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Großer Preis von China: Hamilton fährt in eigener Liga, Ferrari muss tricksen

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Das Rennen in Shanghai  

Hamilton fährt in eigener Liga, Ferrari muss tricksen

19.10.2008, 09:15 Uhr | Norman Gosch

Der strahlende Gewinner von Shanghai: Lewis Hamilton (Foto: Reuters)Der strahlende Gewinner von Shanghai: Lewis Hamilton (Foto: Reuters) Die Entscheidung im Kampf um den WM-Titel ist vertagt. Lewis Hamilton gewinnt zwar den Großen Preis von China vor Felipe Massa, doch der Brite liegt in der Fahrerwertung "nur" sieben Punkte vor seinem Widersacher. Die Frage, wer von den beiden am Ende der Saison sich zum neuen Weltmeister krönen lassen darf, wird also erst beim großen Finale in Brasilien beantwortet.

In einem spannenden Rennen leistete sich Hamilton nicht einen einzigen Fehler und fuhr einen souveränen Start-Ziel-Sieg ein. Ferrari sorgte mit einer versteckten Stallorder für Aufsehen, bester Deutscher wurde Nick Heidfeld auf Rang fünf, Timo Glock sichert sich auf Platz sieben zwei Punkte.

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Hamilton lässt Ferrari alt aussehen

Als die Mechaniker kurz vor dem Start die Reifenwärmer von den Pneus nahmen, standen bei Ferrari die Zeichen ganz klar auf Angriff. Sowohl Räikkönen, als auch Massa hatten sich für den ersten Rennabschnitt die weichere Mischung aufziehen lassen, während Hamilton die harte bevorzugte. Doch als die Ampel auf Grün schaltete, war von dem vermeintlichen Vorteil für die beiden Roten nichts zu sehen. Hamilton verteidigte seine Position mühelos, zog anschließend sukzessive davon.

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Massa fällt zurück, Alonso holt auf

Vor allem Massa hatte keine Chance, mit dem Speed des WM-Führenden mitzuhalten. Eine gute halbe Sekunde verlor der Brasilianer pro Runde auf Hamilton. Doch nicht nur nach vorne musste sich Massa orientieren, denn Alonso kam mit großen Schritten heran. Beim Start verlor der Renault-Pilot zunächst seinen Platz an Heikki Kovalainen, konterte aber sofort und fand schnell in seinen eigenen Rhythmus. "Ich kann genauso schnell fahren wie die Ferrari", gab Alonso per Boxenfunk zu Protokoll.

Heidfeld nimmt Kovalainen ins Visier

Heidfeld legte einen fantastischen Start hin. Nachdem der Deutsche nach dem Qualifying für eine vermeintliche Behinderung Coulthards drei Plätze nach hinten strafversetzt wurde, flog er gleich wieder auf Rang sechs nach vorne - und nahm dort liegend Kovalainen ins Visier. "Mach Druck auf Kovalainen", lautete dann auch die Anweisung vom Kommandostand.

Ferrari kommt besser in Schwung

Nach neun gefahrenen Runden kam wieder ein bisschen Bewegung in den Dreikampf an der Spitze. Die Reifen der beiden Ferrari-Piloten waren eingefahren, das Graining der weichen Mischung hatte nachgelassen, und so waren sie in der Lage, deutlich zuzulegen. Räikkönen drehte mehrere schnelle Runden, knabberte Stück für Stück von Hamiltons Vorsprung ab. Und auch Massa war in der Lage, bessere Zeiten zu fahren als Hamilton.

Räikkönen wechselt von weich auf hart

Doch der Brite konnte kontern, setzte sich wieder von seinen Verfolgern ab. In der 14. Runde eröffnete Massa dann den Boxenstopp-Reigen. Während er erneut auf die weiche Mischung setzte, wechselte sein Teamkollege nur einen Umlauf später auf die harte Variante. Hamilton, der zusammen mit Räikkönen zum Service abbog, blieb auf der harten Mischung.

Getriebeschaden bei Adrian Sutil

Zu diesem Zeitpunkt war das Rennen für Sutil bereits beendet. Der Force India des Deutschen rollte in eine der Auslaufzonen. "Es war ein Getriebeschaden", gab Sutil bekannt. Es war bereits sein elfter Ausfall in der laufenden Saison.

Fernduell zwischen Hamilton und Räikkönen

An der Spitze lieferten sich Hamilton und Räikkönen ein wahres Schach-Spektakel. Immer wieder luchste Räikkönen dem Briten mehrere Zehntelsekunden ab, doch Hamilton fand jeweils einen Weg zum Kontern. Attacke, Gegenattacke - der Vorsprung Hamiltons blieb relativ konstant bei sieben bis acht Sekunden. Unterdessen musste Kovalainen nach einem Reifenschaden frühzeitig an die Box und fiel damit als Helfer für Hamilton aus.

Die Gefahr der Bestrafung durch die FIA

Den brauchte der Brite allerdings auch nicht mehr. Denn Hamilton machte an der Spitze des Feldes alles richtig, fuhr ein fehlerfreies Rennen. Bei Ferrari stand man unterdessen vor der schwierigen Situation, dass Räikkönen vor Massa lag. Wäre das Rennen so ausgegangen, hätte der Brasilianer zwei wichtige Punkte im Kampf um den Titel verloren und wäre mit neun Punkten Rückstand ins letzte Rennen in Brasilien gegangen. Wie sollte man Massa nun an Räikkönen vorbeibekommen, ohne sich eine Strafe wegen verbotener Stallorder einzufangen?

Räikkönen geht vom Gas, Massa geht vorbei

Runde um Runde legte Massa im Vergleich zu Räikkönen zu, kam schnell näher an seinen Teamkollegen heran. Seinen Boliden einfach ins Kiesbett zu stellen, war keine Option für den Finnen, immerhin brauchte man jeden Punkt für die Konstrukteurswertung. Alle Augen waren auf das teaminterne Duell gerichtet. Sieben Runden vor Schluss dann das Unvermeintliche: Am Ende der langen Geraden ging Räikkönen deutlich hörbar vom Gas und ließ Massa passieren.

Vielleicht doch Probleme bei Räikkönen?

War es nun eine Stallorder, oder hatte Räikkönen wirklich ein Problem? Der Finne fiel schnell zurück, plötzlich schien Alonso in der Position, Druck auf ihn machen zu können. "Kimi scheint ein Problem zu haben", hieß es dann auch vom Renault-Kommandostand. Doch nur eine Runde später drehte der Iceman wieder auf, fuhr plötzlich schnellere Zeiten als Hamilton und Massa.

Heidfeld Fünfter, Glock in den Punkterängen

Am Ende reichte es für Hamilton zum überlegenen Sieg vor Massa. Der Brite baute seinen Vorsprung auf sieben Punkte aus, während sich Kubica endgültig aus dem Titelkampf verabschiedete. Bester Deutscher wurde am Ende Heidfeld, der sich mit seinem BMW Sauber einen guten fünften Platz sichern konnte. Timo Glock schnappte sich auf Platz sieben noch zwei Punkte, während Vettel nur auf Platz neun landete.

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Erstes freies Training Hamilton legt die Messlatte hoch
Zweites freies Training Hamilton erhöht auf 2:0 gegen Massa
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Qualifying Hamilton sichert sich die Pole Position

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