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Turnen: Fabian Hambüchen trotz Finger-Handicap mit Bestwert

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Turnen  

Hambüchens kleiner Finger macht wieder Probleme

12.02.2010, 21:31 Uhr | dpa

Fabian Hambüchen (Foto: imago)Fabian Hambüchen (Foto: imago) Der Finger schmerzt, doch Fabian Hambüchen glänzt am Reck. Unbeeindruckt von seiner wieder aufgebrochenen Verletzung hat das deutsche Turn-Ass beim Weltcup-Auftakt in Stuttgart erneut das Publikum begeistert und drei Finalplätze erkämpft.

Für die schwerste Reck-Übung der Konkurrenz (Ausgang 7,0) erhielt Hambüchen die Höchstnote 16,20. Der Cottbuser Philipp Boy glänzte gleichfalls am Königsgerät und zog mit 15,60 Zählern als Zweiter in den Endkampf.

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Hambüchen: "Noch zwei Zehntel drauflegen"

"Was soll ich klagen? Natürlich hat es wehgetan. Aber ich mache mir keinen Kopf über den kaputten Finger und versuche, das Beste aus diesem Wochenende zu machen", sagte Hambüchen. Am zweiten Wettkampftag will er "noch zwei Zehntel in der Schwierigkeit drauflegen". Am Barren kam der Reck-Weltmeister mit 15,85 Punkten auf Platz vier, am Boden reichte es zu Rang acht (15,125).

Fahrig zieht als Favorit ins Finale ein

Eine Glanz-Premiere gelang Matthias Fahrig: Als erster deutscher Turner wagte er einen Sprung mit Ausgangswert 7,0 und erhielt für den Doppelsalto vorwärts gebückt die Traumnote 16,375. Auch im Mittel beider Sprünge (16,175) erzielte er die Top-Note und zog ebenso wie am Boden (15,525/1.) als Favorit ins Finale ein. Den siebten deutschen Finalplatz holte Robert Weber (Ehmen/8.) am Seitpferd.

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Eventuell wird eine Operation nötig

Grund für Hambüchens akute Probleme mit dem kleinen Finger der linken Hand, den er sich schon bei den Olympischen Spielen verletzt hatte, ist eine Fehldiagnose in Peking, wo stets von einer Stauchung die Rede war. Nachdem die Schmerzen vor zwei Wochen zurückgekehrt waren, wurde bei einer Kernspintomographie in seinem Heimatort Wetzlar ein Bandabriss und ein Knochen-Ausriss diagnostiziert. "Natürlich war ich geschockt. Vor allem war ich total sauer, dass die Diagnose in Peking auf Kapselverletzung lautete und nichts mehr unternommen wurde", bekannte Hambüchen. In der kommenden Woche wird der Finger noch einmal gründlich untersucht und dann entschieden, ob eventuell eine Operation nötig wird. "Ich hoffe natürlich, dass es nicht soweit kommt", sagte der 21-Jährige.

Verzicht auf den Sprung-Wettbewerb

Beim 26. DTB-Pokal verzichtete er dennoch nur auf den Sprung-Wettbewerb. Das weitere Programm, inklusive der mit 15.000 Euro dotierten Champions Trophy im Mehrkampf, will er aber turnen. "Die Mediziner meinen, dass die Verletzung durch einen Wettkampf nicht schlimmer werden könne", sagte sein Coach.

Hambüchen und der DTB begraben das Kriegsbeil

Die verpasste Olympia-Goldmedaille hat Fabian Hambüchen indes gut verarbeitet und den Konflikt mit dem Deutschen Turnerbund (DTB) beigelegt. "Da war viel Frust im Spiel. Das ist uns in dem Riesenchaos so rausgerutscht. Wir fordern nicht mehr Willams Sturz. Es gibt keinen Streit mehr", erklärte der Champion in einem Interview der "Welt" zum ursprünglich von seinem Vater verlangten Rücktritt von DTB-Sportdirektor Wolfgang Willam. Jedoch fügte Hambüchen hinzu: "Es gibt noch keinen Kompromiss. Es ist eine Art Waffenstillstand. Wir haben uns darauf geeinigt, die Sache erst mal ruhen zu lassen und so weiterzumachen wie bisher."

Turnerinnen auf Medaillen-Kurs

Prächtig schlugen sich in den Vorkämpfen auch die deutschen Turnerinnen und erkämpften fünf Plätze für die Finals. Jenny Brunner qualifizierte sich als Zweite für das Finale am Stufenbarren. Mit 14,575 Punkten musste die Chemnitzerin nur der Ukrainerin Anastasia Kowal (15,475) den Vortritt lassen. In drei Finals steht Kim Bui. Am Stufenbarren und am Boden belegte die Tübingerin jeweils Platz vier, am Sprung Rang sieben. Das fünfte Ticket erkämpfte die 16-jährige Joeline Möbius am Boden (5.).

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