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Großer Preis von Japan: Kubica mischt sich in den Titelkampf ein

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Das Rennen in Fuji  

Kubica mischt sich in den Titelkampf ein

12.10.2008, 06:47 Uhr | Norman Gosch, t-online.de

Plötzlich mitten drin im Titelkampf: Robert Kubica (Foto: dpa)Plötzlich mitten drin im Titelkampf: Robert Kubica (Foto: dpa) Das Finale der Königsklasse des Motorsports bleibt spannend. Eine packende Startphase beim Großen Preis von Japan wirbelt das Feld durcheinander und verbaut WM-Spitzenreiter Lewis Hamilton die Chance auf den Sieg. Den schnappt sich wie schon in Singapur Fernando Alonso (Renault) vor Robert Kubica (BMW Sauber F1 Team). Bester Deutscher wird Sebastian Vettel im Toro Rosso.

In der WM-Wertung bleibt Hamilton weiter vorn mit fünf Punkten Vorsprung auf Massa, der in Fuji mit Rang sieben zwei Punkte gutmachen kann. Dank seines zweiten Platzes mischt jetzt allerdings auch Robert Kubica in den noch verbleibenden zwei Rennen im Kampf um den Titel kräftig mit.

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Start wirft jegliche Strategie über den Haufen

Vor dem Start zum Großen Preis von Japan standen alle Zeichen für Lewis Hamilton auf Sieg. Pole Position, Felipe Massa nur auf Rang fünf - eine bessere Ausgangsposition hätte sich der junge Brite nicht wünschen können. Dank des Sieben-Punkte-Vorsprungs auf Massa in der Fahrerwertung sah alles danach aus, dass Hamilton in Fuji die Weichen auf Titelgewinn stellen würde. Doch ein hartes Duell beim Start sowie ein Rempler von Massa warfen alle Pläne über den Haufen.

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Hamilton drängt den Iceman von der Strecke

Eine der heiklen Szenen: Hamilton (vorn) drängt Räikkönen (hinten) ins Aus (Foto: Reuters)Eine der heiklen Szenen: Hamilton (vorn) drängt Räikkönen (hinten) ins Aus (Foto: Reuters) Was war passiert? Als die Startampel auf dem Fuji Speedway auf Grün sprang, zog der auf Platz zwei liegende Kimi Räikkönen an Hamilton vorbei. Am Ende der schier endlos langen Start- und Zielgeraden kam dann allerdings der Konter. Mutig bremste Hamilton Räikkönen, drängte den Iceman dabei allerdings in die Auslaufzone. Nur eine Runde später - Hamilton war inzwischen bis hinter Massa zurückgefallen - kam es dann zu einem folgenschweren Duell.

Erst ein Rempler, dann die Durchfahrtstrafe

Die zweite Szene des Rennens: Massa (re.) touchiert Hamilton (Foto: dpa)Die zweite Szene des Rennens: Massa (re.) touchiert Hamilton (Foto: dpa) Hamilton überholte Massa, der setzte in einer Schikane zum Gegenzug an, kürzte über die Randsteine ab und touchierte den Silberpfeil seitlich. Der drehte sich um die eigene Achse, blieb entgegen der Fahrtrichtung auf der Strecke stehen uns musste das gesamte Feld vorbeilassen. Die Rennleitung leitete sofort zwei Untersuchungen ein. Ergebnis: Sowohl Hamilton (für die Aktion gegen Räikkönen), als auch Massa (für den Rempler gegen Hamilton) wurden mit einer Durchfahrtstrafe belegt.

Glock fällt früh aus, Feld durcheinander gewirbelt

Durch die verrückten Umstände wurde das Klassement ordentlich durcheinander gewirbelt. Fernando Alonso führte das Feld an, hinter ihm folgten Robert Kubica und Räikkönen. Aufgrund ihrer Strafen fielen Massa und Hamilton zurück bis auf die Ränge 13 und 14. Für Timo Glock war das Rennen zu diesem Zeitpunkt bereits beendet. Der Deutsche, der noch in den Trainingssessions zu glänzen wusste, stellte seinen Toyota-Boliden frühzeitig in der Box ab. Auch Heikki Kovalainen im zweiten Silberpfeil musste das Rennen vorzeitig beenden.

Massa wird in zweiten Rempler verwickelt

Gerade als sich das Rennen zu einem Langweiler zu entwickeln drohte, sorgten erneut die beiden Ferrari-Piloten für die nötigen Weckrufe. Massa robbte sich an die Punkteränge heran, als er auf Sebastien Bourdais traf. Der Toro-Rosso-Fahrer kam gerade von seinem letzten Boxenstopp zurück auf die Piste, als Massa ausgangs der Start- und Zielgeraden an ihm vorbeischießen wollte. Bourdais hielt dagegen, die beiden Boliden berührten sich. Massa drehte sich, verlor wichtige Sekunden.

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Nachträgliche Strafe für Bourdais

Auch dieser Vorgang wurde von der Rennleitung untersucht - und ging diesmal zugunsten Massa aus. Bourdais bekam nachträglich eine Zeitstrafe aufgebrummt, sodass der Brasilianer in der Endabrechnung um einen Rang auf Platz sieben vorrückte. Massa bekam daher zwei anstatt einen Punkt und verkürzte somit den Rückstand auf WM-Spitzenreiter Lewis Hamilton auf fünf Zähler. Neben Massa profitierte auch Sebastian Vettel von der Entscheidung gegen seinen Teamkollegen. Der Heppenheimer kletterte im Toro Rosso vom siebten auf den sechsten Rang.

Alonso siegt, Kubica rückt auf Massa auf

Der strahlende Sieger von Fuji: Fernando Alonso (Foto: xpb.cc)Der strahlende Sieger von Fuji: Fernando Alonso (Foto: xpb.cc) Unterdessen lieferte sich Massas Teamkollege einen spannenden Positionskampf mit Kubica. Vorbei kam der Finne aber nicht mehr und musste sich am Ende mit Rang drei begnügen. Alonso fuhr das Rennen, wie schon bei der Nachtpremiere in Singapur, souverän nach Hause. Massa schaffte es noch, sich bis auf Position acht nach vorne zu kämpfen. Da Hamilton am Ende des Rennens nur Zwölfter wurde, machte Massa zwei Punkte auf den Briten gut. Den größten Sprung jedoch machte Kubica. Der lag nach seinem zweiten Platz plötzlich nur noch sieben Punkte hinter Massa, zwölf Zähler fehlen ihm noch auf Hamilton. Damit kämpfen in den verbleibenden zwei Rennen gleich drei Fahrer um den Titel.

Der Iceman kann seinen Titel nicht verteidigen

Räikkönen hingegen hat sich trotz seines dritten Platzes endgültig aus dem Titelrennen verabschiedet. Der Finne liegt mit einem Rückstand von 21 Punkten auf Hamilton auf Rangvier der Tabelle, bei 20 noch zu vergebenden Punkten ist die erfolgreiche Verteidigung der WM-Krone nicht mehr möglich. Damit gelingt es einem Weltmeister zum ersten Mal seit 1997 (Jacques Villeneuve) nicht, seinen Triumph mindestens einmal zu wiederholen. 1998 und 1999 hatte Räikkönens Landsmann Mika Häkkinen im McLaren-Mercedes gewonnen, von 2000 bis 2004 dominierte Rekordweltmeister Michael Schumacher im Ferrari. 2005 und 2006 holte sich Fernando Alonso aus Spanien im Renault die WM-Krone.

Vettel fährt wieder in die Punkteränge

Bester deutscher Fahrer wurde einmal mehr Sebastian Vettel im Toro Rosso. Der jüngste Grand-Prix-Sieger in der Geschichte der Formel 1 belegte am Ende Rang sechs vor Massa. Nick Heidfeld schaffte es nicht in die Punkte, fuhr aber von Startplatz 16 noch auf 9 nach vorn, dicht gefolgt von Nico Rosberg.

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