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2. Bundesliga: Schwere Krawalle überschatten Nordduell in Rostock

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6. Spieltag - Freitagsspiele  

Schwere Krawalle überschatten Nordduell

27.09.2008, 00:32 Uhr | dpa

Rostock: Krawalle auch schon im Stadion (Foto: imago)Rostock: Krawalle auch schon im Stadion (Foto: imago)Nach dem Spiel zwischen dem FC Hansa Rostock und dem FC St. Pauli ist es zu schweren Ausschreitungen gekommen. Wie die Polizei mitteilte, gab es 15 Verletzte, darunter auch sechs Beamte. Die Polizei setzte Wasserwerfer ein, weil Hansa-Fans eine Absperrung durchbrechen wollten.

Schon vor der Partie wurden 52 Personen vorläufig festgesetzt, 47 davon wegen des Verdachts des schweren Landfriedensbruchs. Alle Verhafteten befinden mittlerweile wieder auf freiem Fuß. Rund um das Spiel waren rund 600 Beamte aus Mecklenburg-Vorpommern, Bayern und von der Bundespolizei im Einsatz.



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Ärger hauptsächlich vor dem Stadion

Nach dem 3:0-Sieg der Rostocker im brisanten Nord-Derby der 2. Liga hatten Rostocker Fans versucht, in den Gäste-Block zu gelangen. Anschließend kam es außerhalb des Stadions zu Zusammenstößen. Augenzeugen berichteten von schweren Prügeleien nach dem Schlusspfiff zwischen Polizei und Fans.

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Fast keine Prügeleien zwischen den Fans

Die Taktik, beide Fan-Gruppen nicht aufeinandertreffen zu lassen, sei bis auf zwei Ausnahmen aufgegangen, sagte die Polizeisprecherin Dörte Lembke. Die Auseinandersetzungen hätten fast ausschließlich zwischen den jeweiligen Fangruppen und der Polizei stattgefunden. Nachdem die Hamburger die Heimreise angetreten hatten, versuchte die Polizei, den Stadion-Vorplatz zu räumen. Dabei wurden zwei Wasserwerfer eingesetzt.

Hansa-Chaoten halten sich nicht an Vereinbarung

Lembke verteidigte das Vorgehen der Polizei. Eine Vereinbarung zwischen Hansa-Fans, Verein, Ordnungsdienst und Polizei sei von den Anhängern nicht eingehalten worden. Demnach wollten sich die Beamten im Hintergrund aufhalten, solange die Anhänger friedlich sind. Rostocker Fans hätten sich aber nicht an die Abmachung gehalten.

Stanislawski: "Leute mit halber Gehirnzelle"

Schon in der Vergangenheit war es beim Aufeinandertreffen beider Vereine zu massiven Ausschreitungen gekommen. Im Vorfeld hatten deshalb Vertreter beider Fan-Lager intensive Gespräche geführt. "Es gibt immer wieder Leute mit einer halben Gehirnzelle. Man muss versuchen, diese Leute so schnell wie möglich auszusortieren", sagte Hamburgs Trainer Holger Stanislawski. Ähnlich sah es auch Rostocks Vorstandsvorsitzender Dirk Grabow: "Ich habe null Verständnis. Ich weiß nicht, was in deren Köpfen vorgeht. Wahrscheinlich sind die leer."

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