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Formel 1: FIA-"Einheitsmotor" stößt bei Herstellern auf Unverständnis

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Formel 1  

FIA plant zum Einheitsmotor auch Einheitsbenzin

20.10.2008, 14:46 Uhr | t-online.de, dpa, sid

Fließt bald Einheitsbenzin aus den Tankschläuchen in die Formel-1-Boliden? (Foto: imago)Fließt bald Einheitsbenzin aus den Tankschläuchen in die Formel-1-Boliden? (Foto: imago) Am idyllischen Genfer See ziehen dunkle Wolken auf. Denn die Formel-1-Teams machen vor dem Treffen mit Max Mosley gegen den geforderten Spar-Motor des Automobil-Weltverbandes FIA mobil. Und dem Weltverband droht weiteres Ungemach. Denn nach dem Willen der FIA soll nicht nur mit einem Einheitsmotor gefahren werden, sondern auch mit Einheitsbenzin. Diese Idee sorgt bei den in der Formel 1 involvierten Mineralölfirmen für Empörung.

"Ich halte das für eine schlechte Idee. Wir wollen, dass die Formel 1 das ultimative Labor für Benzin und Schmierstoffe bleibt. Das Risiko, dass sich Unternehmen wie Shell andernfalls aus dem Motorsport zurückziehen, ist groß", sagte Juan Carlos Perez, Sponsoring-Chef des Ölmultis Shell. Der Konzern beliefert und sponsert Ferrari.

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"Gleiches Benzin, gleiches Öl"

Laut "Motorsport-Total" heißt es in Punkt 2.j der Motorenausschreibung der FIA: "Vom ausgewählten Bewerber werden Empfehlungen hinsichtlich der optimalen Eigenschaften (innerhalb des Technischen Reglements) des Benzins und Öls, das in den Motoren verwendet werden soll, erwartet. Nach Beratschlagungen mit dem ausgewählten Bewerber wird die FIA einen Einheitslieferanten nominieren, sodass alle Teams das gleiche Benzin und das gleiche Öl verwenden können."

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Shell-Manager: "Wettbewerb ist positiv"

"Wir haben unsere Ansicht Ferrari und der FIA mitgeteilt", sagte Perez als Reaktion auf das Bestreben, immer mehr Bereiche in der Formel 1 zu standardisieren. Denn das widerspricht der Shell-Philosophie: "Wettbewerb ist positiv. Wir erleben dieses Jahr eine fantastische Saison, die die verschiedenen Technologiepartner dazu antreibt, bessere Produkte zu entwickeln. Das ist gut für den Sport, aber auch für die Endverbraucher",

Motorenstreit vor der Eskalation

Veralteter Motorblock eines F-1-Ferrari. Bald soll die Formel 1 mit Einheitsmotoren fahren. (Foto: imago)Veralteter Motorblock eines F-1-Ferrari. Bald soll die Formel 1 mit Einheitsmotoren fahren. (Foto: imago) Im Motorenstreit werden Ferrari-Chef Luca di Montezemolo, Vorsitzender der Teamvereinigung FOTA, und sein Stellvertreter und Toyota-Teamchef John Howett Mosley den in Shanghai ausgearbeiteten Gegenentwurf vorlegen. "Für Toyota wäre das ein Grund, die Formel 1 zu verlassen", sagte Howett unmissverständlich. "Ein standardisierter Motor kommt nicht in Frage. Das wäre nicht mehr die Formel 1", sagte der Motorenchef der Japaner, Luca Marmorini, vor dem Treffen in der Schweiz.

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Gereizte Stimmung

Auch die anderen fünf Hersteller Mercedes, BMW, Honda, Ferrari und Renault sind strikt gegen den jüngst eröffneten Plan des FIA-Chefs, ab 2010 einen Einheitsmotor einzuführen. BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen drohte ebenfalls mit Ausstiegen der Autobauer. Die Stimmung ist gereizt. Dass die FIA ohne Beschluss gar eine Ausschreibung ankündigte, deren Sieger den einheitlichen Antrieb produzieren oder zumindest die Baupläne entwickeln soll, wurde bei den Teams als weiterer Affront gewertet. Der Tenor ist einhellig: Einen Motor gestellt bekommen und dann das eigene Logo draufkleben - das werde es nicht geben. Der Grund: Eigene Entwicklungen könnten nicht mehr dargestellt werden, Verkaufsargumente würden fehlen.

Drei Modelle zur Auswahl

Der Plan der FIA sieht drei mögliche Lösungen vor. Laut erster Option, die von 2010 bis einschließlich 2012 gelten würde, würden die Motoren von einem per Ausschreibung gesuchten Hersteller produziert. Die derzeitigen Motorenbauer in der Formel 1 könnten unter strenger Kontrolle einen identischen Antrieb selbst zu produzieren, nicht aber das Getriebe. Die zweite Möglichkeit beinhaltet, dass ein Team-Konsortium den Motor von einem einzigen Hersteller zu deutlich reduzierten Kosten bekommen würde. Dies könnte bei den vier Privatteams auf offene Ohren stoßen. Die dritte Alternative stammt von der FOTA selbst. Sie sieht die die Unterstützung der unabhängigen Teams durch die Belieferung des kompletten Antriebsstrangs vor. Kostenpunkt: weniger als fünf Millionen Euro.

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