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Nick Heidfeld: "Ich weiß, wie man gewinnt"

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Heidfeld: "Ich weiß, wie man gewinnt"

10.10.2008, 16:18 Uhr | sid

BMW-Sauber-Pilot Nick Heidfeld (Foto: imago)BMW-Sauber-Pilot Nick Heidfeld (Foto: imago) "Herr Heidfeld, wie erleichtert sind Sie darüber, auch im kommenden Jahr für BMW-Sauber fahren zu dürfen?"

Nick Heidfeld: "Ich habe mich gefreut und war auch ein bisschen erleichtert. Ich konnte mir nicht ganz sicher sein, auch wenn ich schon gehofft und gedacht habe, dass es weitergeht. Ich habe natürlich auch mit einigen anderen Teams gesprochen, bei denen Möglichkeiten dagewesen wären."

"Verärgert es Sie eigentlich, dass Ihnen das Team nicht früher das Vertrauen ausgesprochen hat?"

Heidfeld: "Natürlich wäre es mir lieber gewesen, wenn ich früher bestätigt worden wäre. Aber so war es nun mal nicht, und ich musste mich damit abfinden. Das Entscheidende ist das Endergebnis: dass wir kommendes Jahr zusammenarbeiten. Damit haben wir alle das, was wir wollten. BMW war mein erster Ansprechpartner, weil wir schon seit Jahren zusammenarbeiten und bislang alle Ziele gemeinsam erreicht haben. Und weil ich davon ausgehe, dass ich mit dem Team im kommenden Jahr um die Weltmeisterschaft kämpfen kann."

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"Nach der Bekanntgabe der Fahrerpaarung für 2009 hieß es, Sie hätten Glück gehabt, seien aber nur eine Notlösung, weil BMW-Sauber Fernando Alonso oder Nico Rosberg nicht bekommen konnte."

Heidfeld: "Ich glaube, dass von allen Seiten alle Möglichkeiten bestanden haben. Aber ich denke, ich habe das Cockpit mehr als verdient, wenn man sich anschaut, was ich in den vergangenen Jahren, aber auch in der laufenden Saison geschafft habe. Robert Kubica gilt in den Augen vieler Fachleute als der vielleicht beste Fahrer, ich dagegen habe meine katastrophalste Saison erlebt, bin aber nur acht Punkte hinter ihm. Das Ganze kann also nicht so dramatisch gewesen sein."

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"Zufrieden können Sie aber doch nicht sein ..."

Heidfeld: "Mir wäre es natürlich lieber, wenn es so wäre wie in den anderthalb Jahren zuvor, als ich ganz deutlich die Oberhand hatte. Dennoch: Ich habe angesichts der Probleme das Maximale herausgeholt. Ich hätte in dieser schwierigen Situation auch leicht den Kopf verlieren und über die Verhältnisse fahren können. Das habe ich aber nicht getan, und das zahlt sich jetzt aus."

"Wie wichtig ist Ihnen eigentlich Ihr Image?"

Heidfeld: "Unwichtig ist vielleicht das falsche Wort, aber ich unternehme keine Anstrengungen, um irgendein Image aufzubauen. Ich bin so, wie ich bin. Ich hoffe, dass ich richtig nach außen wahrgenommen werde, wenn nicht, auch gut. Ich bin selbstbewusst genug, Fehler einzugestehen. Ich glaube, Selbstbewusstsein hat nichts damit zu tun, dass man sagt, ich bin der Beste, ich kann alles. Das ist für mich eine ganz wichtige Lebensmaxime, und das ist auch im Sport ganz wichtig, um sich weiterzuentwickeln. Leute, die keine Fehler eingestehen, werden auf lange Sicht nicht wirklich erfolgreich sein."

"Muss man nicht eher ein unangenehmer, rücksichtsloser Typ sein, um in der Formel 1 erfolgreich zu sein?"

Heidfeld: "Nein, ich glaube, wir hatten in der Formel 1 nicht nur miese Typen als Weltmeister. Mir fällt jedenfalls keiner ein."

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"Aber in der Formel 1 werden genau diese Typen als Ideal angesehen. Sie sind mehr gefragt als andere ..."

Heidfeld: "Ich glaube nicht, dass sich Fernando Alonso mit dem, was er bei McLaren-Mercedes gemacht hat, nur Vorteile verschafft hat. Ich glaube schon, dass das auch in der Formel 1 kritisch gesehen wird. Man muss natürlich knallhart sein. Ich glaube, dass ich abseits der Strecke eine eher freundliche Person bin, aber auf der Strecke bin ich nicht so weich, wie ich daneben vielleicht rüberkomme. Man muss sich doch nur mal meine Zweikämpfe mit Alonso, den man als Egomanen bezeichnen könnte, anschauen. Da habe ich ihn öfter überholt als jeder andere. Wir hatten immer harte, aber faire Fights: In Magny-Cours, Monaco, in der Türkei - und in Bahrain habe ich ihn außen herum überholt. Wenn man ihn als einen der Härtesten in der Formel 1 bezeichnet, dann muss ich mir angesichts dieser Zweikämpfe nicht vorwerfen lassen, dass ich nicht hart genug war."

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"Nervt Sie die Oberflächlichkeit der Formel 1 manchmal?"

Heidfeld: "Ich sehe das nicht so, dass zum Beispiel der Egoismus so gefragt ist. Mir wäre es allerdings lieber, wenn ich mehr Zeit im Auto verbringen würde, bei dem, was alles ringsherum passiert. Auf der anderen Seite ist das natürlich auch ein Hauptgrund, warum die Formel 1 so hochprofessionell ist wie sie ist. Das gehört einfach zusammen, das eine funktioniert ohne das andere nicht."

"Was spricht dafür, dass Sie kommendes Jahr mit BMW-Sauber Weltmeister werden?"

Heidfeld: "Wir haben in den vergangenen Jahren alle Ziele erreicht, die wir uns vorgenommen haben. Die Konstanz spricht für uns. Die Unbekannte ist natürlich die riesige Reglementänderung. Wenn das Reglement von jetzt beibehalten werden würde, dann wäre ich mir sehr sicher, dass wir das Ziel erreichen können. Für mich spricht die Tatsache, dass ich aus dieser schwierigen Phase herausgekommen bin. Ich habe daraus gelernt und meinen Kopf behalten. Und im Übrigen habe ich in allen Serien vorher gewonnen. Ich weiß, wie man Meisterschaften gewinnt, und ich bin überzeugt davon, dass ich das, wenn das Auto stimmt, auch in der Formel 1 schaffen kann."

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