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Reitsport  

Weg frei für den doppelten Bundestrainer

12.02.2010, 22:40 Uhr | dpa

Die Reiter warten auf eine Lösung in der Bundestrainer-Frage. (Foto: imago)Die Reiter warten auf eine Lösung in der Bundestrainer-Frage. (Foto: imago) Bei der Bundestrainer-Suche hat die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) einen großen Schritt gemacht und die Voraussetzungen für eine Doppelspitze geschaffen. Der Verband habe mit dem Bundesministerium des Inneren die Finanzierungsmöglichkeiten geklärt, bestätigte FN-Generalsekretär Hanfried Haring.

"Die Möglichkeit mit zwei Trainern besteht jetzt", sagte er. Allerdings hat mit Otto Becker einer der am häufigsten genannten Kandidaten kein Interesse: "Ich will noch ein paar Jahre reiten."

Rauswurf Gravemeier ist seinen Bundestrainer-Job los

Haring: "Verhandlungen werden geführt"

Nach mehreren Wochen der Stagnation kann der Verband einen ersten Fortschritt verbuchen. Ministerium und Verband würden sich im Falle eines Trainer-Tandems die Kosten teilen. "Es ist denkbar, dass es eine Aufgabenteilung gibt, dass es auf mehrere Schultern verteilt wird", erklärte Haring. Eine endgültige Entscheidung sei aber noch nicht gefallen: "Derzeit werden Verhandlungen geführt." Durch den nicht ganz freiwilligen Rücktritt von Kurt Gravemeier muss der Verband spätestens zum Jahresende eine neue Lösung finden.

Engemann bekundet öffentlich Interesse

"Wir reden mit allen, die Interesse haben", sagte Peter Hofmann, Vorsitzender des Springausschusses. "Wir wollen uns später nicht vorwerfen lassen, dass wir einen nicht angehört haben." Einziger Kandidat, der öffentlich sein Interesse bekundet hat, ist bisher Heinrich Hermann Engemann, der seine aktive Reiterkarriere vor wenigen Wochen beendet hat. Das von einigen B-Reitern favorisierte Modell mit der Doppel-Spitze Engemann/Becker wird es allerdings nicht geben. "Es freut mich natürlich, dass ich angesprochen worden bin", sagte Becker. Er habe aber gute Pferde im Stall und wolle weiterhin reiten: "Solange ich konkurrenzfähig bin, mache ich weiter."

Kein aktiver Reiter

Einen reitenden Trainer wird es nicht geben. "Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass jemand die Trainer-Aufgaben übernimmt, wenn er noch selber reitet", sagte FN-Generalsekretär Haring: "Das würde von den Kollegen nicht akzeptiert."

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