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Großer Preis von Singapur: Alonso überrascht, Ferrari-Team patzt, Rosberg feiert

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Das Rennen in Singapur  

Alonso überrascht, Ferrari patzt, Rosberg feiert

28.09.2008, 15:46 Uhr | Norman Gosch, t-online.de, dpa

Feiert sich und seinen zweiten Platz: Nico Rosberg (Foto: dpa)Feiert sich und seinen zweiten Platz: Nico Rosberg (Foto: dpa) Roter Alptraum in der Nacht von Singapur, traumhafte Flutlicht-Premiere für Nico Rosberg und Sieg-Comeback für Fernando Alonso: Während eine peinliche Tank-Panne Felipe Massa ausbremste, raste Rosberg mit einer grandiosen Leistung zur besten Platzierung seiner Karriere. Der Williams-Pilot musste sich ungeachtet einer Zeitstrafe beim mitreißenden ersten Nacht-Rennen der Formel-1-Geschichte lediglich dem vom 15. Rang aus gestarteten zweimaligen Weltmeister Alonso im Renault geschlagen geben.

WM-Spitzenreiter und McLaren-Mercedes-Mann Lewis Hamilton baute als Dritter bei dem spektakulären Grand Prix mit zwei Safety-Car-Phasen seine Gesamt-Führung auf sieben Punkte aus. Titelverteidiger Kimi Räikkönen fuhr zwei Stunden vor Mitternacht seinen Ferrari in der drittletzten Runde zu Schrott, Massa kam nur als 13. ins Ziel.

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Vier deutsche Piloten in den Punkten

Neben Rosberg sorgten im Hafen der Millionen-Metropole auch seine Landsleute für eines der besten Ergebnisse der schwarz-rot-goldenen Flotte. Monza-Sensationssieger Sebastian Vettel kam als Fünfter erneut in die Punkte. Noch vor dem 21 Jahre alten Toro-Rosso-Piloten reihte sich Timo Glock im Toyota als Vierter ein. Nick Heidfeld wurde im BMW-Sauber Sechster. Der Fünfte im Bunde, Adrian Sutil, landete mit seinem Force India elf Runden vor Schluss in der Streckenbegrenzung.

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Tankchaos bei Stopp von Massa

Verletzter Ferrari-Mechaniker wird abtransportiert (Foto: dpa)Verletzter Ferrari-Mechaniker wird abtransportiert (Foto: dpa) Massas Traum, sich beim Saisonfinale in seiner Heimat Sao Paulo die WM-Krone aufzusetzen, erhielt an der Box den ganz schweren Dämpfer. Die Ampel schaltete beim ersten Stopp auf grün, der Brasilianer gab Gas - doch der Tankrüssel steckte noch im roten Renner. Massa riss die halbe Anlage mit, ein Mechaniker wurde wie schon bei einem ähnlich fatalen Fauxpas bei Kollege und Titelverteidiger Kimi Räikkönen in Valencia Ende August verletzt und ins Medical Center an der Strecke gebracht. Massa stoppte am Ende der Boxengasse, die herbeigeeilten Mechaniker brauchten eine für Massa gefühlte Ewigkeit, um mit vereinten Kräften den verkeilten Tankrüssel wieder zu entfernen. Anschließend wurde der Südamerikaner auch noch mit einer Durchfahrts-Strafe belegt.

Ron Dennis: "Sieben-Punkte-Führung unbezahlbar"

Vor den letzten drei Rennen der Saison hat Hamilton nun sieben Punkte Vorsprung auf Massa, der bei 77 Zählern verharrt. "Eine Sieben-Punkte-Führung ist unbezahlbar bei noch drei ausstehenden Rennen", meinte McLaren-Boss Ren Dennis. Dritter bleibt Kubica (64) vor Titelverteidiger Kimi Räikkönen (57). Als bester Deutscher verbesserte der fünftplatzierte BMW-Sauber-Mann Heidfeld sein Konto um drei Zähler und ist WM-Fünfter.

Unfallfreier Start, Vettel rückt vor

Die Experten hatten kritische Szenen beim Start prophezeit. Immerhin geht es in Singapur schon nach 300 Metern in eine enge 90-Grad-Kurve, die Unfallgefahr war dementsprechend hoch. Doch das gesamte Feld kam ohne sicht- oder hörbare Blessuren durch den Linksknick - und Felipe Massa setzte gleich alles dran, den Abstand zu Lewis Hamilton zu vergrößern. Sebastian Vettel profitierte unterdessen vom schwachen Start Heikki Kovalainens und rutschte auf Rang fünf nach vorne.

Spitzentrio hängt das Feld ab

An der Spitze zog das Trio Massa, Hamilton und Kimi Räikkönen sukzessive davon. Während Hamilton Runde um Runde Boden auf Massa verlor, kam der Finne im zweiten Ferrari mit riesigen Schritten von hinten angeflogen und machte Druck auf den Vizeweltmeister. Hamilton hatte keine Möglichkeiten, der Aufholjagd etwas entgegenzusetzen - Räikkönen fuhr eine schnelle Runde nach der anderen.

Safety Car bringt alles durcheinander

Crashte in die Begrenzungsmauer: Nelson Piquet, Jr. (Foto: dpa)Crashte in die Begrenzungsmauer: Nelson Piquet, Jr. (Foto: dpa) In der 15. Runde musste dann Bernd Mayländer erstmals an diesem Wochenende das Safety Car aus der Boxengasse auf die Strecke steuern. Nelson Piquet, Jr. war mit seinem Renault in eine Begrenzungsmauer gekracht, die Strecke konnte ohne eine Unterbrechung nicht gereinigt werden. Das Safety Car brachte einige Teams in ernste Schwierigkeiten, standen zu dem Zeitpunkt diverse Boxenstopps an. Und so kamen trotz des Verbots Fahrer wie Nico Rosberg und Robert Kubica zwangsweise zum Service, denn ihre Tanks waren so gut wie trocken gefahren.

Alonso plötzlich an der Spitze

Als die Boxengasse offiziell wieder freigegeben wurde, unterlief der Ferrari-Crew dann der geschilderte Fehler. Massa fiel dadurch bis auf den letzten Platz zurück, ein Sieg war quasi unmöglich geworden. Großer Nutznießer des Chaos war Fernando Alonso. Der Spanier hatte kurz vor Piquets Crash gestoppt, entkam so den Bestrafungen für das Tanken in der Safety-Car-Phase. Als sich das Feld dann wieder sortiert hatte, lag Alonso an der Spitze und führte den Grand Prix an - und das nach Startplatz 15. Während der Doppelweltmeister alles auf eine Karte setzte, das Rennen irgendwie nach Hause zu fahren, begnügte sich Hamilton auf Rang vier liegend mit dem Minimal-Rennprogramm: keine Attacken, einfach nur ankommen.

Zweite Safety-Car-Phase nach Sutil-Crash

Elf Runden vor Schluss musste das Safety Car dann ein zweites Mal auf die Strecke. Adrian Sutil wurde durch einen Dreher von Felipe Massa irritiert und rauschte in die Leitplanken. Das Feld rückte wieder zusammen, Alonso hatte plötzlich Rosberg und Hamilton im Nacken sitzen. Aber der Spanier hatte alles im Griff, ließ sich auch durch die erneute Safety-Car-Phase nicht aus der Ruhe bringen.

Rosberg fährt fantastisches Rennen

Räikkönen im zweiten Ferrari lag kurz vor Ende des Rennens auf einem guten fünften Rang. Doch eine kleine Unachtsamkeit hebelte seinen Boliden aus, der dann in die Begrenzung krachte - das Aus. Rosberg fuhr derweil ein fantastisches Rennen. Trotz einer Stop-and-Go-Strafe, die er aufgrund des Boxenstopps während der ersten Safety-Car-Phase aufgebrummt bekam, kämpfte sich der Deutsche bis auf Rang zwei nach vorne. Und dort blieb er auch, hielt Hamilton auf den letzten Runden hinter sich.

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