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Lewis Hamilton: Wird das "Unrecht von Spa" korrigiert?

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GP von Belgien - Lewis Hamilton  

Wird das "Unrecht von Spa" korrigiert?

22.09.2008, 11:12 Uhr | dpa

Lewis Hamilton (li.) überholt in Spa Kimi Räikkönen (Foto: imago)Lewis Hamilton (li.) überholt in Spa Kimi Räikkönen (Foto: imago) Lewis Hamilton kämpft am Grünen Tisch gegen das "Unrecht von Spa", sein Team rechnet fest mit einem Erfolg. "Die Fakten sprechen klar für Lewis", sagte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug vor der Verhandlung der Berufungsrichter des Automobil-Weltverbands FIA am heutigen Montag in Paris.

Die Juristen müssen nun entscheiden, ob der britische Formel-1-Pilot beim Großen Preis von Belgien am 7. September 2008 zu Recht von Platz eins auf Rang drei strafversetzt wurde. "Ich fühle mich nicht schuldig", sagte der WM-Spitzenreiter, der sechs Tage vor dem Nachtrennen in Singapur wohl selbst in Paris anwesend sein wird.

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WM-Entscheidung am Grünen Tisch?

Für den McLaren-Mercedes-Fahrer, der in Spa für eine strittige Attacke gegen Ferrari-Pilot Kimi Räikkönen bestraft wurde, geht es vier Rennen vor Ende der Saison um viel. Erhält der 23-Jährige den Sieg zurück, wächst sein Punktekonto um vier Zähler auf 82. Verfolger Felipe Massa, der als ursprünglicher Zweiter in Spa nach Hamiltons Bestrafung den ersten Platz "erbte", würde hingegen zwei Punkte verlieren. Mit dann 75 Zählern hätte der brasilianische Ferrari-Mann statt einem plötzlich sieben Punkte Rückstand auf den WM-Führenden.

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Hamilton: "Es geht auf jeden Fall weiter"

"Ich hoffe, dass die FIA die Möglichkeit der Berufungsverhandlung nutzt, denn man kann sich ja mal täuschen", sagte Haug. Hamilton indes ist auch für eine Enttäuschung gerüstet: "Wie auch immer das Ergebnis in Paris sein wird, für mich geht es weiter. Ich konzentriere mich darauf, in den nächsten Rennen mehr Punkte zu holen und zu beweisen, dass mich nichts umwerfen kann."

Argumentationssache

Die Rennkommissare hatten Hamilton vorgeworfen, durch das Abkürzen einer Schikane kurz vor Ende des Rennens in Spa einen Vorteil gegen den führenden Räikkönen erworben zu haben. Daher wurde der Brite zwei Stunden nach der Zieldurchfahrt mit einer 25-Sekunden-Zeitstrafe belegt und rutschte hinter Massa und BMW-Sauber-Pilot Nick Heidfeld auf Rang drei. Die Silbernen hingegen argumentieren, Hamilton sei kurz vom Gas gegangen und habe Räikkönen wieder vorbeiziehen lassen, ehe er den Finnen erneut überholte. Zudem hatte Renndirektor Charlie Whiting dem Team auf Nachfrage während des Grand Prix zweimal bestätigt, das Manöver sei "okay" gewesen. "Ich fühle mich als Sieger des Rennens", sagte Hamilton.

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Lauda spricht gar von Perversion und Verschwörung

Auch einige Formel-1-Experten wie Ex-Weltmeister Niki Lauda kritisierten die Strafe scharf. "Das Urteil ist das Perverseste, was ich je gehört habe", schimpfte Lauda. Tausende Hamilton-Fans witterten eine Verschwörung zu Gunsten des Titel-Rivalen Ferrari und forderten in einer Internet-Petition die Aufhebung der Strafe. "Völliger Unsinn", sagte FIA-Präsident Max Mosley. Dagegen zeigten nahezu alle Fahrer-Kollegen im Formel-1-Zirkus ausdrücklich Verständnis für die Entscheidung der Rennkommissare.

Neues Agreement

Um weitere Unruhen und Missverständnisse zu vermeiden, präzisierten die Regelhüter vor dem Italien-Grand-Prix in Monza vor einer Woche die Vorschriften für das Überholen nach dem Abkürzen einer Schikane. Mindestens eine weitere Kurve soll künftig jeder Pilot abwarten, ehe er seinen Konkurrenten nach einem solchen Manöver erneut attackiert.

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