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DFL bestätigt: Das Samstagabend-Bundesliga-Spiel kommt

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DFL bestätigt: Das Samstagabend-Spiel kommt

30.10.2008, 18:13 Uhr | dpa

Die Bundesliga ist eine begehrtes TV-Produkt. (Foto: imago)Die Bundesliga ist eine begehrtes TV-Produkt. (Foto: imago) Die Deutsche Fußball Liga (DFL) will beim Millionenpoker um die Bundesliga-Rechte nicht nur nach dem Faktor Geld entscheiden. Das erklärte DFL-Geschäftsführer Christian Seifert am Tag vor der offiziellen Vorstellung der Ausschreibung und kündigte an, dass es künftig in jedem Fall ein Samstag-Spiel um 18.30 Uhr geben werde.

Insgesamt gebe es über 30 Bieter für die Pakete, folglich ist auch die traditionelle "Sportschau" in der ARD gefährdet. "Wir tun gut daran, nicht nur auf den Euro zu schauen. Wir machen keine Pakete für Bieter, sondern für die Zuschauer", sagte Seifert bei den Medientagen in München.

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Entzerrung der Spieltage kommt

Mit Sicherheit werde es eine "Entzerrung der Spieltage" geben: "Das Spiel am Samstag um 18.30 Uhr kommt mit Sicherheit. Das stößt auf größere Nachfrage als das Freitag-Spiel." Zugleich machte Seifert deutlich, dass die diskutierte Aufstockung der Bundesliga auf 20 Vereine "nicht automatisch mehr Geld bringt".

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Status soll gehalten werden

Bis spätestens Anfang Dezember will die DFL über die zukünftigen Rechteinhaber entscheiden. Zuvor war der Vertrag der DFL mit Leo Kirchs Rechteagentur Sirius geplatzt, die pro Spielzeit 500 Millionen Euro garantieren wollte. Grund waren die Vorgaben des Bundeskartellamtes, nach denen die Höhepunkte des Kernspieltages am Samstag vor 20.00 Uhr im frei empfangbaren Fernsehen zu sehen sein müssen. Ziel ist, zumindest wie bisher 409 Millionen Euro pro Saison für die Bundesliga-Rechte zu erlösen.

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ESPN an und Murdoch bieten mit

Seifert ist optimistisch, dass das auch funktioniert: "Wir werden es nicht jedem recht machen können. Aber am Ende wird ein Kompromiss rauskommen, mit dem alle leben können." Ob das allerdings auch für die ARD gilt, bleibt abzuwarten. Auch der millionenschwere Medienunternehmer Rupert Murdoch und der amerikanische Sportsender ESPN sollen zu den Bietern zählen. Murdoch hält seit Anfang 2008 Anteile am Bezahlsender Premiere. Der gebürtige Australier will angeblich für die Bundesliga-Rechte im Pay-TV und Free-TV mitbieten und könnte die Rechte im frei empfangbaren Fernsehen an einen Privatsender wie Sat. 1 weiterreichen.

Sat.1 baut eine Sportredaktion auf

Damit wäre die ARD-"Sportschau" aus dem Rennen und ran würde zurückkehren. Sat.1 hat von Juli 2009 an die TV-Rechte für die Champions League und den UEFA Cup gekauft und baut gerade eine Sportredaktion auf. Schon jetzt überträgt Sat.1 die Champions League, allerdings via Sublizenzierung vom Rechteinhaber Premiere. Der ARD-Vorsitzende Fritz Raff hatte schon zuvor erklärt, dass es für die öffentlich-rechtlichen Sender immer schwerer werde, im Bieterkampf um wichtige Sportrechte mitzuhalten. "Wir sind sehr konkret daran interessiert, die Sportschau mit der Bundesliga bei uns zu behalten. Aber man darf sich nichts vormachen, wenn da die großen Player kommen, dann gibt es für den gebührenfinanzierten Rundfunk auch Grenzen", sagte Raff.

ARD will weniger zahlen

Die ARD will für die Free-TV-Rechte an der Bundesliga eher weniger als die bisher 97 Millionen Euro zahlen, da zeitgleich zur Zusammenfassung am Samstag künftig um 18.30 Uhr ein "Match of the day" stattfinden wird und deshalb nur fünf statt bislang sechs Spiele zur Verfügung stehen. Premiere will nur mehr als die bisher 205 Millionen Eurp pro Saison zahlen, wenn mit einem zusätzlichen Live-Spiel mehr Exklusivität garantiert wird. Dass die Kernspielzeit Samstag (15.30 Uhr) massiv ausgedünnt wird, nimmt die Liga zur Sicherung ihrer Einnahmen billigend in Kauf.

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