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FC Bayern München: Klinsmann im Gespräch mit t-online.de

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FC Bayern München  

Klinsmann: Team kann sich nichts mehr erlauben

24.10.2008, 09:00 Uhr | t-online.de

Das Gespräch führte Thomas Tamberg

Bayern-Trainer Klinsmann setzt seine Mannschaft in der Bundesliga unter Druck. (Foto: imago)Bayern-Trainer Klinsmann setzt seine Mannschaft in der Bundesliga unter Druck. (Foto: imago) Der FC Bayern München findet allmählich wieder zurück in die Erfolgsspur. Nach dem Stotterstart in die Bundesliga-Saison waren es vor allem die Auftritte in der Champions League, die dafür sorgten, dass nicht noch mehr Unruhe an der Säbener Straße aufkam. Der jüngste 3:0-Erfolg gegen den AC Florenz beschert dem deutschen Rekordmeister eine glänzende Ausgangssituation in der Königsklasse. Jetzt will Jürgen Klinsmann mit seiner Mannschaft auch in der Bundesliga-Tabelle nach oben klettern.

Im ersten Teil des großen Exklusiv-Interviews mit t-online.de spricht Klinsmann über Selbstvertrauen, die Champions League, was er von seinem Team in der Bundesliga erwartet und die Stammformation, die sich herausgebildet hat. Im zweiten Teil des Interviews redet der Bayern-Coach über die tolle Form von Bastian Schweinsteiger und Zé Roberto. Aber auch was Toni Kroos noch machen muss, um ins Team zu kommen und klärt auf, was mit dem Langzeitverletzten Willy Sagnol los ist.

 

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Herr Klinsmann, der erste große Druck ist weg. Sieg in Karlsruhe und zuletzt gegen Florenz in der Champions League. Wie geht es Ihnen?
Es geht gut. Die Mannschaft ist auf einem guten Weg und wir sehen, dass so langsam fruchtet, was wir in der sehr intensiven Vorbereitung versucht haben aufzubauen. Die sehr schwierig war, weil wir viele Spätkommer nach der Europameisterschaft hatten. So langsam sehen wir, dass die Mannschaft immer besser ins Spiel kommt.

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Ist nach dem Erfolg gegen Florenz der Einzug ins Champions League-Achtelfinale praktisch schon perfekt?
Nein, in keinster Weise. Das ist noch eine heiße Kiste. Es kommen noch drei Spiele aus denen wir noch vier Punkte brauchen. Erst dann haben wir es geschafft.

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Die Mannschaft hat in der Königsklasse Selbstvertrauen getankt. Werden die nächsten Spiele jetzt einfacher?
Das Selbstvertrauen war immer da, sonst hätten wir in Bukarest nicht gewonnen und auch gegen Lyon kein gutes Spiel gemacht, um dann ein paar Tage später wieder in der Bundesliga ein schlechtes  Spiel abzuliefern. Woran wir arbeiten müssen, ist an der Konstanz der einzelnen Spieler. Es ist für uns aber absolut nachvollziehbar, dass es zu Schwankungen kommen kann. Dafür war die Vorbereitung einfach zu unruhig aufgrund der verschiedenen Zeitfenster, die viele Spieler aufgrund der Europameisterschaft hatten. Das gleiche gilt natürlich auch für die  südamerikanischen Spieler.

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Uli Hoeneß hat die Befürchtung geäußert, dass die Mannschaft zwei Gesichter zeigen könnte. Ein erfolgreiches in der Champions League und ein weniger erfolgreiches in der Bundesliga. Die bisherigen Leistungen geben ihm durchaus recht.
Das ist sicherlich ein Prozess, der im Kopf eines jeden Einzelnen stattfindet. Dadurch, dass die Mannschaft letztes Jahr im UEFA Cup spielen musste, in dem sie sich nicht wohlgefühlt hat, ist jetzt natürlich eine besondere Freude auf die Champions League da. Diese Freude soll auch durchaus genutzt werden. Die Mannschaft muss jetzt damit umgehen, die gleichen Leistungen in der Champions League wie auch in der Bundesliga abzurufen.

Wie wollen sie dies umsetzen?
Das geht nur über konstante Arbeit und über den Kopf. Ich denke die zwei, drei Wachrüttler, die wir jetzt in der Bundesliga gegen Hannover, Bremen bekommen haben und die Nachlässigkeit gegen Bochum, als wir das Spiel dumm hergegeben haben, hat die Mannschaft gewarnt. Ich glaube, sie ist sich bewusst, dass sie sich das nicht mehr erlauben kann. Die Mannschaft hat bereits in Karlsruhe sehr gut reagiert. Jetzt liegt es an ihr, dies zu bestätigen. Daher freuen wir uns auch sehr auf die nächsten drei Bundesligaspiele, denn jetzt können wir ein Zeichen setzen.

Sportkolleg-Video
Sportkolleg-Video

Tim Borowski (re.) ist zurzeit nur zweite Wahl. (Foto: imago)Tim Borowski (re.) ist zurzeit nur zweite Wahl. (Foto: imago) Es bricht nun eine heiße Phase an und bis auf das Test-Länderspiel gegen England wird die Mannschaft bis Weihnachten endlich über einen längeren Zeitraum zusammenbleiben.
Jetzt ist die Phase da, in der die Mannschaft ihren Rhythmus aufnimmt. Jetzt kommen alle drei, vier Tage Spiele in der Bundesliga und der Champions League Das ist natürlich gerade für diejenigen gut, die von Anfang an spielen, um die Taktzahl noch ein wenig höher zu schalten. Allerdings ist es für uns Trainer eine schwierige Aufgabe die Spieler, die nicht von der ersten Minute an zum Zug kommen, bei der Stange zu halten. Damit sie für die Momente fit und heiß sind, in denen sie reinkommen. Deswegen halten wir die Trainingsintensität nach wie vor sehr hoch.

Der FC Bayern hat zuletzt zweimal mit der gleichen Startelf gespielt. Doch die englischen Wochen haben begonnen. Beginnt jetzt auch wieder die Zeit der personellen Wechselspiele?
Das kommt ganz darauf an, wie wir jeden einzelnen im Training sehen und wie sehr er belastet ist. Jetzt kommt ohnehin eine Verletzungssituation mit Philipp Lahm hinzu. Er hat  eine Sprunggelenkverletzung zugezogen, hat jetzt den Fuß in Gips, das wird ihn einige Zeit außer Gefecht setzen. Von daher gibt es automatisch eine Änderung. Und so wird es immer wieder sein. Der Kern hat sich jetzt immer mehr herauskristallisiert. Durch die Rückkehr von Franck Ribéry, auf den wir sehnsüchtig gewartet haben, hat sich vieles auch wieder im Mittelfeld geordnet. Aus einem 3-5-2-System wurde wieder automatisch ein 4-4-2.

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Mit anderen Worten:  Der gefundene Kern der Mannschaft wird immer von Beginn an spielen?
Wir werden ein bisschen variieren. Es drängen sich Spieler ganz stark auf, die in die Mannschaft wollen. Ich denke da an Lukas Podolski, Tim Borowski, Daniel van Buyten oder Christian Lell. Wir haben viele Spieler in der Hinterhand, die ja auch irgendwann einmal zum Zuge kommen müssen. Wenn ich diese Jungs nicht immer mal wieder ins Wasser schmeiße, dann haben wir ein Problem wenn wieder Verletzungen auftreten. Natürlich muss man da mit Fingerspitzengefühl herangehen. Aber es ist auch unsere Pflicht als Trainer zu sagen, jetzt kommt der oder der Spieler zum Einsatz. Um letztlich auch zu wissen, dass sie Gewehr bei Fuß stehen, wenn wir sie brauchen.

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