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Formel 1: Auch Glock schießt gegen Hamilton

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McLaren-Mercedes  

Auch Glock schießt gegen Hamilton

15.09.2008, 14:50 Uhr | sid

Derzeit im Kreuzfeuer: Lewis Hamilton (Foto: imago)Derzeit im Kreuzfeuer: Lewis Hamilton (Foto: imago) Verkehrsrowdy oder Unschuldslamm: Die Kritik an Lewis Hamiltons Fahrweise reißt nicht ab. Nach der Bestrafung von Spa ist der WM-Spitzenreiter bei seinen Formel-1-Kollegen erneut in die Kritik geraten. Toyota-Pilot Timo Glock schimpfte nach dem Großen Preis von Italien über den Briten.

Hamilton habe ihm bei einem seiner Meinung nach kompromisslosen Überholmanöver mit seinem McLaren-Mercedes keinen Platz gelassen. Glock geriet dabei auf die Wiese, konnte sein Auto aber abfangen.

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"Ich weiß nicht, was er sich dabei gedacht hat. Ich war neben ihm - ein bisschen Platz muss er mir auch noch lassen. Manchmal denkt er wahrscheinlich, er ist alleine auf der Strecke", sagte Glock. Beim nächsten WM-Lauf, dem ersten Nachtrennen der Formel 1 am 28. September in Singapur, will sich Glock nun revanchieren: "Dann werde ich es genauso machen, das lasse ich mir nicht gefallen."

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Von Platz 15 auf 7

Hamilton hatte nach einer Aufholjagd von Startplatz 15 in Monza letztlich den siebten Platz belegt. Damit behauptete er nach dem 14. von 18 WM-Läufen die Führung. Allerdings liegt der Silberpfeil-Star nur noch einen Punkt vor Verfolger Felipe Massa (Brasilien). Der Ferrari-Pilot landete beim Heimspiel der Roten auf Rang sechs.

Abkürzung in Spa

Beim Großen Preis von Belgien hatte Hamilton seinen Sieg wegen einer 25-Sekunden-Strafe verloren. Nach Ansicht der Rennkommissare hat der Brite nach einer Abkürzung in der Schikane den Ferrari von Weltmeister Kimi Räikkönen (Finnland) in der nächsten Kurve nicht den Regeln entsprechend überholt. Hamilton wurde deshalb am grünen Tisch hinter Massa und BMW-Pilot Nick Heidfeld aus Mönchengladbach auf Platz drei zurückgestuft.

Haug: Grandiose Überholmanöver

Mercedes-Sportchef Norbert Haug verteidigt Hamilton gegen jede Kritik. "Der Klassenbeste ist nie beliebt. Lewis ist in Monza als 15. losgefahren und als Siebter angekommen. Sebastian Vettel hat vorn die Musik gemacht und Lewis weiter hinten. Er hat grandiose Überholmanöver gezeigt", sagte Haug. "Und er hat alles Recht, sich als Sieger von Spa zu fühlen."

Hamilton: "Werde meine Einstellung nicht ändern"

McLaren hat gegen die Strafe Einspruch eingelegt. Der wird am 22. September vor dem Berufungsgericht des Automobil-Weltverbandes FIA in Paris verhandelt. Hamilton ist von seinem Team übrigens als Kronzeuge geladen worden. Egal, wie das Urteil lautet - an seiner umstrittenen Fahrweise will der WM-Spitzenreiter nichts ändern. Hamilton: "Ich werde meine Einstellung nicht verändern. Die Formel 1 wird doch erst durch die Überholvorgänge interessant."

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