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Drei Krisen, die einen Namen tragen

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Bundesliga  

Drei Krisen, die einen Namen tragen

20.09.2008, 12:39 Uhr | t-online.de

Hannovers Kapitän Robert Enke (li.) und Abwehrspieler Mario Eggimann (Foto: ddp) Ganze sechs Wochen ist die Saison alt, und in Bremen, Dortmund und Hannover brennt bereits extrem der Baum. Der Grund sind jeweils die vergangenen 90 Minuten, in denen dem Trio alte Probleme treu blieben und neue auftauchten. Der Frust sitzt so tief, dass er sich in aller Deutlichkeit entlud: live, vor einem Millionenpublikum.

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Ein Sturm, der nicht trifft

In Bremen stand speziell Claudio Pizarro am Pranger und personifizierte das Versagen des Sturms. Nicht nur der an die Weser zurückgekehrte Peruaner aber kam seinem Auftrag, zu treffen, nicht nach, auch Hugo Almeida versemmelte zum Champions-League-Auftakt gegen den zyprischen Debütanten und Außenseiter Anorthosis Famagusta aus aussichtsreicher Position. Führungskraft Torsten Frings, dessen Wort zählt, betonte nach den 90 Minuten am "Premiere"-Mikrofon voller Enttäuschung, wie leid er es sei, diese Liederlichkeit in der Offensive zu kommentieren.

Eine Abwehr, die stürmt

In Dortmund nahm sich der Chefcoach höchstpersönlich seine Mannschaft vor, nachdem diese Neuankömmling Jürgen Klopp mit der schlechtesten Vorstellung beglückt hatte, seit der frühere ZDF-Experte ins Trainerfach wechselte. "Tendenziell peinlich" empfand der ehemalige Mainzer in der ARD-Nachbereitung, was vor allem seine frisch, fromm, fröhlich und frei stürmenden Abwehrspieler veranstalteten. "Ich dachte, wir wären schon weiter", musste Klopp kopfschüttelnd das Gegenteil konstatieren.

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Ein Südkoreaner, der außer Form ist

Aus den schweren Partien in Leverkusen, gegen die Bayern und Schalke fuhr der letztjährige Pokalfinalist immerhin fünf von neun möglichen Punkten ein, blieb ungeschlagen. Umso derber fiel zum UEFA-Pokal-Auftakt, zur Rückkehr auf die europäische Bühne, die kalte Dusche gegen Udine aus. Insbesondere der Südkoreaner Young Pyo Lee, ein hocherfahrener Verteidiger mit Auslandserfahrung, musste sich nach dem 0:2 fragen lassen, wen oder was er vor dem Führungstor der Italiener gedeckt hatte. Und wie der Not-Nachkauf auch nur annähernd als Ersatz für den verletzten und vermissten Kapitän Dede durchgehen will.

Ein Kapitän, der sich allein gelassen fühlt

"Wenn ich den Ballverlust beim 1:0 sehe, dann fällt mir nichts mehr ein", fraß auch Hannovers Kapitän Robert Enke nach der 0:4-Klatsche in Leverkusen keine Kreide. Am "Premiere"-Mikrofon platzte dem sträflich allein gelassenen Nationaltorwart der Kragen. Zielscheibe: Jan Schlaudraff. Der Nationalstürmer im Wartestand hatte bereits nach fünf Minuten durch einen unerklärlichen Fehlpass Leverkusen - und vor allem Patrick Helmes - die Vorlage zu einem äußerst unterhaltsamen Auftakt des fünften Spieltags geliefert.

Ein Sieg, der überbewertet wird

Enkes Schlussfolgerung bezüglich Schlaudraffs: "Er hat ein gutes Spiel gemacht und ist auch viel gelobt worden", aber so könne man in der Bundesliga nicht bestehen. Vor allem nicht, wenn sich Teile der Mannschaft und des Vereins blenden ließen, "von einem Sieg gegen schwache Gladbacher." Seinem - und Enkes und Hannovers Trainer Heckings - Ex-Verein hatte Schlaudraff im Rahmen des 5:1 einen Doppelpack eingeschenkt.

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Eine Maßnahme, die sich abnutzt

Bedeutet aber nicht, dass Schlaudraff, für den Enke erstmals in vier Jahren Hannover den Ehrenkodex brach, Mitspieler vor laufender Kamera nicht beim Namen zu nennen, in der Saison drin ist. "Natürlich muss er sich auch an die Nase fassen." Genauso wie der Rest der Truppe. "Was wir heute geboten haben, ist ein Offenbarungseid gewesen." Als Kapitän erneut intern auf den Tisch zu hauen, stellte Enke fest, nutze sich auch irgendwann ab: "Das geht nicht ewig." Dann also lieber Ross und Reiter nennen, wenn die Wut noch nicht verraucht ist - so wie in Bremen, so wie in Dortmund.

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