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FC Bayern München: Bringt ein Elfmeter für Podolski die Wende zum Guten?

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FC Bayern München - Lukas Podolski  

Ein Elfmeter als Wende zum Guten?

02.11.2008, 11:55 Uhr | t-online.de

Lukas Podolski (li.) schreitet zur Tat - zum Elfmeter gegen Bielefeld. Beste Wünsche Miroslav Kloses und Franck Ribérys begleiten ihn. (Foto: ddp) Miroslav Klose half es am dritten Spieltag, von seinen Kollegen einen Elfmeter "geschenkt" zu bekommen, der zum 4:0 gegen Hertha BSC saß. Seitdem traf der so lange ladegehemmte Nationalstürmer weitere drei Mal, auch gegen Bielefeld. Gegen die Arminia wiederholte sich das Therapiespiel mit Lukas Podolski. Franck Ribéry überließ dem Sorgenstürmer die Kugel: 3:1. Ob's ihm jedoch endlich zum Durchbruch an der Isar verhilft, darf arg bezweifelt werden.

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45 Minuten geschmort

Alles liegt in Jürgen Klinsmanns Hand. Der Cheftrainer hatte die 23-jährige Problempersonalie des Rekordmeisters zunächst mit einer erneuten Versetzung auf die Ersatzbank für zwei dürftige Auftritte in der Startelf gegen Wolfsburg und in Frankfurt bestraft. Gegen die Graue Maus aus Bielefeld sich ganz vorne lediglich auf Klose zu verlassen, ließ hinsichtlich der Wertschätzung für dessen Dauerpartner in der Nationalmannschaft tief blicken.

Wieviele Akte noch? Poldi 45 Minuten auf der Bank

Ausflüchtende Erklärungen

Da half auch Klinsmanns Erklärungsflucht in die taktische Vorbereitung auf den Champions-League-Auftritt in Florenz wenig. Und der Zusatz, es sei keine Entscheidung gegen Poldi, sondern für das System mit drei offensiven Mittelfeldspielern und bestenfalls den besten Torschützen Tim Borowski, klang arg entschuldigend. Poldi schmorte in jedem Fall - trotz des Fehlens Luca Tonis. Klinsmann habe ihn "kitzeln" wollen. "Ich war sauer", verriet der "Gekitzelte" anschließend wenig überraschend.

Überinterpretation eines Tores und einer Vorlage

Anschließend an 45 Minuten, die Poldi dann doch noch mittun durfte. Und mit einer Vorlage und besagtem Elfmeter mithalf, die Gäste aus Ostwestfalen nach einem 1:1 zur Pause doch noch in die vorgesehenen Schranken zu weisen. Manch ein Beobachter feierte Poldis gelungenen Einsatz in der Analyse übermütig, als sei dem eingefleischten Kölner endlich der seit seinem Wechsel vom Rhein im Sommer 2006 ersehnte Durchbruch gelungen.

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Ein Wechsel steht immer im Raum

In Wahrheit war davon bei keinem der maßgebenden Köpfe die Rede. "Es ist ganz normal und legitim, dass ich mir bis zur Winterpause Gedanken machen werde, wie es weitergeht", ließ Podolski wissen. In Wahrheit würde er sich gleich morgen wieder seinem geliebten 1. FC Köln anschließen - wenn nicht das Veto des FC Bayern dagegenstünde, das seit der ersten Halbzeit gegen Bielefeld noch weniger Sinn ergibt.

Stürmeraufgebot bleibt auf Kante genäht

Denn offenbar wird Podolski auch nach zweieinhalb Jahren des vergeblichen Mühens um einen Stammplatz nur gehalten, weil die Auswahl an namhaften Stürmern beim Rekordmeister dann auf das lächerliche Maß von zwei (Klose und Toni) zusammenschrumpfte. Andererseits agiert Klinsmann und dessen kaum zu überblickende Ansammlung an Assistenten ganz bewusst nur mit drei Angreifern, wenn Drittligaspitze Thomas Müller mal rausgerechnet wird: Es soll keine weitere Unruhe durch Neuverpflichtungen entstehen, weil ja schon für Podolski kaum Platz ist. Selbst, wenn Toni nicht kann. Siehe erste Hälfte gegen Bielefeld.

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Ein Teufelskreis

"Eine Vorlage, ein Tor - so kann es jetzt weitergehen", freute sich Poldi nicht zum ersten Mal über einen bescheidenen Teilerfolg im Trikot der Roten. In Wahrheit weiß niemand, wie es weitergeht, weil sich auch Manager Uli Hoeneß und Klinsmann regelmäßig in "Wenns" und "Abers" ergehen: "Wenn er immer so spielen würde...", wiederholten beide eine Stereotype hinsichtlich des Stürmers Nummer drei. Doch ohne den Rhythmus steter Spielzeit, der auch mal ein Leistungsloch aushält, kommt Podolski in keinen Rhythmus. Daraus folgt, dass er bis zu seinem Vertragsende im Sommer 2010 nie zu einer Verstärkung des FC Bayern werden wird.

Die WM war einmal

"Man muss die nächsten Wochen und Monate abwarten." Das tut Poldi bereits seit Monaten und Jahren. Schon im Vorjahr war er zur Winterszeit praktisch zu Manchester City in die englische Premier League unterwegs. Als dann am 11. Januar die Sensationsverpflichtung Klinsmanns als neuem Chefcoach des Rekordmeisters offiziell wurde, schien die Konstellation für den unglücklichsten Angreifer der Bayern wie gemalt. Immerhin dachte jeder an das WM-"Sommermärchen" - mit den Stammkräften Klinsmann und Podolski.

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Abwarten als Lieblingsübung

Soweit die Prognose. Die Fakten sprachen zu Beginn der Begegnung mit Bielefeld eine ihr völlig entgegengesetzte Sprache. Und auch nachher ist die permanent schwelende Trennung der noch nie passenden Ehe keinesfalls vom Tisch. "Aber die nächsten Spiele sind wichtiger als irgendwelche Spekulationen", vertagte sich Podolski zum x-ten Male auf von ihm nur bedingt beeinflussbare Termine.

Vom Schenken und Beschenktwerden

"Ich mag Lukas sehr", brachte es Franck Ribérys Bemerkung auf den Punkt. Auch Kapitän Mark van Bommel unterstrich auf "Premiere", der Kölner gehöre zur Mannschaft. "Deshalb ist auch das ganze Team zum Jubeln gekommen", so Klose. Doch alleine von dieser Liebe kann Poldi nicht existieren. Er habe dieses Tor gebraucht, so der Tenor. Die Gefahr besteht, dass es einmal mehr ein Strohfeuer bleibt. Denn was er tatsächlich braucht, ist Klinsmanns Vertrauen. So wie 2006, so wie in den Reihen des DFB. Dort benötigt Poldi keine geschenkten Tore. Dort schenkt er sie.

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