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Großer Preis von Italien: Sebastian Vettel schreibt Formel-1-Geschichte

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Das Rennen in Monza  

Sebastian Vettel: "Ich bin einfach sprachlos"

14.09.2008, 15:47 Uhr | Norman Gosch

Der jüngste Grand-Prix-Sieger aller Zeiten: Sebastian Vettel (Foto: xpb.cc)Der jüngste Grand-Prix-Sieger aller Zeiten: Sebastian Vettel (Foto: xpb.cc) Sebastian Vettel macht die Sensation von Monza perfekt: Der deutsche Youngster gewinnt den Großen Preis von Italien vor Heikki Kovalainen und Robert Kubica. Mit seinen 21 Jahren ist Vettel der jüngste Grand-Prix-Gewinner in der Geschichte der Formel 1. In einem spannenden Rennen ohne Crashs, dafür mit zahlreichen Überholmanövern leistete sich der Deutsche keinen Fehler und fuhr einen verdienten Start-Ziel-Sieg ein. Mann des Rennens war allerdings ein Brite.

Ergebnis Das Rennen in Monza im Überblick
Hintergrund Sebastian Vettel im Kurzporträt
Vettel-Interview "Der schönste Tag in meinem Leben"

Vettel: "Das werde ich nie wieder vergessen"

Sebastian Vettel war auf der Pressekonferenz nach dem Rennen sichtlich euphorisiert. "Ich bin einfach sprachlos", so der Deutsche. "Das ist fantastisch. Wir hatten über das gesamte Rennen kein Problem, das Auto lief wie am Schnürchen." Es sei einfach ein perfektes Wochenende: Pole Position und der Sieg. "Das ist wirklich der beste Tag in meinem Leben. Das werde ich nie wieder vergessen."

Schumi drückt am Boxenstand die Daumen

Vettel gilt als größtes deutsches Talent seit Michael Schumacher. Längst wird er vom Boulevard als "Bubi-Schumi" oder "Baby-Schumi" gefeiert. Der Rekord-Weltmeister hält viel von seinem potenziellen Nachfolger und lobte ihn nach seiner Gala im Regen: "Sebastian hat das absolut bravourös gemacht." Ferrari-Berater Schumacher, der am Boxenstand "ein bisschen die Daumen gedrückt" hatte, traut Vettel zu, eines Tages in seine großen Fußstapfen als Weltmeister zu treten: "Er hat definitiv das Potenzial, in diese Richtung zu kommen, aber es ist noch ein langer Weg."

Hinter dem Safety Car durch den Parcours

Das Safety Car führt das Feld durch die ersten Runden (Foto: dpa)Das Safety Car führt das Feld durch die ersten Runden (Foto: dpa) Die widrigen Wetterbedingungen in Monza hatten für einen Start der besonderen Sorte gesorgt. Hinter dem vom Deutschen Bernd Mayländer pilotierten Safety Car ging das Feld ins Rennen. Gut für Sebastian Vettel, denn so musste der Toro-Rosso-Fahrer seinen Startplatz nicht gegen die starke Konkurrenz verteidigen. Sein Teamkollege Sebastien Bourdais hingegen kam nicht von der Stelle, wurde in die Boxengasse geschoben.

Vettel wehrt Kovalainen souverän ab

Nach zwei Runden hatte das Feld ein Gefühl für die Strecke bekommen, und so verließ das Safety Car die Strecke und überließ die Fahrer ihrem Schicksal. Vettel hatte an der Spitze zunächst alles im Griff, einen ersten Angriff Heikki Kovalainens konnte der Youngster souverän abwehren. Die beiden Streithähne der vergangenen Woche, Lewis Hamilton und Kimi Räikkönen, hatten weiter hinten im Feld alle Hände voll zu tun - mit Giancarlo Fisichella im Force India.

Harter Kampf zwischen Fisichella und Räikkönen

Der Italiener wehrte sich nach Kräften gegen die Attacken der beiden, konnte Räikkönen acht lange Runden hinter sich lassen. Hamilton zog einen Umlauf später an Fisichella vorbei, und auch Räikkönen konnte sich nicht lange vor dem Briten halten. Der zweite Ferrari-Pilot, Felipe Massa, lieferte sich einen spannenden Fight mit Nico Rosberg. Gleich mehrere Überholmanöver brauchte der Brasilianer, eher er endlich an Rosberg vorbeiziehen konnte.

Der wahre Mann des Rennens: Hamilton

Auch wenn aus deutscher Sicht Vettel die bestimmende Figur in Monza war, so war doch Hamilton der wahre Mann des Rennens. Der Brite startete nach dem verkorksten Qualifying von Rang 15 ins Rennen - und lag vor seinem ersten Stopp bereits auf Rang zwei, in Schlagdistanz zu Vettel. Mit brachialer Gewalt, unglaublicher Geschwindigkeit und harten, wenn auch zu jeder Zeit fairen Manövern pflügte er durchs Feld.

Wetterkapriolen machen Strich durch Rechnung

Hamilton lag deutlich auf Siegkurs, denn seine gefahrenen Zeiten waren von niemand sonst zu schlagen. Doch das Wetter machte dem Silberpfeil-Piloten einen Strich durch die Rechnung. Die Piste trocknete ab, sodass die bei Hamilton aufgezogenen Regenreifen schnell an Leistung verloren. Der Brite musste zu einem zweiten, ungeplanten Stopp an die Box, die Chance auf den Sieg war damit vertan.

Hamilton kommt nicht an Massa vorbei

Während Vettel an der Spitze Runde um Runde fehlerfrei um den Kurs fuhr, suchte sich Hamilton nun ein neues Ziel: Massa. Der Brasilianer saß Hamilton vor dem Rennen in der WM-Wertung mit nur zwei Punkten Rückstand im Nacken. Massa zu überholen wäre also ein weiterer Schritt in Richtung Titel. Doch auch dieses Vorhaben scheiterte, und so machte Massa einen weiteren Zähler auf seinen Konkurrenten gut.

Räikkönen dreht richtig auf

Und was war mit Kimi Räikkönen? Der Finne, der wie Hamilton Pech im Qualifying hatte, fuhr ein recht unspektakuläres und im Vergleich zu Hamilton langsames Rennen. Erst zehn Runden vor Schluss kam der Iceman besser in Fahrt, fuhr kurz vor Ende des Rennens sogar deutliche Bestzeiten. Zu mehr als Platz neun reichte es aber nicht mehr. Vettel fuhr das Rennen nach Hause, Heidfeld auf Rang fünf konnte sich vier weitere WM-Punkte gutschreiben.

Ergebnisse Das erste freie Training im Überblick
Ergebnisse Das zweite freie Training im Überblick
Ergebnisse Das dritte freie Training im Überblick
Ergebnisse Das Qualifying im Überblick

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