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Formel 1: Großer Preis von Deutschland steht auf dem Spiel

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Formel 1  

Deutschlands Formel-1-Zukunft steht auf dem Spiel

01.12.2008, 17:17 Uhr | dpa

BMW (li.) und Mercedes sind sich ausnahmsweise mal einig. (Foto: imago)BMW (li.) und Mercedes sind sich ausnahmsweise mal einig. (Foto: imago) Mercedes und BMW haben sich für Deutschland als Formel-1-Standort ausgesprochen. Zugleich äußerte Hockenheims Oberbürgermeister Dieter Gummer die Hoffnung auf Hilfe der beiden Automobil-Konzerne. "Natürlich gehören die Hersteller auch zu denjenigen, die als Unterstützer infrage kommen. Die Hersteller werden aus den Erträgen bedient", sagte der auch als Vorsitzender der Hockenheimring GmbH fungierende Gummer.

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BMW spricht sich klar für Deutschland

"Deutschland ist ein wichtiger Markt für BMW. Wir haben hier eine große Fangemeinde. Die Formel 1 darf ihre Traditionsschauplätze nicht verlieren", ließ BMW verlauten. Die kommerziellen Bedingungen seien Sache des Formula One Managements von Bernie Ecclestone und dem Veranstalter, im konkreten Fall die Hockenheimring GmbH. Diese denkt aus finanziellen Gründen über einen vorzeitigen Ausstieg aus dem bis 2010 datierten Kontrakt nach. "Hier muss eine Lösung gefunden werden", forderte BMW. Auch Mercedes-Motorsportchef bezieht klare Stellung: "Natürlich haben wir Interesse, dass den deutschen Formel-1-Besuchern mindestens ein Grand Prix in Deutschland geboten wird, nachdem es bis vor kurzem sogar zwei pro Saison gab."

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Nürburgring springt nicht ein

5,3 Millionen Euro Minus machte der nach eigenen Angaben in den anderen Geschäftsbereichen schwarze Zahlen schreibende Hockenheimring mit dem Grand Prix in diesem Jahr. "Ähnlich hoch" beziffern die Kollegen vom Nürburgring, wo 2009 der Große Preis von Deutschland ausgefahren wird, die Verluste durch die Austragung des Deutschland-Grand Prix. "Der Zug ist noch nicht abgefahren", sagte Hockenheimring-GmbH-Geschäftsführer Karl-Josef Schmidt. Bei einem Spitzengespräch der Landesregierung noch Anfang dieses Monats soll eine Lösung gefunden werden. Am 17. Dezember entscheidet dann der Gemeinderat über die Formel-1-Zukunft am Hockenheim-Ring. Der Nürburgring steht 2010 nicht als Ersatzstandort zur Verfügung, erklärten die Verantwortlichen bereits.

Gummer: "Ungleicher Konkurrenzkampf mit Singapur "

Die baden-württembergische Landesregierung hatte verlauten lassen, Defizite aus der Formel-1-Veranstaltung künftig nicht übernehmen zu wollen. In allen anderen Austragungsstätten würden öffentliche Gelder bereitgestellt, "nur hier nicht", monierte Schmidt. Oberbürgermeister Gummer betonte, dass man sich als 21.000 Einwohner-Gemeinde in einem ungleichen Konkurrenzkampf mit Metropolen wie Singapur oder Schanghai befinde. "Wenn es 2010 nicht klappt, dann später auch nicht mehr", meinte Hockenheims Oberbürgermeister Gummer.

Noch ein Traditionsrennen am Ende?

Seit 1960 gastiert die Formel 1 in dem Land mit den in der abgelaufenen Saison meisten Fahrern (5) sowie den beiden deutschen Herstellern Mercedes und BMW. Von 1995 bis 2006, also in Zeiten des Ende 2006 zurückgetretenen Rekordweltmeisters Michael Schumacher, durften sich die PS-Fans sogar an zwei Formel-1-Rennen pro Jahr erfreuen. Nach dem Aus in Frankreich (Magny-Cours) und dem Ende von Kanada (Montréal) fürs kommende Jahr droht ein weiterer Standort mit großer Formel-1-Tradition Opfer des höchst kostspieligen Spektakels zu werden. Stattdessen erobert Ecclestone 2009 mit Abu Dhabi einen weiteren neuen lukrativen und finanzkräftigen Markt. Ecclestone sieht die Zukunft der Formel 1 eher in den aufstrebenden Staaten des mittleren Ostens und in Asien.

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