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Paralympics 2008 - Weitsprung: Wojtek Czyz holt Gold

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Paralympics 2008  

Czyz: "Der Wettkampf meines Lebens"

16.09.2008, 12:30 Uhr | dpa

Unbändige Freude bei Wojtek Czyz (Foto: imago)Unbändige Freude bei Wojtek Czyz (Foto: imago) Es war nicht sein Jahr, aber es war sein Wettkampf: Trotz eines vor sechs Wochen erlittenen Mittelfußbruchs sprang der oberschenkelamputierte Wojtek Czyz vom 1. FC Kaiserslautern mit 6,50 Meter Weltrekord und holte bei den Paralympics in Peking Gold im Weitsprung.

"Ich hatte dieses Jahr nur zwei Wettkämpfe, nachdem ich zwei Operationen am Stumpf und am Kiefer hatte", sagte Czyz. Anfang des Jahres kam dann noch das Pfeiffer'sche Drüsenfieber hinzu. Wenige Tage vor Peking erkrankte auch noch sein Vater schwer. "Ihm widme ich nun dieses Gold", sagte der dreifache Paralympics-Sieger von Athen, der bei der Siegerehrung mit den Tränen zu kämpfen hatte.

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Nach Zusammenprall Bein amputiert

Czyz, der auf dem besten Weg zum Fußball-Profi war, hat seit seinem Schicksalsschlag gelernt zu kämpfen. Vor seinem feststehenden Wechsel zu Fortuna Köln spielte er am 15. September 2001 ein letztes Mal für seinen Verein VfR Grünstadt. Nach einem langen Pass prallte er voll mit dem gegnerischen Torwart zusammen. "Er trifft mich mit seinem gestreckten Bein direkt und mit voller Wucht am Knie. Seinen Blick werde ich nie vergessen! Ob es Absicht war oder nicht, weiß nur er - und ich", erinnert sich Czyz, der nach etlichen Operationen sein Bein neun Tage später verlor. "Eine Welt brach für mich zusammen. All meine Träume sind zunichte gemacht worden."

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Dreifach-Sieg in Athen

Drei Jahre später gewann er bei den Paralympics in Athen drei Goldmedaillen. Als ihn der damalige Bundeskanzler Schröder bei der Siegerehrung innig umarmt, wird er auch in Deutschland zum Star. In Peking holte er seine vierte Goldmedaille. "Er musste aufgrund seiner gesundheitlichen Probleme seinen Rhythmus umstellen, damit sein gesundes Bein geschont wird. Doch letztlich haben er und sein Trainerteam alles richtig gemacht", lobte Leichtathletik-Bundestrainer Ralf Otto.

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In China bestritt Czyz "den Wettkampf seines Lebens". Schon im ersten Versuch schraubte er seinen eigenen Weltrekord (6,23 Meter) auf 6,50 Meter. "Ich musste volles Risiko gehen und alles in diesen ersten Versuch packen. Ich wusste ja nicht, wie lange der Fuß hält. Zudem hat mich die Stimmung im Vogelnest quasi beflügelt", sagte der 28-Jährige, der unmittelbar nach der Siegerehrung erstmal seinen Vater anrief. Czyz: "Zusammen werden wir auch diesen Schicksalsschlag meistern, das Gold wird auch ihn ermutigen."

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