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Hans Meyer: Ein Trainer und seine Sprüche

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Sprüche von Hans Meyer

21.10.2008, 12:33 Uhr | dpa

"Ich kann gar nicht alt genug werden, um alle Überraschungen, die der Fußball so parat hat, verkraften zu können."

"Ich kann die Taktik noch so geschickt wählen, die Spieler noch so gut motivieren, noch so perfekt trainieren: Wenn wir viermal nacheinander verloren haben, wenn Dich der Vorstand nicht mehr grüßt, wenn die Mannschaft in Grüppchen zerfällt, wenn im Umfeld das Hauen und Stechen beginnt, wenn alle sich gegenseitig nur noch Schuld zuweisen, dann hilft dem Trainer keine seiner Fähigkeiten, sondern nur noch ein Sieg."

"Die Spieler kommen morgens um neun, trinken Kaffee, halten ein Schwätzchen, danach eine kleine Mannschaftsbesprechung, 90 Minuten Training, eine Stunde Nachbereitung. Und nachmittags gehen sie dann mit der Mutti auf die Kö nach Düsseldorf. Die können einkaufen, während andere noch an der Maschine stehen. Als Fußball-Profi hat man eine herrliche Zeit."

"Als ich mit knapp 28 Jahren Trainer in Jena geworden bin, hat das eingeschlagen wie eine Bombe. Das war, als ob ein 18-jähriger Schiedsrichter wird und dann noch aus der Leichtathletik kommt."

"Bis 1990 habe ich nicht für Geld, sondern für den Sozialismus gearbeitet."

"Hören Sie, ich bin von Haus aus Kommunist, das heißt, ich bin von Haus aus arm."

"Wenn Du Fußball machst, dann lässt Dich der Beruf nicht mehr frei. Man entwurzelt sozial ein bisschen. Geh' mal abends ins Theater, wenn Du dreimal verloren hast. Da bist Du ein Laune-Schreck."

"Im Fußball baut man Dir schnell ein Denkmal, aber genauso schnell pinkelt man es an."

"Wollten Sie mir einen Heiligenschein aufsetzen, ich würde ihn sofort herunterreißen."

"Ich bin nun als Pokalsieger in der DDR und im Westen in die Geschichte eingegangen. Wurde auch Zeit, so viele gibt`s nicht mehr von uns."

"Ich habe dort noch nie einen Punkt geholt. Vielleicht wäre es besser, ich melde mich krank."

"Der einzige Unterschied zwischen den Niederlanden und Franken ist, dass hier in Franken fast niemand mit dem Wohnwagen in den Urlaub fährt."

"Im Trainingslager haben wir ein Kicker-Turnier gemacht, vielleicht war das der Schlüssel zum Erfolg."

"Wir werden jetzt zu Hause noch einmal analysieren, wie dieses Ausgleichstor zu Stande gekommen ist, werden denjenigen, wenn wir jemanden herausfinden, erschießen - und dann geht's weiter."

"Wir gehen nachts mit Fackeln in den Wald, damit die Jungs die Angst verlieren."

"Ich habe die Sorge, dass, wenn wir Fußball-Weltmeister werden sollten, Achtjährige anfangen, über Gummiringe zu springen."

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