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Triathlon: Österreich droht neue Doping-Affäre

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Triathlon  

Stadler: "Ich war von dem Angebot entsetzt"

20.11.2008, 14:48 Uhr | dpa

Norman Stadler soll EPO angeboten worden sein (Foto: dpa)Norman Stadler soll EPO angeboten worden sein (Foto: dpa) Österreichs Sport ist durch eine mögliche neue Doping-Affäre aufgeschreckt worden. Der Kinderkrebsarzt Andreas Zoubek soll in einem Wiener Fitnesscenter das Blutdopingmittel EPO verkauft und verbotene Substanzen auch in der Triathlon-Szene angeboten haben.

Eine gewichtige Rolle bei der Aufklärung der Vorwürfe gegen den 51-jährigen Mediziner, der die Anschuldigungen zurückweist, könnte der zweimalige Ironman-Sieger Normann Stadler spielen.

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Infos an Veranstalter weitergegeben

Der Athlet bestätigte, 2006 beim Waldviertler Eisenmann im österreichischen Litschau, ein eindeutiges Angebot von Zoubek erhalten zu haben. "Ich war entsetzt über das Angebot. Der Wortlaut ließ für mich nur den Rückschluss zu, dass es um Dopingmittel geht", erklärte Stadler in einer Mitteilung seines Dresdner Kleinwort Triathlon-Teams. "Deshalb habe ich das gleich an den Veranstalter weitergegeben."

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"Ich kenne Stadler nur flüchtig"

Der inzwischen vom Wiener St. Anna Kinderspital vom Dienst freigestellte Zoubek wies in der Sendung "Kurzsport" des Österreichischen Rundfunks (ORF) die Behauptung von Stadler zurück. "Ich kann nur sagen, dass ich ihn nur flüchtig, so gut wie gar nicht kenne", sagte Zoubek. "Ich habe ihm nie ein Angebot gemacht, ihn medizinisch zu unterstützen, oder, wie er es bezeichnet, schneller zu machen." Er habe Stadler eineinhalb Jahre nach dem Waldviertel-Wettkampf auf Hawaii wieder getroffen und nicht den Eindruck gehabt, dass sich dieser an ihn erinnere.

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Schenk lobt Stadler

Sylvia Schenk, Anti-Doping-Beauftragte des besonders für einen sauberen Sport engagierten Stadler-Teams, sagte zum Verhalten des deutschen Triathleten: "Das war sehr mutig, dass er damals bei dem Wettkampf in Österreich sofort Meldung beim Veranstalter gemacht hat." Der "Eisenmann"-Veranstalter Alexander Kolar hatte damals den Vorfall umgehend an den Österreichischen Triathlon-Verband (ÖTRV) und dem Vorgänger der Nationalen Anti-Doping-Agentur (NADA), dem ÖADC, gemeldet. Kolar und Stadler wurden damals um Stillschweigen gebeten, um die Ermittlungen nicht zu gefährden.

Kolar bricht auch sein Schweigen

Nachdem sich lange nichts getan hat, brachte Stadler den Vorfall ins Rollen, in dem er auf der Internet-Website www.tri-mag.de von einem fragwürdigen Angebot Zoubeks berichtete. Danach brach auch Kolar sein Schweigen. "Damals sagte man mir, ich solle niemanden rebellisch machen, man werde der Sache nachgehen. Ich habe also gewartet, bis er (Stadler) dazu Stellung bezieht. Und das war nun der Fall", sagte Kolar.

Wiener Blutbank sorgte für Aufregung

Österreich ist binnen zwei Jahren zum dritten Mal mit einer Doping-Affäre konfrontiert. Bei den Olympischen Spielen 2006 in Turin hatten österreichische Biathleten und Langläufer für einen Doping-Skandal gesorgt. Im Frühjahr dieses Jahres sorgten bis heute noch nicht bewiesene Spekulationen über eine Wiener Blutbank, die Sportler illegale Methoden angeboten haben sollte, für Aufsehen.

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