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Formel 1: Die Aufreger der Saison 2008

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Formel 1 - Saison 2008  

Das Spektakulärste auf und neben der Strecke

03.11.2008, 09:12 Uhr | t-online.de

Verpatzter Boxenstopp: Massa fährt samt Tankanlage aus der Box (Foto: AFP)Verpatzter Boxenstopp: Massa fährt samt Tankanlage aus der Box (Foto: AFP) Hinter der ersten Rennkurve der Formel 1 lauert oft mehr als ein vorhersehbarer Rennausgang: beispielsweise ein verhängnisvolles Überholmanöver oder ein wild gewordener Tankrüssel. Auch im Jahr 2008 ist eine Menge Unerwartetes vorgefallen.

Zum Saisonende haben wir die größten Aufreger und Peinlichkeiten des Jahres für Sie nochmal aufbereitet. Immerhin hatten die Piloten ja 18 Grand Prixs lang Zeit, gegen die Langeweile anzufahren.

Foto-Show Hamilton vs. Massa: Chronologie des Duells
Bilanz der Deutschen

1. Richtiges Überholen

Dass Lewis Hamilton Auto fahren kann, und zwar richtig gut und schnell, daran besteht keinerlei Zweifel. Immerhin beendete der automobil so freche Engländer seine erste Formel-1-Saison schon beinahe als Weltmeister. Allerdings scheiden sich an seinen Mitteln, die er dazu mitunter anwendet, die Geister.

Foto-Show Hamiltons illegales Überholmanöver

Heiße Diskussion um 25 Sekunden?

"Manchmal denkt er wahrscheinlich, er ist alleine auf der Strecke", beschwerte sich Timo Glock nach dem Großen Preis von Italien über Hamiltons Gebaren auf dem Asphalt von Monza. Wie schon in der Woche zuvor auf einem anderen traditionellen Hochgeschwindigkeitskurs, im belgischen Spa, hatte Hamilton erneut waghalsig überholt. In den Ardennen war Weltmeister Kimi Räikkönen das prominente Opfer gewesen. Dafür kassierte der vermeintliche Sieger Hamilton eine , gegen die auch keine Berufung half.

Fahrerwertung 2008 Hamilton fast am Ziel
Teamwertung 2008 Ferrari führt das Feld an

Einseitiger Spaß

"Wenn so etwas bestraft würde, wäre etwas verkehrt", hatte der McLaren-Mann noch direkt nach dem Rennen seine Sicht der Dinge betont - und seinen "Riesenspaß": "Wir sind Racer, wir sind natürlich Wettkämpfer, und wir lieben es zu überholen. Es war eine der aufregendsten Erfahrungen meines Lebens, eines der spannendsten Rennen meiner Karriere. Ich liebe diese Kämpfe." Was bei Räikkönen nicht auf Gegenliebe stieß.

Rote Ampel übersehen - und zwei stehende Fahrzeuge

Erst recht nicht, da Hamilton dem ferrariroten Titelverteidiger schon im kanadischen Montréal ohne Not ins Heck gerauscht war. Räikkönens Frust klang so: "Wir hätten das Rennen gewonnen oder wären Zweiter geworden. Ich war bereit, gegen Kubica zu fighten, aber leider kam es dazu nie. Stattdessen kam Hamilton - und das Rennen war vorbei. Ich war nicht wütend, sondern enttäuscht, überrascht und frustriert zugleich. Er weiß, dass die Ampel rot war. Unfälle passieren, aber nicht mit zwei stehenden Autos." Glocks Fazit, nachdem ihm Hamilton in Monza beim Überholen die Luft genommen hatte: "Dann werde ich es genauso machen, das lasse ich mir nicht gefallen."

2. Korrektes Tanken

Erinnerungen an den dreirädrigen Ferrari, als die Boxencrew seinerzeit verzweifelt nach dem fehlenden Reifen fahndete, kamen bei den peinlichen Tankpannen der Scuderia auf. Teil eins der Vorführung inszenierte der Weltmeister höchstselbst. In Valencia trat Räikkönen schon bei Gelb aufs Gas und riss den noch nicht vom Boliden gelösten Tankschlauch samt Mechaniker mit. Der hieß Pietro Timpini und musste seinen gebrochenen Zeh im Krankenhaus verarzten lassen. Im gleichen Rennen schoss Räikkönens Kollege Felipe Massa nicht zu früh los, aber so vogelwild und optimistisch, dass er für den von hinten heranbrausenden Adrian Sutil im Force India beinahe eine Crashtestmauer abgab.

Foto-Serie Massas verunglückter Tankstopp

Die Tankrüssel-Panne

In Singapur dann schlug Massas große Stunde in der Box: Der Brasilianer verließ sich aufs Grün der Startampel und achtete nicht auf das Geschehen in seinem Rücken. Resultat: halbe Tankanlage durch die gesamte Boxengasse mitgenommen, zwei Mechaniker reif fürs Krankenhaus. Grund: menschliches Versagen. Denn die Startampel wurde ebenso von einem Ferrari-Mechaniker bedient. Nur zu früh. Als Konsequenz wird seitdem wieder der gute alte "Lollipop" geschwungen, um den Piloten sicher zurück auf die Strecke zu entlassen.

3. Vorsichtiges Testen

Das Leben als Mechaniker ist aber auch andernorts nicht weniger gefährlich. "All want KERS, but no one cares", könnte das Motto bei der Erprobung des neuen Hybridantriebssystems (kurz: KERS) gelautet haben. Red Bull und BMW Sauber verbrannten sich die Finger. Stellvertretend ein Mechaniker des BMW-Sauber-Teams, der sogar über Nacht ins Krankenhaus musste. In bester Absicht hatte er Hand angelegt an den schnellen Wagen. Der aber stand unter Strom... Ein nicht einkalkulierter Zwischenfall.

4. Was die Nacht erhellt

Wie auch der in der Nacht von Singapur. Das Getriebe des Australiers Mark Webber im Red Bull schaltete in der 13. Rennrunde urplötzlich auf Automatik um - selbstständig. Der Mann vom Fünften Kontinent war plötzlich nur noch Passagier. Die Fahrt endete in der Streckenbegrenzung.

Fotos, Fotos Die besten Bilder aus Singapur

Die Tram war schuld

Kurios, was das Bocken der Schaltung verursacht hatte. "Es scheint, dass das Magnetfeld eines vorbeifahrenden Zuges just in dem Moment durch den Boden gedrungen ist, als Mark die Stelle passierte", erklärte dessen Teamchef Christian Horner gegenüber "autosport.com". wurde Webber beim Versuch zum Verhängnis, aus dem fünften in den sechsten Gang zu wechseln.

Sündhaft teure Lampen

A propos Energie: Was anlässlich des erstes Gastspiels der Formel 1 im fernen Singapur an Strom aufgewendet wurde, um die beliebteste Rennserie der Welt in entsprechendes Licht zu tauchen, spottete jeder Energiesparbroschüre. , ein jeder vier Mal so stark wie ein Stadionflutlicht, besorgten die taghelle Beleuchtung. Beeindruckende Bilder, fürwahr, doch laut "Bild"-Zeitung ließ sich der Stadtstatt alleine die Illumination zwei Millionen Euro kosten. Von der verbrauchten Energie für die Kreisfahrer könnte man 150.000 Waschmaschinen ein Jahr lang laufen lassen.

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5. Einheitlicher Motor

Dass die Piloten demnächst alle mit baugleichen Aggregaten unterwegs sein sollen, ist keine neue, aber eine leidige Diskussion, die der Markenvielfalt den Garaus machen würde. Was wunder, dass sich die Hersteller dagegen wehren. Denn über Erfolge in der Formel 1 stellen Ferrari, Mercedes, BMW und Toyota ihre individuelle Leistungsfähigkeit unter Beweis und versilbern ihre Motorsporterfolge seit jeher auf dem Pkw-Sektor, beim so genannten Endverbraucher.

Video-Archiv Videos zur Formel-1-Saison

Erinnerung an den Cosworth von Ford

"Wir müssen beim neuen Motorreglement einen ziemlich engen Rahmen vorgeben", meinte BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen, "damit nicht nur der Bauaufwand, sondern auch der Entwicklungsaufwand im Rahmen bleiben." Stichwort Kostenreduzierung. Bis 7. November noch dürfen sich potenzielle Hersteller um den Entwurf des Einheitsmotors bewerben. Schon in den 60er und 70er Jahren stellte der Cosworth von Ford so etwas wie eine Grundlage für jedermann da, sich einen Formel-1-Wagen aufzubauen.

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