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"Der schönste Tag in meinem Leben"

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Vettel-Interview  

"Der schönste Tag in meinem Leben"

14.09.2008, 19:18 Uhr | dpa

Strahlender Sieger: Sebastian Vettel (Foto: Reuters)Strahlender Sieger: Sebastian Vettel (Foto: Reuters) Sebastian Vettel hat in Monza als jüngster Rennfahrer der Formel-1-Geschichte einen Grand Prix gewonnen. Nach seinem sensationellen Erfolg sprach er über seine Gefühle, die schwierigen äußeren Bedingungen und die Bedeutung des Sieges für Torro Rosso.#

Ergebnis Das Rennen in Monza im Überblick
Hintergrund Sebastian Vettel im Kurzporträt

Herr Vettel, was geht in Ihnen nach Ihrem ersten Grand-Prix-Sieg vor?
Vettel: Unglaublich! Das ist der schönste Tag in meinem Leben. Das ist viel schöner, als man sich vorstellen kann. Ich möchte allen danken, die mir auf meinem Weg geholfen haben. Es war immer mein Traum, in die Formel 1 zu kommen. Und jetzt die Pole-Position und der Sieg - einfach unglaublich. Das war ein perfektes Wochenende. Als ich am Schild P1 (Position 1, d. Red.) vorbeifuhr, dachte ich manchmal, wie kann das sein?

Wie verlief der Große Preis von Italien aus Ihrer Sicht?
Ich hatte das ganze Rennen kein Problem. Das Auto lief prima. Aber es war extrem schwierig mit dem vielen Wasser. Es war sehr rutschig. Wir hatten auf eine Trockenabstimmung gesetzt. Das hat sich schließlich auch ausgezahlt. Der spätere Wechsel auf Allwetterreifen war dann perfekt. Ein Vorteil war sicher, dass ich vorneweg fahren konnte und so einigermaßen klare Sicht hatte. Deshalb konnte ich relativ schnell einen großen Abstand zu Heikki Kovalainen gewinnen.

Fuhren Sie am Schluss etwas zurückhaltender?
Ich blieb immer voll konzentriert. Ich habe nicht auf den Motor oder die Reifen geachtet, sondern immer nur darauf geschaut, bei den schwierigen Bedingungen auf keinen Fall die Aufmerksamkeit zu verlieren. Ich habe bis zum Schluss versucht zu pushen.

Was sagen Sie dazu, dass seit 1957 außer Ferrari kein anderes italienisches Team mehr den Großen Preis von Italien gewinnen konnte?
Das ist ein ganz spezieller Tag für die Leute von Toro Rosso. Sie werden das nie vergessen - und ich natürlich auch nicht. Dank an Franz Tost, Dank an Gerhard Berger, Dank an Red Bull, dass sie mir vertraut haben und mir ein Cockpit gegeben haben. Wir können stolz auf uns sein. Wenn man sieht, was sich in kurzer Zeit zum Positiven verändert hat. Wir pushen uns unheimlich. In dem Sinn kann man sagen, wir hatten heute die "Eier" zum Sieg. Wir sind ein kleines Team mit nur 170 Angestellten in Faenza. Alle sind extrem glücklich.

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