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SV Werder Bremen will Stadionverbot für Rechtsradikale

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Werder Bremen  

Stadionverbote gegen rechte Hooligans

10.11.2008, 09:09 Uhr | dpa, t-online.de, sid

Die Polizei nimmt Werder-Hooligans in Bochum fest. (Foto: dpa)Die Polizei nimmt Werder-Hooligans in Bochum fest. (Foto: dpa) Bundesligist Werder Bremen hat acht Rechtsradikalen ein Stadionverbot erteilt. Der Verein reagierte damit auf den Versuch, während des Punktspiels beim VfL Bochum eine Reichskriegsflagge zu entrollen und ein Plakat mit rechtsradikaler Aufschrift zu zeigen. "Solche Stadionbesucher brauchen wir nicht", teilte die Werder-Geschäftsführung mit. "Wir nehmen diesen Vorfall sehr ernst und werden wie bisher alles in unserer Macht stehende umsetzen, um solche Szenen zu verhindern."

Nach Klub-Angaben will auch der VfL Bochum gegen die betreffenden Personen, deren Daten am Samstag von der Polizei ermittelt wurden, ein lokales Stadionverbot verhängen. Darüber hinaus wird vom VfL in Zusammenarbeit mit dem DFB die Möglichkeit eines bundesweiten Stadionverbots geprüft. Dieses kann nur vom gastgebenden Verein, also dem VfL, beantragt werden.

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Allofs sagt "Nein" zu Nazis im Stadion

"Wir lassen unsere Fans nicht mit Leuten im Regen stehen, die sich als Nazis outen", sagte Werder-Fanbeauftragter Dieter Zeiffer der "Welt". Auch Sportdirektor Klaus Allofs lehnt die Störenfriede im Stadion ab: "Man muss sich fragen: Dürfen solche Leute an so einer Veranstaltung wie einem Fußballspiel teilnehmen? Ich sage nein."

Fans skandierten "Nazis raus"

Zu dem Vorfall war es kurz nach Spielende der Partie VfL Bochum gegen Werder Bremen (0:0) gekommen. Sechs Mitglieder der polizeibekannten Organisation "Nordsturm Hansestadt Bremen" wollten zum wiederholten Mal im Stadion ein Plakat mit ihrem Logo ausrollen. Daraufhin skandierten die Fans der Grün-Weißen lautstark "Nazis raus". Damit provozierten die Bremer einen Einsatz der Polizei und verhinderten die Präsentation der rechtsradikalen Parolen.

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"Sichtbares Zeichen der Anerkennung" vom DFB

DFB-Präsident Theo Zwanziger will sich nun öffentlich bei den Bremer Fans für ihre Zivilcourage bedanken: "Ich habe bereits Kontakt mit Ligaverbands-Präsident Reinhard Rauball aufgenommen und mit ihm vereinbart, dass wir gemeinsam demnächst bei einem Treffen mit den Bremer Fans ein sichtbares Zeichen der Anerkennung zum Ausdruck bringen werden", sagte er gegenüber dem "Hamburger Abendblatt".

Zwanziger: "Allianz der Vernünftigen"

Für Zwanziger war dies genau die richtige Reaktion einer "Allianz der Vernünftigen": "Es entspricht den Vorstellungen von DFB und DFL, dass die Fans nicht wegschauen, wenn Wirrköpfe und Verblendete die Bühne des Fußballs missbrauchen wollen, sondern in Solidarität schnell und entschlossen handeln, um solche Chaoten in ihre Grenzen zu weisen.

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Fans in Gewahrsam genommen

"Elf Personen haben während des Spiels mehrfach ein Spruchband gezeigt, auf dem die vier Buchstaben NSHB der Gruppierung sowie ein stilisierter Totenschädel zu sehen waren. Sechs Personen aus dieser Gruppe, die der Polizei bekannt ist und dem rechten Spektrum angehört, wurden unmittelbar nach Spielende von uns im Block zu ihrem eigenen Schutz in Gewahrsam genommen", berichtete Polizei-Einsatzleiter Ulrich Grzella.

Hooligans werden nicht weiter festgehalten

Grzella hob hervor, dass kein Straftatbestand vorliege. Deshalb wurden die Personen nach einer Befragung noch am Samstagabend von der Bundespolizei per Zug zurück nach Bremen geschickt. Eine Rückreise mit dem Fan-Sonderzug, die die Gruppe ursprünglich angestrebt hatte, habe die Polizei aus Sicherheitsgründen untersagt.

Allofs begrüßt die Aktion

"Eine gute Aktion unserer Fans", sagte Klaus Allofs, "das ist nicht das Gedankengut von Werder Bremen". Der Ex-Nationalspieler glaubt, dass sich die Gruppierung in den Werder-Block "eingeschleust" hat. Die Gruppe ist schon mehrfach unangenehm aufgefallen. Unter anderem sollen "Nordsturm"-Anhänger auch unter den Hooligans gewesen sein, die im Januar 2007 eine Veranstaltung eines links gerichteten Ultra-Fanklubs im Ostkurvensaal des Bremer Weserstadions überfallen hat. Damals wurden mehrere Personen zum Teil schwer verletzt.

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