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Das Erfolgsgeheimnis von Torjäger Vedad Ibisevic

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TSG Hoffenheim  

Das Erfolgsgeheimnis von Torjäger Vedad Ibisevic

24.11.2008, 13:25 Uhr | t-online.de

Von Jörg Runde

Vedad Ibisevic trifft, wie er will. (Foto: imago)Vedad Ibisevic trifft, wie er will. (Foto: imago) Wenn Sejad Salihovic auf einen seiner Team-Kollegen Ibisevic angesprochen wird, funkeln seine Augen. „Was der Vedad im Moment macht, ist der helle Wahnsinn“, sagt der Mittelfeldspieler der TSG 1899 Hoffenheim über seinen bosnischen Landsmann und schiebt schnell hinterher: „Er ist echt ein Riesentyp. Für ihn freuen wir uns alle riesig.“

Keiner in der Mannschaft neidet dem 24-Jährigen seine unglaubliche Erfolgsserie von 16 Toren in 14 Bundesliga-Spielen. Nicht einmal die Sturmkollegen Chinedu Obasi und Demba Ba.

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Ba und Obasi vor der Nase

Gerade der Nigerianer und der Senegalese haben Ibisevic viel zu verdanken. Bevor die beiden afrikanischen Angreifer im August 2007 in den Kraichgau wechselten, dachte Ibisevic noch, er sei TSG-Stürmer Nummer eins. Ba und Obasi hatten bei Trainer Rangnick aber schon bald die Nase vorn. Und so wurde der Zugang von Alemannia Aachen meistens eingewechselt und kam auf nur fünf Tore.

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Beim Einleben unterstützt

Trotz des harten Konkurrenzkampfes war es Ibisevic, der den beiden Neulingen die Integration in Deutschland erleichterte. „Das war ein ganz feiner Zug von ihm“, lobt Trainer Ralf Rangnick seinen Spieler. Und der seinerzeit unterstützte Demba Ba: „Das hätte nicht jeder gemacht. Wir sind dadurch echte Freunde geworden.“ Für Ibisevic hingegen war das selbstverständlich. „Ich spreche gut französisch und war quasi prädestiniert für die Rolle des Starthelfers.“ Außerdem weiß er genau, wie schwer es ist, sich in einem fremden Land einzuleben.

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Flucht aus dem Kriegsgebiet

Als 16-Jähriger floh Ibisevic mit seiner Familie vor dem Bürgerkrieg in Bosnien-Herzegowina. Zunächst ging es von seinem Geburtsort Vlasenica nach Tuzla und von dort in die Schweiz, wo Ibisevic beim FC Baden spielte. Kurze Zeit später ging es in die USA. Vedad, damals 19 Jahre jung, begann sofort Fußball zu spielen: Beim College-Club St. Louis brach er alle Rekorde, gewann sämtliche Auszeichnungen, die es für einen Fußballer gab. Schnell lockten europäische Klubs. Über Paris St. Germain landete er beim französischen Zweitligisten Dijon und knipste dort gleich zehn Mal. Es folgten eine mittelmäßige Bundesliga-Saison in Aachen und schließlich der Sprung in die badische Provinz.

 

Vorsatz aus dem Sommer

„Im vergangenen Jahr habe ich zu Saisonbeginn ein paar einfache Dinger vergeben und plötzlich war mein Selbstvertrauen weg. Es war einfach nicht mein Jahr“, sagt Ibisevic im Rückblick und fügt an: „Aber im Sommer habe ich mir geschworen, dass ich als besserer Spieler zurückkomme und jetzt läuft es eben wie am Schnürchen."

 

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Die Vergangenheit macht locker

Als weiteren „Neuzugang“ bezeichnet ihn Trainer Rangnick deshalb. "Er schießt Tore mit einer Selbstverständlichkeit, die erstaunlich ist." Und was ist das tatsächliche Erfolgsgeheimnis des Überraschungsspielers der Saison? Es ist die Lockerheit eines Menschen, der voll und ganz zu würdigen weiß, wie gut es ihm derzeit geht. "Wenn es im Fußball nicht so läuft", sagt Ibisevic, "dann denke ich an die Zeit im Krieg zurück. Es gibt Schlimmeres, als nicht zu spielen oder das Tor nicht zu treffen."

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Gerd Müllers Marke im Visier

Mit dieser Einstellung sind große Ziele realisierbar. Sogar die legendäre Marke von Gerd Müller aus der Saison 1971/72 könnte er dank der extrem offensiven Spielweise der Hoffenheimer knacken. Der „Bomber“ des FC Bayern München brachte den Ball seinerzeit 40 Mal im gegnerischen Tor unter. „Das wird sicherlich schwer“, sagt Coach Rangnick, „aber wenn er so weiter macht, kann er auf jeden Fall Torschützenkönig werden.“

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Unterstützung durch die Kollegen

Kollege Salihovic, der beim Aufsteiger für alle Standards zuständig ist, sieht das genauso: „Meine Kollegen und ich werden ihn schon ordentlich mit Vorlagen füttern. Da muss er einfach treffen und sich die Torjäger-Kanone holen.“

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