Startseite
Sie sind hier: Home > Sport > Mehr Sport >

Judo: Bundestrainer Wieneke hört auf

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Judo  

"Nicht zu ersetzen" - Bundestrainer Wieneke hört auf

09.09.2008, 18:18 Uhr | dpa

Judo-Bundestrainer Frank Wieneke beendet seine Karriere. (Foto: imago)Judo-Bundestrainer Frank Wieneke beendet seine Karriere. (Foto: imago) Einen Monat nach dem Olympiasieg seines Schützlings Ole Bischof hat Judo-Bundestrainer Frank Wieneke seinen Rücktritt angekündigt. "Ich hatte innerlich das Gefühl, mich verändern zu müssen und etwas Neues zu beginnen", begründete der 46-Jährige nach wochenlanger Bedenkzeit seinen Entschluss, den Ende des Jahres auslaufenden Vertrag nicht mehr zu verlängern.

Der Judo-Olympiasieger von 1984 wechselt zum Jahresbeginn an die Trainer-Akademie in Köln. Mit Bedauern reagierte der Deutsche Judo-Bund (DJB) auf die Entscheidung Wienekes, der seit 2000 Männer-Bundestrainer ist. "Einen Frank Wieneke kann man nicht ersetzen", sagte Präsident Peter Frese. "Das ist ein bisschen so, als ob die Braut wegläuft."

Olympia-Gold Judoka Bischof überrascht alle

Olympiasiege als Krönung

"Wie sagt man immer: Die Party soll man verlassen, wenn es am schönsten ist", erklärte Wieneke. Mit dem Olympiasieg Bischofs hatte der 46-Jährige in Peking seine Trainerlaufbahn gekrönt. "Das war für mich so schön wie der eigene Olympiasieg. Es war ein Traum, an einem Olympiasieg auch als Trainer maßgeblich mitzuarbeiten." Für den Männer-Bundestrainer stehen neben dem Olympia-Gold Bischofs auch ein Weltmeister-, zwei Europameistertitel und Olympia-Bronze 2004 zu Buche.

Auch Frauen-Trainer hört auf

Schon nach dem Triumph bei den Sommerspielen hatte sich der Abgang Wienekes angedeutet. Bis zuletzt hatte der DJB darum gekämpft, seinen prominenten Trainer auch für die nächste olympische Periode bis zu den Sommerspielen 2012 an sich binden zu können. "Wir haben ihm ein ordentliches Angebot gemacht. Er wäre die Ideallösung gewesen", sagte Frese. Nun soll baldmöglichst ein Nachfolger für Wieneke gefunden werden. Auch Frauen-Bundestrainer Norbert Littkopf räumt seinen Posten, sein Nachfolger wird der bisherige Nachwuchscoach Michael Baszynski.

Verständnis für Wienekes Schritt

"Ich bin überrascht", sagte Olympiasieger Bischof zum Schritt des Bundestrainers. "Das ist ein Verlust für den gesamten Judo-Sport. Aber wenn Frank meint, das ist die richtige Entscheidung, dann ist es die richtige Entscheidung." Präsident Frese zeigte ebenfalls Verständnis für den Schritt Wienekes: "Das tut weh. Aber eine Familie ist wichtiger als jeder Judo-Sport der Welt."

Schwere Entscheidung

"Das Leben wird jetzt sicher ein bisschen ruhiger", blickte Wieneke, der in der Nähe von Köln lebt und Vater von zwei Kindern ist, nach seiner Entscheidung nach vorne. Die Entscheidung sei ihm nicht leicht gefallen: "Ich habe ja mein ganzes Leben lang nichts anderes als Judo gemacht." Allerdings wolle er seinen Sport auch künftig nicht ganz aus den Augen verlieren und dem Verband "mit Rat und Tat zu Seite stehen".

Liebe Leserin, lieber Leser, aktuell können zu diesem Thema keine neuen Kommentare abgegeben werden. Ab 6 Uhr können Sie hier wieder wie gewohnt diskutieren. Wir danken für Ihr Verständnis.
Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.

Kommentare

(0)
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Brutale Methode 
Therapie mit langer Nadel nichts für schwache Nerven

Diese Behandlung ist garantiert nichts für zartbesaitete Menschen. Video

Anzeige

Shopping
tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de
Sport von A bis Z

Anzeige
shopping-portal