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McLaren-Mercedes: Haug hofft auf "das Quäntchen Glück"

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McLaren-Mercedes  

Norbert Haug: "Brauchen das Quäntchen Glück"

08.10.2008, 13:16 Uhr | t-online.de

Auf dem Weg zum WM-Titel: Norbert Haug (li.) und Lewis Hamilton (Foto: imago)Auf dem Weg zum WM-Titel: Norbert Haug (li.) und Lewis Hamilton (Foto: imago) Vor zwölf Monaten gewann Lewis Hamilton das Regen-Rennen in Fuji und erhöhte seinen Vorsprung auf Ferrari-Fahrer Kimi Räikkönen auf 17 Punkte. Dennoch reichte es in seinem Premierenjahr in der Formel 1 nicht zum Titel, Hamilton wurde Zweiter mit einem Zähler Rückstand auf den Finnen und punktgleich mit seinem damaligen Teamkollegen Fernando Alonso.

In den diesjährigen Großen Preis von Japan startet der Brite mit sieben Punkten Vorsprung vor Felipe Massa im Ferrari. Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug hofft im Titelkampf auf das "Quäntchen Glück", wie er in einem Interview verriet.

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Es geht auf die Zielgerade der Saison - warum hat Lewis Hamilton diesmal auch ganz am Ende die Nase vorn?
Haug: "Wenn wir es wüssten, müssten wir nicht fahren. Alle im Team arbeiten hart und voller Konzentration daran, dass Lewis am Ende einen Bonus hat, der mindestens so groß ist wie sein Malus im letzten Jahr nach dem letzten Rennen - nämlich einen Punkt. In den letzten sieben Rennen holte Lewis so viele Punkte wie beide Ferrari-Fahrer zusammen und seit sieben Rennen führt er wieder die Tabelle an, seit über drei Monaten also, und drei Rennen lang - und diesmal bis nach dem letzten Rennen - soll das jetzt auch noch klappen."

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Welche Lehren haben das Team und auch Lewis selbst aus dem vergangenen Jahr gezogen, als er vor dem drittletzten Rennen sogar 13 Punkte Vorsprung hatte? Zum Vergleich: nun sind es sieben.
Haug: "Lewis hatte gar 17 Punkte Vorsprung als noch zwei Rennen zu fahren waren. Das Team machte einen Fehler beim vorletzten Rennen in China, Lewis kann ich dabei keinen Vorwurf machen. Das Getriebe setzte beim Finale über 30 Sekunden lang aus, als Lewis immer noch sieben Punkte Vorsprung hatte, dadurch schaffte er dann nur Rang sieben und zwei Wertungspunkte. Wir haben uns damals nach einer mustergültigen Saison leider selbst geschlagen - aber so was passiert, schauen Sie, was bei Ferrari zuletzt in Singapur geschah. Das amtierende Weltmeisterteam ist deshalb aber trotzdem keine 'Trottelmannschaft', sondern hat nur bewiesen, wie dicht Triumph und Niederlage in der Formel 1 zusammen liegen. Hero und Zero ist in der Formel 1 manchmal eben keinen Millimeter voneinander getrennt."

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Das Fuji-Comeback 2007 war vom Regen geprägt, Lewis gewann das teilweise chaotische Rennen. Wie groß sind die Befürchtungen, dass es auch in diesem Jahr wieder einige Unwägbarkeiten geben könnte?
Haug: "Mit dem Wetter beschäftigt man sich am besten am Morgen des Trainings - beziehungsweise des Renntages. Ändern kann man es sowieso nicht und es ist für alle gleich. Bereits bei vier von bisher 15 Rennen war in dieser Saison Regen im Spiel; dreimal fuhr Lewis als Erster über die Ziellinie."

Trotz einer Reihe von Strafen - vor allem in Spa Francorchamps - hat sich Lewis Hamilton nach 5/6 der Saison an der Spitze behauptet . Wie schätzen Sie seine Leistung im Vergleich zum Vorjahr, seiner ersten Formel-1-Saison, ein?
Haug: "Lewis hat in 32 Grand Prix seiner Formel 1 Karriere mehr Punkte gemacht als jeder andere Fahrer im Feld, das beweist seine Konstanz. In den letzten sieben Rennen, seit seinem Sieg in Silverstone, liegt Lewis an der Tabellenspitze. Daraus jetzt aber Prognosen für die drei letzten Rennen abzuleiten ist nicht mein Ding - alles ist offen aber eine bessere Chance als Lewis, den Titel zu gewinnen, hat keiner, eine gleich große vielleicht schon."

Haben Sie, wie vor dem Singapur-Rennen, noch immer insgesamt sechs Fahrer auf der Rechnung, die in den letzten drei Rennen um den Titel kämpfen?
Haug: "Ich habe alle auf der Rechnung, die mathematische Chancen haben, alles andere wäre töricht. Wer hätte beispielsweise vor Singapur gedacht, dass Ferrari Null Punkte machen wird, wo für dieses Team grundsätzlich das Maximum von 18 drin war?"

Was spricht dafür, dass neun Jahre nach Mika Häkkinen Mercedes mit McLaren den WM-Fahrertitel holt und welche Bedeutung hätte dies für die Marke?
Haug: "Ganz sicher die vielen Vize-Weltmeisterschaften, als wir, oft ganz knapp vor dem großen Ziel geschlagen, Zweiter wurden und hoffentlich die Tatsache, dass Lewis auch 35 Mal kann, was er nach seinen 32 Grand Prix geschafft hat - nämlich der Fahrer mit den meisten Punkten in der Formel 1-WM zu sein. Das Quäntchen Glück brauchen wir bei allem Können dazu aber immer noch und wenn wir dieses haben sollten, dann ist dies verdient - da bin ich mir absolut sicher."

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