbst sieht sie nicht als Star im Behindertensport, ein Vorbild möchte die Krankenschwester aber gern sein. "Ich habe als Behinderte viel erreicht, vielleicht wäre mir das als Nichtbehinderte nicht gelungen", sagte sie.

Willing mit Weltrekord zu Silber

Kugelstoßkollegin Martina Willing von der SG Stahl Brandenburg stieß mit 8,61 Metern Weltrekord in ihrer Startklasse und gewann Silber. Siegerin der querschnittsgelähmten Frauen wurde die Tschechin Eva Kacanu, die schwerer behindert ist als Willing.

Hegen gewinnt Wette gegen Nerius

Trotz neuer Weltrekordweite von 39,23 m reichte es auch für Andrea Hegen aus Leverkusen nur zur Silbermedaille im Speerwerfen. "Damit habe ich eine Wette gegen meine Trainerin Steffi Nerius gewonnen", berichtet Hegen stolz. Die Bahnradfahrerin Natalie Simanowski im 500 Metern Zeitfahren und der Sportschütze Norbert Gau holten ebenfalls Silber. Der Münchner wurde überraschend in der Disziplin Luftgewehr Stehend Zweiter, ebenso wie Wolfgang Sacher im Verfolgungsrennen der Startklasse LC 1.

Brussig trotz Niederlage zufrieden

Ihren Kampf um Gold gegen die Chinesin Wang Lijing verlor die sehbehinderte Judoka Ramona Brussig deutlich mit 0:15. "Ich bin nicht richtig in den Kampf reingekommen und war nicht ganz frei im Kopf. Doch die Medaille ist der Lohn für die harte Arbeit in den letzten Jahren", sagte die 31-Jährige.

Kröger verschafft sich gute Ausgangsposition

Der Kieler Steuermann Heiko Kröger startete vor Qingdao mit den Rängen drei und zwei in seinem Kielboot vom Typ 2.4mR hervorragend in die Segelwettbewerbe. Als Gesamt-Zweiter hinter dem kanadischen Spitzenreiter Paul Tingley hat sich der Paralympics-Sieger von 2000 eine gute Ausgangsbasis für die Serie mit zehn Wettfahrten verschafft. Kröger: "Ich habe mich schon nach dem Vorbereitungsrennen am Vortag gut gefühlt und lag vorne, so kann es weitergehen."

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