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Toro Rosso - Formel 1: Die sechs Siegereigenschaften von Sebastian Vettel

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Kolumne  

Vettel: Schlagfertig, aber bodenständig

15.09.2008, 01:06 Uhr | t-online.de

Die Formel-1-Kolumne von Elmar Brümmer, Monza

Sebastian Vettel (Foto: Reuters)Sebastian Vettel (Foto: Reuters) Sebastian, der Sechste: Nach Wolfgang Graf Berghe von Trips, Jochen Mass, Michael Schumacher, Heinz-Harald Frentzen und Ralf Schumacher hat Deutschland seit Sonntag noch einen Formel-1-Sieger: Sebastian Vettel, der jüngste in 58 Jahren Renn-Geschichte. Der Erfolg von Monza wird das Leben des Toro-Rosso-Piloten verändern. Auf eins freute er sich direkt nach dem Dusch-Grand-Prix: "Das Gefühl, als Sieger ins Bett zu fallen." Vettel, ein Siegertyp. Sechs typische Eigenschaften, die den neuen deutschen PS-Helden ausmachen.

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Die Schlagfertigkeit

Auf die Frage, mit welchen sechs Persönlichkeiten er gern zu Abendessen würde, nannte er neben Roger Federer, Ayrton Senna, Hugh Grant, Neil Armstrong und Pablo Picasso auch Jenna Jameson: "Am liebsten hätte ich ja nur Pornostars genannt, aber ihr Name ist der einzige, den ich mir merken konnte..." Oder über den Tipp, den er beim anstehenden Nachtrennen in Singapur beherzigen werde: "Immer die Augen aufhalten!" Und nach seinem Grand-Prix-Debüt 2007 als Kubica-Ersatz in Indianapolis, als er auf Anhieb den ersten WM-Punkt holte, gab er über seine ersten Eindrücke zu Protokoll: "Laut und schnell." Und warum er keine Vegetarier mag, kann er schmunzelnd begründen: "Die Essen das Futter für mein Steakfleisch weg."

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Der Schumi-Faktor

Vettel und Schumacher haben den gleichen Entdecker und Förderer, Gerhard Noack. Beide haben als Kinder in Kerpen das Rüstzeug für die Formel-1-Karrieren bekommen. Vettel hat allerdings keinen Willi Weber, er managt sich selbst. Bei geschätzten 1,5 Millionen Euro Jahressalär bislang auch gut machbar. Und wenn er einen echten Rat braucht, dann kann er den Rekord-Weltmeister jederzeit anrufen. Das ist nicht mal ein Auslandsgespräch - beide residieren in der Schweiz. Schumacher am Genfer See, Vettel, der "Botschafter der Bergstraße" in Walcherswil am Zuger See. Nur die Spitznamen Bubi-Schumi, Bonsai-Schumi, Baby-Schumi, mag er nicht. Die hat er abgelegt wie die Zahnspange. Auch der "große Schumi", dessen Poster schon in Vettels Kinderzimmer hing, sagte: "Ich denke, wir sollten uns über das fantastische Rennen von Sebastian freuen und nicht über irgendwelche Vergleiche reden."

Die Bescheidenheit

Vater Norbert, ein Zimmermann, hatte dem nicht mal Vierjährigen Sebastian nur ein Kart gekauft, "damit die Kinder von der Straße weg sind". Später, als er auf den richtigen Kartbahnen schon abräumte, hat er mal einen Pokal mit in die Schule genommen - als die anderen ihn "Angeber" riefen, hat er es wieder gelassen. "Ich bin ein bodenständiger Mensch", sagte er noch am Abend seines bisher größten Triumphs, "ich bleibe weiter so, wie ich heute morgen aufgestanden bin. Der Hype wird sich schon wieder legen.“

Die Wasser-Tauglichkeit

Einfach nur so auf dem Hof herumzukurven, reichte schon dem kleinen Sebastian nicht aus: Der Herr Papa musste Pylone aufstellen und ein paar Eimer Wasser auskippen, damit die Angelegenheit auch rutschig genug für Sebastians Fahrkünste wurde. Die Eins mit Sternchen, die sich der Abiturient (Prüfungsschnitt 2,8) in Monza verdient hat, ist zwar von den Wetterumständen begünstigt worden, aber alles andere als unverdient: Immerhin schiffte er den Toro Rosso traumhaft sicher mit einer Trockenabstimmung durch die Gischt. Und auch in Monaco und Spa, wo schwierigste Bedingungen herrschten, brachte er seinen Dienstwagen schon auf fünfte Plätze. Intuitiv, wie das geborene Steuermänner eben können. Sein letztes Training im Nassen fand auf der Kartbahn Kerpen statt - mit profillosen Slicks.

Die Cleverness

Schon mit zwölf wusste Junior Vettel, auf was es ankommt: "Ich fahre mit Köpfchen, weil es ohne nicht geht." Niki Lauda bescheinigt ihm in Monza, dass man seiner Fahrweise diese Tugend bis heute ansehen kann: "Sebastian denkt mit dem Auto mit." Mut allein macht es nicht, Analyse ist die zweite große Säule für seine Karriere. Die britische Fachbibel "autosport" nennt ihn schlichtweg "Das Formel-1-Wunderkind".

Die Unerschrockenheit

Vertrauen ins Auto, sagt Vettel, sei die eigentliche Grundlage für den Überraschungserfolg. Aber er gibt dann auch unverblümt zu, auf was es im richtigen Moment in Monza angekommen ist: "Man muss dann einfach auch die Eier dazu haben."

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