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Die Ansammlung von faulen Egoisten wachrütteln

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FC Bayern München  

Die Ansammlung von faulen Egoisten wachrütteln

05.10.2008, 16:20 Uhr | t-online.de, dpa

Bayern Münchens Cheftrainer Jürgen Klinsmann (Foto: dpa)Bayern Münchens Cheftrainer Jürgen Klinsmann (Foto: dpa) Schluss mit der Wohlfühloase an der Säbener Straße: Die Fans skandieren "Klinsmann raus!", brüllen sich tags drauf den Weg zum Training frei, und der gefrustete Cheftrainer wird auch immer lauter. "Ich kann es als Trainer nicht akzeptieren, wenn es gegen Bochum 3:1 steht, das Spiel durch ist, und dann die Leute, die reinkommen, nicht die gleiche Einstellung an den Tag legen wie ein 33-, 34-Jähriger, der sich 80 Minuten abrackert."

Der, der sich "abrackerte", war der Brasilianer Zé Roberto, der vielleicht beste Bayer dieser Tage. Der Doppelpack des Ex-Nationalspielers erwies einmal mehr den Wert des Ausnahmetechnikers.

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Beispielgebender Zé Roberto

So wie er, müsse "jeder Spieler uns zeigen, dass er für den FC Bayern mit 100 Prozent Herz da ist, dass er alles von sich abverlangt, dass er im Mittelfeld abräumt, dass er vorne das Tor mit letzter Konsequenz erzwingen will", erging Klinsmanns Forderung. Hinter dem immer immenser unter Druck stehenden Cheftrainer lag eine "unruhige" Nacht, wie er im Interview mit "fcb.tv" zugab.

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"Katastrophe" gegen Bochum

Klinsmann kündigte eine schonungslose Analyse der Fehler an. "Das bisherige Abschneiden nach sieben Bundesliga-Spieltagen ist für den FC Bayern einfach nicht zu akzeptieren." DFB-Sportdirektor Matthias Sammer hatte schon unmittelbar nach dem Remis gegen Bochum auf "Premiere" das Ergebnis als "Katastrophe für Bayern München" bezeichnet und analysiert: "Man gewinnt das Spiel mit 3:2, wenn die Mannschaft stabil ist und schon ein Gesicht hat." Beides ist nicht der Fall.

Endlich an die Spieler rankommen

Sammer sprach von "strukturellen Problemen", und TV-Journalist Uli Köhler am Morgen danach in der DSF-Talkrunde "Doppelpass" davon, dass die Klinsmann zu Weihnachten den Job kosten könnten: "Dann wird Bilanz gezogen." Ob die Zeit reicht, Klinsmanns Ideen in die Köpfe offensichtlich "fauler" Spieler hineinzubekommen? "Er muss ihnen klar machen, dass seine Ideen ihnen gut tun", so Köhler. Ideen, die "alle richtig und im modernen Fußball verhaftet" seien, zudem bewährt in den führenden Ligen Europas.

Eine Ansammlung von Mitläufern

Udo Lattek aber gab zu bedenken, was bisher von Klinsmanns vollmundigen Ankündigungen geblieben und von seinen Maßnahmen zu sehen sei: "Was hat sich geändert, was ist besser geworden? Bisher kommt er an die Mannschaft nicht ran, sie hat kein Leben, es ist kein Feuer drin." Jeder Spieler, so der langjährige bayerische Meistertrainer, halte sich raus. Selbst ein Philipp Lahm, der immerhin Ansprüche auf das Kapitänsamt stellte und stellt, laufe nur mit - aber keiner für den anderen. "Das ist eine Kette ohne Ende, wie eine Viruskrankheit. Und dann kommt sowas zu Stande."

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Keine Lust auf die Last

Sowas wie die letzten Minuten gegen Bochum. Es soll sich nicht wiederholen. "Letztendlich muss aber der Trainer seinen Kopf dafür hinhalten, wenn die Dinge nicht genau so umgesetzt werden, wie man sie den Spielern aufgibt", stellte sich Klinsmann öffentlich schützend vor sein Personal, dem Lattek und Köhler Faulheit unterstellten. Letzterer erzählte, dass der Kader murre, etwas für den Erfolg tun, arbeiten zu müssen. "Früher unter Ottmar Hitzfeld war freitags vor einem Spiel Regeneration angesagt. Heute regen sie sich auf, wenn sie dann noch ein paar Sprints machen müssen." Die Tage unter "Quälix" Magath scheinen vergessen zu sein...

Klinsi weiß, wo er anzusetzen hat

"Wir werden dafür sorgen, dass es in der Bundesliga nach oben geht", versicherte Klinsmann gegenüber "fcb.tv". Klinsmann verspürte neben Enttäuschung "auch eine gewisse Wut", wie er befand. "Es tut weh, aber ich bin von Natur aus ein Kämpfer. Ich weiß, wo im Moment die Probleme stecken. Ich werde sie ansprechen und Schritt für Schritt werden wir sie ausbessern." Der Faktor Zeit ist Klinsmanns vermeintlich größter Helfer, gleichzeitig aber auch die Schlinge um seinen Hals. "In der Bundesliga haben wir Gott sei Dank noch genügend Spiele, um die Dinge Schritt für Schritt zu korrigieren - aber natürlich mit einer ganz anderen Entschlossenheit, mit einer direkten Erwartungshaltung gegenüber den Spielern."

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