Startseite
Sie sind hier: Home > Sport > Mehr Sport >

Tischtennis-EM: Timo Boll verteidigt auch den dritten Titel

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Tischtennis  

Boll wiederholt das Titel-Triple

12.02.2010, 22:50 Uhr | dpa

Das deutsche Erfolgsdoppel Timo Boll und Christian Süß. (Foto: rtr)Das deutsche Erfolgsdoppel Timo Boll und Christian Süß. (Foto: rtr) Mit einem einmaligen Bravourstück hat Europas Tischtennis-König Timo Boll seine dreifache Regentschaft um ein Jahr bis zu der Heim-EM 2009 in Stuttgart verlängert. "Timo der Große" krönte seine Glanzauftritte in der Zarenstadt St. Petersburg mit einem 4:2-Finalsieg gegen Wladimir Samsonow (Weißrussland) und gewann zum dritten Mal nach 2002 und 2007 den Einzel-Titel.

Zuvor hatte der erfolgreichste Teilnehmer auch EM-Gold im Team und im Doppel mit Christian Süß geholt. Damit wiederholte Boll sein fantastisches Titel-Triple aus dem Vorjahr. Das hatte zuvor kein Profi in der 50-jährigen EM-Geschichte geschafft.

Tischtennis-EM Deutschland verteidigt Titel erfolgreich
Testen Sie Ihr Wissen

Kampf statt spielerischer Glanz

"Ich bin ein Odenwälder Kämpfer und habe immer auf die Zähne gebissen", kommentierte der Hesse seinen Kraftakt. Sieben Wochen nach Olympia in Peking fehlte dem Spiel des Weltranglisten-7. zwar der spielerische Glanz. Doch das machte der 27 Jahre alte Linkshänder durch unbeugsamen Willen und unermüdlichen Einsatz wett. "Unsere Herren haben in kurzer Zeit zweimal das Maximum abgerufen. Timo hat herausragend gespielt", lobte Sportdirektor Dirk Schimmelpfennig den Ausnahmespieler und nunmehr achtmaligen Europameister.

Tischtennis Urinierender Olympiasieger pöbelt

Revanche gegen Schlager und Samsonow gelingt

Beim historischen Triumph saßen die meisten Aktiven und die Führung des Deutschen Tischtennis-Bundes (DTTB) mit Präsident Thomas Weikert an der Spitze bereits im Flugzeug. Der DTTB hatte die Rückflüge vor einer Änderung des EM-Zeitplans gebucht. Dabei zeigte Boll am Schlusstag gegen Werner Schlager (Österreich/4:0) und in der Neuauflage des 2007-Endspiels gegen seinen Dauerrivalen Samsonow sein bestes Tischtennis. Gegen beide hatte er im Teamwettbewerb verloren. "Diesmal habe ich die Aufschläge besser retourniert. Ich bin normalerweise einer der weltbesten Rückschläger", erklärte Boll. "Das war frisch, schnell und mit flinken Beinen gespielt", lobte Herren-Bundestrainer Richard Prause die beeindruckende Leistung.

Süß: "Man muss immer an sich glauben"

Im Doppel bestätigte das deutsche Parade-Duo Boll/Süß, das im Viertelfinale vier Matchbälle abwehrte und im Finale bereits 1:3 zurücklag, durch ein knappes 4:3 gegen Werner Schlager/Trinko Keen (Österreich/Niederlande) die Favoritenrolle. "Wir haben uns nach einem Hänger gefangen. Man muss immer an sich glauben", sagte der 23-jährige Süß. Nach seinem schwachen Einzel-Auftritt bildete für ihn die Titelverteidigung ein versöhnliches EM-Ende. Im Damen-Einzel siegte Ruta Paskauskiene und im Damen-Doppel Krisztina Toth/Georgina Pota (Ungarn).

Regeländerungen sorgen für Unzufriedenheit

Die neue Kleberegel und das nicht ausgereifte Kontrollverfahren der Schläger verunsicherte die Aktiven. "Das war für viele Spieler ein großes Problem. Hier muss und wird sich etwas tun. In Stuttgart werden wir spielerisch bessere Partien sehen", sagte Schimmelpfennig. Trotz der veränderten Materialregel setzten sich vor allem im Herren-Turnier die Favoriten durch. "Gut bleibt eben gut", meinte Prause.

Enttäuschung bei den Damen

Alles andere als grandios war das Abschneiden der DTTB-Damen. Nach Platz zehn im Team schaffte erstmals seit 50 Jahren keine deutsche Spielerin den Einzug in das Achtelfinale. Die Zufallskombination Amelie Solja/Tatjana Kostromina (Saarlouis/Weißrussland) rettete mit dem Viertelfinale im Doppel die Bilanz nicht. "Die Tendenz ist fallend, das Ergebnis schwach", stellte Schimmelpfennig fest.

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Brutale Methode 
Therapie mit langer Nadel nichts für schwache Nerven

Diese Behandlung ist garantiert nichts für zartbesaitete Menschen. Video

Anzeige

Shopping
tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de
Sport von A bis Z

Anzeige
shopping-portal