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Schiedsrichter fordern Respekt statt Kritik

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Bundesliga  

Schiedsrichter fordern Respekt statt Kritik

12.11.2008, 16:17 Uhr | dpa

Schiedsrichter Babak Rafati wird von den Stuttgarten Mario Gomez und Ludovic Magnin bedrängt. (Foto: imago)Schiedsrichter Babak Rafati wird von den Stuttgarten Mario Gomez und Ludovic Magnin bedrängt. (Foto: imago) Die Diskussionen über die vehemente Schiedsrichter-Kritik aus der Fußball-Bundesliga gehen weiter. Nachdem am vergangenen Wochenende zahlreiche Spieler und Trainer die Leistungen der Referees moniert hatten, warf Schiedsrichter-Chef Volker Roth den Beteiligten der Liga nun fehlenden Respekt vor. "Mangelnder Respekt ist unser grundlegendes Problem. Der fehlt manchen Spielern und Trainern dem Schiedsrichter gegenüber", sagte Roth der "Sport Bild".

Franz Beckenbauer hatte im Rahmen der Schiedsrichter-Diskussion bereits für ein konsequenteres Vorgehen der Unparteiischen plädiert. "Wir müssen den Beteiligten mehr Respekt beibringen. Mit Roten Karten!", hatte der Kaiser gefordert.

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Dem Sittenverfall entgegenwirken

Auch der beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) für Rechtsfragen zuständige Vizepräsident Rainer Koch meint, einen Sittenverfall erkannt zu haben. "Diese Art von Umgang können wir nicht dulden. Wir müssen wieder dazu kommen, dass wir respektvoll miteinander umgehen", forderte Koch im Deutschen Sportfernsehen (DSF). Roth erhofft sich vom "Runden Tisch" am kommenden Montag in München einen Schritt nach vorne. "Das Verständnis füreinander wird mit diesem Treffen verbessert", meinte der 66-Jährige.

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An der zweiten Zusammenkunft von Schiedsrichtern und Liga-Verantwortlichen nehmen unter anderen Bayern-Manager Uli Hoeneß, Bremens Sportdirektor Klaus Allofs, DFB-Sportdirektor Matthias Sammer und Wolfsburgs Trainer Felix Magath teil. Die Unparteiischen werden unter anderen von Koch, Roth, FIFA-Referee Herbert Fandel und Lehrwart Eugen Strigel vertreten. "Ich glaube schon, dass das was bringt. Wenn Trainer, Manager und Schiedsrichter zusammensitzen, dann hat sich das in der Vergangenheit bewährt und wird sich auch in der Zukunft bewähren", sagte Bayern-Manager Uli Hoeneß.

Entschuldigung von Klopp

Schiedsrichter Drees zeigt Kovac Rot. (Foto: imago)Schiedsrichter Drees zeigt Kovac Rot. (Foto: imago)Dortmunds Trainer Jürgen Klopp, der nach dem Spiel von Borussia Dortmund in Hamburg (1:2) Referee Jochen Drees heftig kritisiert hatte, zeigte sich mit einigen Tagen Abstand einsichtig. "Was da jetzt entstanden ist, tut mir leid. In Zukunft wird mich niemand in der Nähe der Schiedsrichter sehen", versprach der BVB-Coach. Klopp wehrte sich gleichwohl in der "Bild"-Zeitung dagegen, jetzt zusammen mit anderen an den Pranger gestellt zu werden: "Dass ich jetzt in Bezug auf Respektlosigkeit gegenüber Schiedsrichtern mit Jens Lehmann und anderen in eine Tonne geschmissen werden soll, sehe ich nicht ein."

Harsche Kritik an Kloppos Vorbildfunktion

Roth dagegen kritisierte die Verhaltensweise des Dortmunder Trainers heftig. "Jürgen Klopp hat seine Vorbildfunktion mit Füßen getreten." Klopp, gegen den der Kontrollausschuss des DFB Ermittlungen eingeleitet hat, fürchtet deshalb, "dass sie jetzt an mir ein Exempel statuieren werden."

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Mehr Besonnenheit gefordert

Dortmunds Präsident Reinhard Rauball, gleichzeitig Chef der Deutschen Fußball Liga, mahnte alle Beteiligten zu mehr Besonnenheit. "Diese Diskussionen sind nicht positiv für den Fußball", sagte er den "Ruhr-Nachrichten". Der Rechtsanwalt empfahl Spielern und Trainern einen Blick nach England. "Da gibt es keine Schwalben oder Spielverzögerungen. Da wird nicht über die Schiedsrichter gewettert. Manchmal ist weniger einfach mehr."

Verständnis statt Bestrafung

Koch verwies dagegen darauf, dass das Sportgericht durchaus registriere, wenn die Betroffenen ihre Fehler eingestehen. Dies habe das Beispiel des Bremers Claudio Pizarro gezeigt, der sich für seine Schiedsrichter-Kritik entschuldigt hatte und deshalb mit einer Geldstrafe in Höhe von 3000 Euro davongekommen war. "Dann machen wir auch unsererseits Angebote, weil es uns nicht darum geht, Spieler permanent zu bestrafen, sondern einen besseren und verständnisvolleren Umgang zwischen Spielern und Schiedsrichtern zu schaffen", sagte Koch.

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